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11. März 2020
Aus der Fotokiste - Kornmarkt 5, 1980

1. Einleitung
2. Die Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager
3. Das Stalag XA Hesterberg
4. Behandlung der Gefangenen im Lager
5. Arbeitseinsätze
6. Bewachung
7. Kriegsende

8. Das Schicksal der Russen

Anhang
A. Reservelazarett III

B. Das Stalag-Gelände in der Gegenwart
C. Mahnmal und Friedhof

D. Anmerkung
E. Quellen

1.Einleitung

Über das Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager (Stalag) XA Schleswig ist bereits in verschiedenen Publikation sowohl in Büchern, als auch im Internet geschrieben worden. Meistens wird das Stalag XA in einem speziellen Zusammenhang erwähnt, beispielsweise bei der Beschreibung des Schicksals von russischen Kriegsgefangene in Schleswig-Holstein. Andere Veröffentlichungen gehen zwar umfänglicher auf das Stalag XA ein, wie Dr. Schartl, der ehemalige Leiter des Gemeinschaftsarchives des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Schleswig, in seiner Veröffentlichung „Weiter ist uns nichts geschehen hier in Schleswig: Chroniken und Verwaltungsberichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs“. Aber auch diese Publikation vermittelt kein umfängliches Bild des Lagers.

Als erster veröffentlichten Rolf Schwarz und Gerhard Hoch 1985 in dem Buch „Verschleppt zur Sklavenarbeit. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein“ eine recht umfangreiche Ausarbeitung über das Stalag XA.

Ich habe nun die zu findenden Berichte und Quellen mit meinen eigenen Recherche-Ergebnissen verbunden, um an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung über das Stalag XA darzustellen. Für weitere Informationen empfehle ich die Seite www.zwangsarbeiter-s-h.de.


2.Die Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager

Bereits vor Kriegsbeginn regelte die deutsche Militärverwaltung zusammen mit der Zivilverwaltung den Einsatz von zukünftigen Kriegsgefangenen. Gespräche zwischen Vetretern des Oberkommandos der Wehrmacht und des Generalbevollmächtigten der Witzschaft über den Aufbau von Kriegsgefangenenlagern fanden seit Anfang 1939 statt. Die Kriegsgefangenen sollten die zur Mobilmachung herangezogenen deutschen Arbeitnehmer in den Betrieben ersetzen.

Das Reichsgebiet war militärisch in Wehrkreise unterteilt. Die Provinz Schleswig-Holstein gehörte mit der nördlichen Provinz Hannover, dem Land Hamburg und Bremen zum Wehrkreis X (Hamburg). In jedem Wehrkreis errichtete die Wehrmacht ein oder mehrere Kriegsgefangenen-Mannschaftstammlager (Stalag) für einfache Soldaten und Unteroffiziere.

Die Bezeichnung der Kriegsgefangenen-Mannschaftstammlager erfolgte entsprechend dem Wehrkreis, zu dem sie gehörten und einer zusätzlichen alphabetischen Kennung. Das erste Stammlager im Wehrkreis X wurde im ersten Kriegsjahr in Sandbostel eingerichtet. Es trug somit die Bezeichnung Stalag XA und war von 1939 an ein „zentrales Aufnahme- und Verteilungslager“ für den Wehrkreis X. Mit Beginn des Frankreichfeldzuges im Mai/Juni 1940 erwartete die Wehrmacht einen Anstieg der Kriegsgefangenen und richtete weitere Stalags ein.

Im Wehrkreis X kamen nun die beiden Stammlager Schleswig und Nienburg dazu. Schleswig erhielt die Bezeichnung Stalag XA, die Bezeichnung für das Lager Sandbostel wurde in XB geändert und Nienburg bekam das Stalag XC. Warum die Bezeichnung der Lager Sandbostel und Schleswig getauscht wurden, ist nicht bekannt.
Die Zentralverwaltung für das Stammlager XA und den zahlreichen angegliederten, unterschiedlich großen Außenlagern sowie Arbeitskommandos befand sich im Schleswiger Stammlager. Die Stalags XA und XC waren sogenannte „Schattenstammlager“. Sie waren für die Organisation und Verteilung zu den Arbeitskommandos zuständig. Die Kapazität des Lagers Schleswig lag bei etwa 1100 Personen.

Das Stalag unterstand 1941 Major Struckmann und in den Jahren 1942 und 1943 Oberstleutnant Petrowski. Im Oktober 1943 wurde Oberst Limon (Stellvertreter) genannt. Von Oktober 1944 bis Mai 1945 war Fritz Mätzschke stellv. Kommandant vom Stalag XA.

Zu den Aufgaben der Kommandantur des Stalags XA gehörte die Dienstaufsicht und Befehlsführung des Lagers, die Betreuung der Gefangenen und Wahrung des Genfer Abkommens, die Regelung des Arbeitseinsatzes, die Registrierung der Kriegsgefangenen sowie die Durchführung der Lohnabrechnung.

Mit dem Beginn des Russlandfeldzuges im Juni 1941 mussten nun auch die russischen Kriegsgefangenen auf die Lager der Wehrkreise verteilt werden. Im Wehrkreis X wurde das „Russenlager“ Wietzendorf mit der Bezeichnung Stalag XD eingerichtet. Dieses Lager wurde ab Dezember 1941 dem Stalag XB zugeordnet. In Sandbostel erfolgte die Zusammenstellung der Arbeitskommandos und die Verteilung auf die Stammlager A, B und C im Wehrkreis X.

Der Schleswiger Stadtchronist Ernst Petersen hält in seiner Kriegschronik fest, dass bereits am 6.Oktober 1939 mehrere Hundert verwundete Polen in der Stadt eintreffen und im Lazarett Stadtfeld (Reservelazarett II) untergebracht wurden. Die Genesenen wurden einem Gefangenenlager zugeführt. Petersen macht jedoch keine Angaben, um welches Lager es sich handelte. Das Stalag XA auf dem Hesterberg wurde erst im April 1940 eingerichtet. Die ersten russischen Kriegsgefangenen trafen am 1. Oktober 1941 in der Schleistadt ein.


3. Das Stalag XA Hesterberg

Für die Einrichtung eines Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlagers mit einer eigenen Selbstverwaltung und Verpflegung in Schleswig wählte die Militärverwaltung den Standort der Landesanstalt für Jugendliche auf dem Hesterberg aus. Im März 1940 beschlagnahmte die Militärverwaltung die Häuser F (Heim für 100 Kinder), G (Heim für 130 Kinder) , H (Krankenhaus für Kinder- und Jugendliche mit 65 Betten) , die Schule sowie das gesamte südliche Areal der Anstalt. Das Gelände wurde eingezäunt und Wachtürme aufgestellt. Auf der freien Flächen zwischen den alten Bestandsgebäude erfolgte die Errichtung mehrerer Baracken für die Kriegsgefangenen und der Verwaltung.
Die Jugendlichen aus den beschlagnahmten Gebäuden wurden auf die verbleibenden Häuser verteilt, die Platznot war groß. Im April 1941 erfolgte die Verlegung von 108 männlichen Pfleglingen in die Anstalt Stadtfeld.

Luftbild Stalag XA, April 1945
Lageplan Stalag XA, 1943

Die Gebäude des Stalag XA Schleswig:

1 – Kommandantur (Anstaltsschule, Gebäude ist erhalten)
2 – Handwerkerbaracke
3 – Handwerkerbaracke
4 – Gefangenenbaracke
5 – Krankenbaracke
6 – Abortbaracke
7 – Verwaltung (Kinderheim Haus F, Abbruch 2016)
8 – Wachbaracke
9 – Unterkunft für Wachmannschaft (Kinderheim Haus G, Abbruch 2015)
10 – Kochbaracke
11 – Unterstellraum
12 – Unterstellraum
13 – Gefangenenunterkunft
14 – Gefangenenunterkunft (Krankenhaus Haus H, Gebäude ist erhalten)
15 – Unterkunftbaracke für Kommandantur
16 – Unterkunftbaracke für Kommandantur
17 – Unterkunftbaracke für Kommandantur
18 – Revierbaracke für Gefangene (Krankenstation)
19 – Revierbaracke für Gefangene (Krankenstation)
20 – Wachbaracke
21 – Unterkunft für Gefangene
22 – Unterkunft für Gefangene
23 – Unterkunft für Gefangene
24 – Unterkunft für Gefangene
25 – Unterkunft für Gefangene
26 – Wachturm
27 – Stacheldrahtzaun
28 – Lagerzugang

Da der Lageplan im Juni 1943 erstellt wurde, bildet er auch nur eine Momentaufnahme des Lagers ab. Daher unterscheidet er sich marginal vom Luftbild der RAF vom April 1945.


Das Lager hatte im Westen zwischen Haus F und der Schule einen bewachten Hauptzugang. Das Lagergelände war mit einem Stacheldrahtzaun gesichert, auf der Nord-, Süd- und Ostseite stand jeweils ein Wachturm.

Der Zugang zum Lager im Westen des Stalags.
Die beiden Schilder „Stalag XA“ sowie
„Unbefugten ist der Zutritt verboten“
sind gut lesbar.


Die Kriegsgefangenen wurden in Haus H, dem einen der beiden Krankenhäuser der Anstalt, untergebracht sowie in den Baracken im Südosten des Lagers. Baracke 4 ist die Ausnahme, sie stand neben den anderen Wirtschaftsbaracken.
Die beiden Kinderheime dienten der Verwaltung (Haus F) und der Wachmannschaft (Haus G). Die Kommandantur nahm die Anstaltsschule in Anspruch sowie weitere Baracken, die östlich der Schule errichtet wurden.

Aus dem Besuchsbericht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz vom 20.11.1940:

Nur zwei Baracken sind bewohnt, die dritte dient als Werkstatt für Schuster und Schneider, die letzte ist die Küche. Die Baracken sind ein bißchen kleiner als üblich. Da die Gefangenen nicht zahlreich sind, wohnen sie angenehm, sie schlafen in Zwei- oder Dreietagenbetten und haben je zwei Decken zur Verfügung.
Die Baracken sind in zwei Räume unterteilt, und jeder Raum hat einen Ofen. Während des Rundganges der Delegierten waren die Baracken gut geheizt. Die Beleuchtung ist elektrisch.

Das Gebäude hat drei Etagen. Den Gefangenen stehen Zimmer verschiedener Größe zur Verfügung. Im allgemeinen wohnen sie zu acht oder zehn zusammen. Auch hier hat man Zweietagenbetten, und jedes Zimmer ist gut geheizt. Die Beleuchtung ist gut.

Besuchsprotokoll ICRC 20.11.1940


Da in dem Besuchsbericht von 1940 lediglich vier Baracken erwähnt werden, sind vermutlich die Baracken 2, 3, 4 und 5 gemeint. Möglicherweise standen die weiteren Unterkuntfsbaracken für Kriegsgefangene im südöstlichen Areal (21 -25) zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


Galerie Stalag XA


4.Behandlung der Gefangenen im Lager

Die einzigen bekannten Quellen, die eine Beschreibung über die Behandlung, Ausstattung und Versorgung der Kriegsgefangenen im Stalag XA geben, sind die Berichte der Besuchskommissionen vom Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und der Mission Scapini. Die Mission Scapini, benannt nach einem französischen Abgeordneten, nahm im Frühjahr 1941 ihre Tätigkeit auf. Ihre Aufgabe war die Kontrolle der Behandlung der Kriegsgefangenen in den Lagern und Kommandos. Auf der Seite zwangsarbeite-s-h.de haben Rolf Schwarz und Uwe Fentsahm eine sehr detaillierte Beschreibung des Stalag XA veröffentlicht, sondern auch einen Bericht der Besuchskommission vom 22. November 1940.

Zu diesem Zeitpunkt verwaltete das Stalag XA 51300 Kriegsgefangene, die in drei bis vierausend Arbeitskommandos eingesetzt waren. Im Lager waren deutlich weniger Personen untergebracht, laut Bericht etwa 1000 Männer. Zum Kriegsende sollen etwa 1600 Männer im Lager untergebracht worden sein

Stalag XA, Schleswig
Besuch von Dr. Otto Lehner,
Medizinische Delegation des IKRK.
Quelle: ICRC

Grundsätzlich mussten die Kriegsgefangenen entsprechend den Genfer Konventionen behandelt werden. Kriegsgefangene waren wichtige Arbeitskräfte für Landwirtschaft, private und kommunale Betriebe. Darum waren sie so zu behandeln, dass ihre Leistungsfähigkeit erhalten bleibt.
Dennoch unterlagen die Kriegsgefangenen sehr strengen Regeln. Sie durften zum Beispiel kein deutsches Geld annehmen, sie durften sich über das zur Erfüllung ihrer Arbeit notwendige Maß nicht mit der Bevölkerung unterhalten oder gar Geschenke annehmen.
Dennoch kam es vor, dass Arbeitgeber den in ihrem Betrieb eingesetzten Gefangenen besser behandelte, als es die Vorschriften erlaubten. Das ist den Erinnerungen von Johannes „Opel“ Lorenzen zu entnehmen (Kapitel 5).

Schleswig, Stalag XA,
Kriegsgefangenenlager
Der IKRK-Delegierte Dr. Descoeudres
inspiziert die Schuhe
der Gefangenen.
Quelle: ICRC

Die Versorgung im Schleswiger Lager bewertete die Besuchskommission als gut. Die Gefangenen bekamen drei Mahlzeiten am Tag, konnten mehrmals in der Woche duschen und hatten genügend Kleidung zur Verfügung. Auf einem Sportplatz erfolgten jeden Morgen gymnastische Übungen, am Wochenende durften die Gefangenen Fußball u.a. spielen.
In einer Baracke befand sich eine Bibliothek mit etwa 300 deutschen und französischen Büchern. Es war auch möglich, dass die Gefangenen Bücherwünsche äußerten, diese Bücher konnten sie vom deutschen Bibliotheksvorsteher käuflich erwerben.

Kriegsgefangener im
Stalag XA,
Holzschnitzerei
Quelle: ICRC

Der Monatslohn betrug 18,20 RM für Gefangene, die in der Landwirtschaft eingesetzt wurden, in der Industrie durfte der Lohn maximal 60 % des Lohnes eines deutschen Arbeitnehmer betragen. Wer im Lager arbeitete, erhielt 10 RM monatlich.
Auch Briefe und Karten durften die Gefangenen verschicken, entweder einen Brief oder zwei Karten pro Monat. Zur Kontrolle der Post arbeiteten etwa 90 Zensoren im Stalag.

Wer erkrankte, hatte Anspruch auf eine kostenlose medizinische Versorgung. Eine Krankenbaracke befand sich im Lager. Für größere Eingriffe oder schwere Erkrankungen wurden die Gefangenen in das Reservelazarett II verlegt, das in dem Frauennebenhaus der Anstalt Stadtfeld eingerichtet war und dür ganz Schleswig-Holstein zuständig war. Im Kellergeschoss befand sich auch ein OP-Raum.
Infektionserkrankte wurden in das Resevelazarett III (siehe Anhang) verlegt, das in dem nördlichen und westlichen Areal der Jugendanstalt Hesterberg eingerichtet war. Zum Reservelazarett III gehörte auch die Infektionsbaracke für ausländische Gefangene auf dem Grundstück des Stadtkrankenhauses in der Lutherstraße.



5.Arbeitseinsätze

Die Vermittlung der Gefangenen an die Arbeitgeber erfolgte durch die Arbeitsämter. Die Stalags richteten an den Einsatzorten der Gefangenen externe Arbeitskommandos ein und waren für die Organissation, Überwachung und Verwaltung zuständig. Der Wehrkreis X lag im Bereich der Landesarbeitsämter Nordmark und Niedersachsen.
Dem Stalag X A Schleswig wurde der Bereich des Landesarbeitsamtes Nordmark zugeordnet, zu dessen Bezirk Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg gehörte.

Die Mehrzahl der Kriegsgefangenen wurden im Bereich des Stalags XA in der Landwirtschaft eingesetzt. Lediglich etwa 20% arbeiteten bei kommunalen und privaten Betrieben. Für Schleswig sind die nachfolgenden Arbeitseinsätze dokumentiert. Darüberhinaus sind die Kriegsgefangenen auch an weiteren Stellen eingesetzt worden, die bekannte Dokumentation ist scheinbar nicht vollständig.

So schreibt Hans Martensen, der als Handwerker in der Anstalt Stadtfeld gearbeitet hat, in seinen Erinnerungen:

Im Stalag (dem Gefangenenlager am Hesterberg) holte ich damals täglich vier Kriegsgefangene ab, die anstellig und arbeitsam ihren Dienst taten.

Mein Leben für die Anstalt, Hans Martensen

Diese vier Gefangenen arbeiteten somit in der Anstalt Stadtfeld. Auch für den Bau von Luftschutzstollen und Deckungsgräben wurden Kriegsgefangene eingesetzt, wie aus den LS-Akten hervorgeht.

Abrechnung für Kriegsgefangene,
die für Schanzarbeiten
eingesetzt wurden.

– Städt. Krankenhaus
Ausländerbaracke
Polen, Ost (ab 6/44)
Anzahl: 25

– Bahnhof/ Bahnmeisterei
Kriegsgefangenen-Arbeitskommando
Baracke, Jugoslawen, später Russen und Italiener
Anzahl: 50-80

– Hotel Friedrichsberg
Kriegsgefangenen-Arbeitskommando Kdo.223
Franzosen, Polen, Belgier, Jugoslawen
Anzahl: 100
Arbeit: Industrie, Handwerk, Landwirtschaft
Feste Unterkunft

– Stammlager XA Hesterberg
Franzosen, Belgier, Jugoslawen, Polen, Russen
Anzahl: max 1100 Personen

– Gaswerk
Kriegsgefangenen-Arbeitskommando
Franzosen
Arbeit: Industrie
Anzahl: 8-10
Unterkunft: Baracke

– Gaswerk (Industrie)
Zivilarbeiterlager, Gemeinschaftslager Gaswerk
Polen, Ukrainer
Anzahl: 12
Unterkunft: Baracke

– Stadtwerke Schleswig, Herberge zur Heimat
Personalakten Schleswig
Ost (1943)

– Hornbrunnen 20
Lager Sozialgewerk, im großen Saal des Guttemplerhauses
Polen (12/43)
Anzahl: 21

– Ehemaliges DAF-Lager, Hornbrunnen 20
Zivilarbeiterlager
Polen
Anzahl: ca. 50
Feste Unterkunft

– „Sammelunterkunft der D.A.F. Lollfuß 76“
Zivilarbeiter
Polen u.a.50
Arbeit: Handwerker
Feste Unterkunft

– Elektro-Jessen Gallberg 8
Zivilarbeiterlager
Ukrainer, Polen
Anzahl: 11-16
Arbeit: Industrie
Feste Unterkunft

– Lederfabrik Knecht & Wördemann
Schleswig Zivilarbeiterlager
Polen, Ukrainer
Anzahl: 10-11
Arbeit: Industrie

– Wäscherei „Edelweiss“, Schubystraße 89
Zivilarbeiterlager
Polen, Russen
Anzahl: 4

– Kreisbahn, Königstraße 1
Zivilarbeiterlager
Polen
Feste Unterkunft

– Firma Christiansen, Karpfenteich 12
Gemeinschaftlager
Polen
Anzahl: ca.20
Arbeit: Bauarbeiten
Unterkunft: Baracke

– Tauwerkfabrik Margarethenwall
Zivilarbeiterlager (Industrie)
Polen, Franzosen, Tschecheslowaken, Ostarbeiterinnen
Anzahl: 85-100
Unterkunft: Baracke

– Sägewerk Busdorfer Str. 12
Zivilarbeiterlager
Polen, Ukrainer
Anzahl: 8
Feste Unterkunft

– Kriegsgefangenen-Arbeitskommando Husumer Str. 2
Russen
Anzahl: 30-50
Unterkunft: Baracke

In seiner Chronik „Mein Leben mit dem Automobil“ erinnert sich Johannes „Opel“ Lorenzen, der 1938 seinen Werkstattneubau in der Husumer Straße 2 in Betrieb nahm, an das Arbeitskommando, das in seiner Baracke untergebracht war:

Der Neubau von Johannes Lorenzen
in der Husumer Straße 2 und die Baracke.
April 1945

„Aus unseren Werkstätten wurden natürlich die jungen k.v. Kräfte (Anm.: k.v. – kriegsverwendungsuntauglich) abgezogen und wir bekamen Gefangene als Hilfskräfte. Zuerst hatten wir Franzosen, die im Saal der Friedrichsberger Lichtspiele untergebracht waren.
Nach Beginn des Rußlandfeldzuges wurden uns russische Kriegsgefangene angeboten. Hinzu kam, dass der Kreis ein Kommando russischer Kriegsgefangener als Be- und Entladekolonne für die Bahn übernehmen und betreuen sollte.
Landrat Kolbe verhandelte nun mit mir wegen der Unterbringung und Verpflegung dieser Gefangenen und zwar 25 für den Kreis und 25 für das Kraftfahrzeughandwerk.
Wir einigten uns insofern, daß ich auf meinem Gelände an der Husumer Straße eine Baracke aufstellen und für die Unterbringung und auch für die Verpflegung sorgen sollte. Der Kreis beteiligte sich entsprechend an den Kosten. Hier darf ich sagen, dass alles sehr gut gelaufen ist und die Gefangenen sich bei unserer Betreuung sehr wohl fühlten. Das hing natürlich zum großen Teil vom Benehmen der Wachmannschaften ab. Und da kann ich sagen, dass niemals Rabauken dazwischen waren, sondern die Wachmänner beide Augen zudrückten, wenn die Gefangenen Kartoffeln, Mehl oder sonstige Lebensmittel von ihrer Tagesarbeit mitbrachten und auf dem Herd in der Baracke bruzzelten. Es durfte nicht sein, aber wurde stillschweigend geduldet und hob das Wohlbefinden und die Arbeitslust der Gefangenen.
Wir alle, bei denen Gefangene beschäftigt waren, hatten den Vorteil davon. Die Warmverpflegung bekam ich aus der Sozialküche, die wir im Sudhaus der Brauerei beim Amtsgericht eingerichtet hatten. Soviel ich mich erinnern kann, hatten wir diese Küche von der Kreishandwerkerschaft aus eingerichtet. Die Kaltverpflegung wurde von mir eingekauft, Wurst möglichst vierfach, der Portionen wegen und von den Wachmännern aufgeteilt.
In den letzten Kriegsjahren bekamen wir noch italienische Kriegsgefangene dazu, die aber ohne Aufseher, mehr als Fremdarbeiter bei uns beschäftigt waren und in unserem Frühstücksraum untergebracht wurden. Alle haben gut gearbeitet und fühlten sich den Verhältnissen entsprechend wohl. Nur mit einem Russen, den ich im Betrieb hatte, kam ich nicht aus. Das war ein Aufwiegler, der seine Kameraden aufputschen wollte, weniger zu arbeiten, der auch im Lager Streit anfing und mir und den Wachleuten viel Ärger machte. Ich habe dafür gesorgt, dass er in ein anderes Lager verlegt wurde.
Als der Krieg vorbei war, kamen alle russischen Kriegsgefangenen aus dem Kreis, natürlich auch meine, in die Wilhelminenschule. Und da kam auch mein Aufwiegler wieder und wollte mir zeigen, was eine Harke ist. Der schwärzte mich nun beim russischen Offizier, der dort Lagerkommandant war, an und meinte wohl, er dürfe nun seine Wut an mir auslassen. Das ließen aber meine Gefangenen nicht zu, sondern die verteidigten mich und der Kommandant bat mich sogar, für die Verpflegung der Russen in der Wilhelminenschule zu sorgen, bis sie ihre Gulaschkanone aufgestellt hatten. Das dauerte natürlich einige Tage, so lange haben wir in der Sozialküche für sie gekocht. “

Mein Leben mit dem Automobil, Johannes Lorenzen



6.Die Bewachung

Der Kommandeur der Kriegs-Gefangenen im Wehrkreis X (Hamburg) legte am 1. Februar 1943 fest, dass die Bewachung der Kriegsgefangenen in Schleswig-Holstein durch drei Landesschützen-Bataillone erfolgen sollte: Lds-Bat.682 Kellinghusen (mit je einer Kompanie in Wilster, Pinneberg, Lübeck, Heide, Nortorf, Friedrichstadt), Lds-Bat.661 Bad Oldesloe (mit je einer Kompanie in Lübeck, Oldenburg (H), Lütjenburg, Bad Segeberg, Preetz, Eutin) und Lds-Bat.660 Schleswig (mit je einer Kompanie in Mölln, Schleswig, Hamburg-Veddel, Bredstedt).

Als Landesschützen wurden mehrere Infanterieeinheiten des Heeres der Wehrmacht bezeichnet, die hauptsächlich aus Wehrpflichtigen der Landwehr und des Landsturms bestanden. Oftmals nahmen sie innerhalb ihres Wehrkreises Bewachungs- und Sicherungsaufgaben wahr.

Das Landesschützen-Bataillon X/X wurde bei der Mobilmachung am 26. August 1939 im Munsterlager, im Wehrkreis X, aufgestellt. Am 1. April 1940 wurde das Bataillon im Munsterlager in Landesschützen-Bataillon 660 umbenannt. Ab 1941 war das Bataillon in Schleswig, im Wehrkreis X, eingesetzt. Dort wurde das Bataillon dem Kommandeur der Kriegsgefangenen X unterstellt.

Der Stab des Lds.-Btl.660 war im Haus Hesterberg 33 untergebracht. Für die Unterbringung der Soldaten wurden Zimmer, meistens in Hotels und Gaststätten, von der Militäverwaltung beschlagnahmt. Besonderst hart traf es den Gastwirt Thomas Hansen, der am Gallberg 12 das „Landwirtschaftliche Haus“ betrieb. Nachdem bereits 1940 ein Teil seiner Gaststätte vom Militär zur Unterbringung von 50 Soldaten der Lw-Baukompanie 27/XI beschlagnahmt wurde, erfolgte mit der Verfügung vom 19. November 1942 eine erneute Beschlagnahmung:

„Auf Grund des Reichsleistungsgesetzes wird um Beschlagnahme des Hotels „Landwirtschaftliches Haus“, Gallberg, für Unterbringung der 3.Kompanie Landesschützenbataillon 660, gebeten. Benötigt werden folgende Räume:

EG – Saal mit Bühne, großer Gastraum, Küche mit Nebenraum
1.OG – 5 Zimmer, 1 Badezimmer, 1 Bodenraum, Toiletten, Vorplatz
2.OG – 3 Zimmer
Hof – 2 Pferdeställe, 1 Garage

Da Hotel- und Restaurantbetrieb gänzlich geschlossen werden müssen, wird von hier aus die Genehmigung der Wehrkreisverwaltung X.A.K. (10.Armee-Korps) eingeholt. Zeitraum der Inanspruchnahme: ab sofort bis auf weiteres.“

GA SLFL 17-1253


Die Soldaten der 3.Kompanie des Landesschützenbataillons 660 wurden zur Bewachung der Gefangenen des Kriegsgefangenenstammlagers XA (Stalag XA) auf dem Hesterberg eingesetzt.

Galerie Landesschützenbataillon 660

Diese Bilder stammen aus dem Album eines Soldaten, der dem Stab des Lds. Btl. 660 angehörte. Sie sind in dem Zeitraum von Mitte 1941 bis Mitte 1943 entstanden.



7.Kriegsende

Detaillierte und gesicherte Informationen über die sich überschlagenden Ereignisse bei Kriegsende und in den ersten Tagen nach Kriegsende finden sich nicht nur bei Ernst Petersen, sondern auch bei Alex Herz in seiner Übersetzung der tagebuchartigen Schilderungen des RAF-Vorkommandos, das im Hotel Stadt Hamburg sein Hauptquartier hatte. Diese Schilderungen umfassen den Zeitraum vom 5. bis 10. Mai 1945. In seinem Vorwort fasst Alex Herz die Zustände in der Stadt bei Kriegsende zusammen:

Völlig unerwartet werden die britischen Soldaten jedoch vom ersten Tag an mit vielen äußerst schwierigen anderen Problemen konfrontiert. Dinge, die eigentlich Aufgabe einer intakten Militärregierung gewesen wären. Eine solche gab es jedoch erst Wochen später.
Was in diesen Tagen in einem Meer von Zusammenbruch und Chaos von wenigen Soldaten des RAF-Regiment geleistet wurde, ist mit heutigen Maßstäben kaum noch nachvollziehbar.

Alex Herz, Schleswig Stunde Null

Bereits am 6. Mai 1945 erreichte das RAF-Vorkommando Schleswig und richtete sein Hauptquartier im Hotel Stadt Hamburg ein. Am Morgen des nächsten Tages ging die Mitteilung ein, dass sich die Hauptstelle des Stalag XA „irgendwo in Schleswig“ befand. Im Lager sollen hauptsächlich westeuropäische Gefangene sein, Russen und Polen wären in anderen Außenlagern interniert. Ein britischer Flight Lieutenant wäre der Lagerälteste und so versuchte das Vorkommando, ihm eine Nachricht zukommen zu lassen.
Die Nachricht von den eingetroffenen Briten verbreitete sich schnell in Schleswig. Deutsche Soldaten wurden entwaffnet. Damit konnten die Fremdarbeiter in der Stadt, die auf etwa 5000 Personen beziffert wird, nicht mehr zur Arbeit gezwungen werden. Private wie kommunale Betriebe, in denen Fremdarbeiter eingesetzt wurden, waren nun handlungsunfähig.

Es stellte sich nun heraus, das auf den Wagen des Flight-Lieutnants geschossen wurde. Daraufhin kehrte er nicht ins Stalag zurückk, sondern suchte Zuflucht auf dem relativ sicheren Flugplatz Schleswig-Land (Jagel).

Eine Delegation des Vorkommandos suchte nun das Stalag auf dem Hesterberg auf, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Eine Anzahl von RAF-Angehörigen und andere britische Gefangene waren dort untergebracht. Es wurden Vorbereitungen getroffen, sie in britisch besetzte Gebiete auszufliegen.

8. Mai 1945

Im allgemeinen Durcheinander des 7. Mai hatte niemand Zeit gehabt, sich um die Bedürfnisse der allierten Kriegsgefangenen im Stalag XA und seinen Nebenlagern zu kümmern.

Bei dem heutigen Besuch des Lagers standen immer noch entwaffnete deutsche Soldaten auf Wache am Lagertor. Die POWs (Prisoner of War, Kriegsgefangene) hatten jedoch jederzeit völlig ungehinderten Aus- und Zugang.
Die Insassen waren hauptsächlich Franzosen und Polen. Jede Nationalität hatte ihren eigenen Vorgesetzten, entweder einen Offizier oder einen kommissarisch eingesetzten Vetreter. Besonders beeindruckt waren wir von dem dienstältesten polnischen Offizier, der mindestens 60 Jahre alt sein mußte und der sich als sehr korrekter und würdevoller Offizier mit guten Englischkenntnissen entpuppte.
Die Lagerdisziplin war ohne Zweifel sehr gut, obwohl es kleine Reibereien zwischen den Franzosen und den Polen gab.

Die Deutschen hatten seit einigen Tagen damit aufgehört, das Lager mit Lebensmitteln zu versorgen. Ein findiger Ex-POW-Offizier war jedoch irgendwo in Schleswig auf ein Lager von ungefähr 250 Tonnen Rotkreuz-Paketen gestoßen, die noch nicht an die Gefangenen ausgeliefert waren.
Dieser Vorrat war, mit Ausnahme der für die Zivlbevölkerung in Schleswig vefügbaren Versorgung, die einzige Lebensmittelquelle des Bereiches und folglich von unschätzbarem Wert. Die europäischen Gefangenen des Lagers wurden von nun ab fast ausschließlich vom Inhalt dieser Pakete versorgt.
Sie schienen im übrigen in relativ guter Verfassung zu sein. Nur vier oder fünf der britischen POWs mußten möglichst bald aus Krankheitsgründen evakuiert werden und etwa 25 der französischen und polnischen Gefangenen befanden sich in einem Zustand des mehr oder weniger starken körperlichen Verfalls. Da die Lage nun stabilisiert schien und die Disziplin weiter gut war, erforderte das Stalag XA vorläfig keine weiteren Maßnahmen.

Am Abend dieses Tages kamen drei französische Offiziere einer speziellen Abteilung für Kriegsgefangene aus dem SHAEF-Hauptquartier unangemeldet in der Stadt an und stellten sich bereit, alles Aufgaben in Verbindung mit dem Stalag XA zu übernehmen. Sie erwiesen sich dann auch als kompetente Fachleute, die wußten, was zu tun war und waren in den folgenden Tagen der RAF eine große Hilfe.

Alex Herz, Schleswig Stunde Null


Bereits am 8. Mai kam es zu Plünderungen in der Stadt durch die Fremdarbeiter. Das berichteten der Bürgermeister und der Standortälteste des deutschen Heeres dem britischen Haputquartier. Da die Deutschen von den britischen Soldaten entwaffnet waren, konnten kein Deutscher sein Hab und Gut verteidigen. Es wurde ein Fall von einem aufgebrochenen Kaufmansladen bekannt, zudem sollen ein paar Russen zwei Kühe geschlachtet und gegessen haben.
Die RAF sah sich jedoch nicht Zuständig dafür, die deutsche Zivilbevölkerung zu schützen. Das wäre Aufgabe der zivilen und militärischen Behörden. Zudem läge es in der Verantwortung des Bürgermeisters, die Bevölkerung davor zu warnen, auf die Straße zu gehen.

8.Mai 1945
Die Straßen der Stadt sind von Einheimischen, Flüchtlingen und Ausländern stark belebt. Unsere Soldaten haben die Waffen ablegen müssen. Große Waffenhaufen türmen sich im Schloßhof auf. Die entlassenen Kriegsgefangenen machen sich in den Straßen breit. Einzelne Auschreitungen werden gemeldet. Die Zahl der englischen Soldaten wird immer größer.

Ernst Petersen, Kriegschronik 1939-1948


Auch Johannes „Opel“ Lorenzen hat seine Erinnerungen über die Ereignisse zur Stunde Null in Schleswig festgehalten:

Ich muß aber noch eine Sache erwähnen. An einem Vormittag, kurz nach Kriegsschluß, marschierten alle Gefangenen mit Fahnen und Gewehr durch die Stadt und es hieß, die Gefangenen hätten Freiheit zum Requirieren. Also, es wären Schleswigs Einwohner Freiwild und Eigentumsrechte aufgehoben.
Da habe ich für mein Leben und unser Haus und Gut nichts mehr gegeben. Ich machte schnell meinen Holzgas-Wagen mit Hänger klar, verfrachtete das Wertvollste und Nötigste auf den Hänger, Frau und Kinder in den Wagen (unser guter Hausgeist Grete war bei ihren Eltern in Süderlügum) und startete nach Poppenbüll.
Um nicht bei meinen Gefangenen in der Husumerstraße vorbeizufahren, wollte ich an der Waldmühle vorbei durch den Wald fahren. Die kleine Steigung am Eingang des Waldes konnte unser Holzkocher wegen der großen Belastung aber nicht schaffen. Wir also zurück und an Paulihof vorbei ging es dann auf Neben- und Feldwegen nach Poppenbüll.

Ich fuhr gegen Abend wieder zurück, um im Hause zu sein, wenn es losgehen würde. Es kamen dann auch zwei meiner Gefangenen und wollte Schnaps von mit haben. Mein Äußerung, dass ich nichts hätte, glaubten sie nicht und ich mußte vorweg und die beiden mit der Maschinenpistole hinterher in den Keller, wo wirklich nichts zu finden war.
Aber das Gefühl, die Pistolen im Nacken zu haben, war nicht angenehm. Aus der Plünderung durch die Gefangenen wurde aber nichst. Gott sein Dank.

Mein Leben mit dem Automobil, Johannes Lorenzen


Im weiteren Verlauf des 8. Mai begannen die Briten damit, den Abtransport der 20 ernsthafter erkrankten europäischen Gefangenen aus dem Stalag XA zu organisieren. Verantwortlich für diese Evakuierung war der leitende Sanitätsoffizier der 83. Group. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte der Abtransport durchgeführt werden.



Auch aus der Kriegschronik des Stadthistorikers Ernst Petersen erhält der Leser einen Eindruck, was kurz nach Kriegsende in Schleswig passierte. Petersen hielt fest:


14. Mai 1945
Die Moltkekasernen mußten für die Besatzungstruppen geräumt werden. Die dort in den Kellern noch lagernden Kohlenvorräte wurden ausgeleert (geplündert). Hunderte kommen mit Eimern, Säcken, Körben und Blockwagen, um etwas zu erobern. Kinder laufen mit Blasinstrumenten, Autoreifen, Gasmasken, Stahlhelmen usw. umher. Deutsches Heeresgut ist auf einmal herrenlos. Ein trauriges Bild !
Der Durchgangsverkehr nach dem Norden ist noch immer groß. Schleswig gleicht einer internationalen Stadt, in der sich viele Völker Europas ein Stelldichein geben.

20. Mai 1945
Die Kasernen in der Moltkestraße sind von russischen Soldaten (früheren Kriegsgefangenen) bezogen worden. Auf dem Hauptgebäude weht die rote Sowjetflagge mit Hammer und Sichel. Der Heimtransport der Russen soll allmählich erfolgen.

3. Juni 1945
Das Restaurant „Hohenzollern“ wird von den Russen beschlagnahmt. Selbst die Wohnungen in dem oberen Stockwerken mußten sofort geräumt werden. (Der Hotelbesitzer Lüth hat sich das Leben genommen).

1. Juli 1945
Die meisten früheren Kriegsgefangenen, insbesondere Russen, haben Schleswig verlassen. Polen sowie einige Serben, Rumänen und Italiener sind noch zurückgeblieben.

15. Mai 1946
Etwa 2ooo polnische Soldaten (frühere Kriegsgefangene) sind in Schloß Gottorf einquartiert worden.

1. August 1946
Die in Schloß Gottorf untergebrachten Polen haben die Stadt wieder verlassen.



8.Das Schicksal der Russen

In einigen Außenlagern, die zum Stalag XA gehörten, wurden die russischen Kriegsgefangenen unter meschenverachtenden Bedigungen interniert. Aus den Protokollen des Vorkommandos der RAF vom 9. Mai 1945:

Während des Vormittags berichtete ein russischer Kriegsgefangener, dass in einem kleinen Lager in der Nähe von Schleswig zahlreiche kranke Gefangene seien. Er sagte, viele lägen vor Hunger und Krankheit im Sterben. Der Air Commodore fuhr sofort hinaus und fand zwei Baracken vor, jede 70 mal 20 Fuß (Anm.: ca. 21 * 6m) groß. Beide waren mit einem hohen Stacheldrahtzaun umgeben.

In der einen Baracke waren etwa 100 Russen einer Arbeitseinheit, alle einigermaßen bei Kräften, relativ moderat untergebracht. Wobei sich der Komfort jedoch auf Reihen dreistöckiger Schlafgelegenheiten und eine dreckige, völlig unzureichende Küche beschränkte.

In der anderen Hütte lagen 73 Kranke unter der Obhut eines jungen russischen Arztes, dessen medizische Vorräte man für fünf Schilling hätte kaufen können und die bequem in den Erste-Hilfe-Kasten einer durchschnittlichen Kleinfamilie gepasst hätten.
Die Schwerstkranken lagen in der einen Hälfte der Baracke, in drei Reihen auf nackten Brettern. Drei oder vier hatten ein Stück Sackleinen, das ihnen als Matraze diente. Alle lagen dort in ihrer täglichen Arbeitskleidung und machten einen erbärmlichen Eindruck. Die ganze Baracke war feucht und verdreckt und der Doktor berichtet, die Kranken hätten seit Tagen nichts, oder fast nichts zu essen bekommen. Die meisten litten an Hungerödemen, Lungenentzündung, Tuberkulose und anderen Krankheiten, hervorgerufen durch Entbehrungen.

Der Gestank in der Hütte war unerträglich. Der Arzt berichtete weiter, dass erst vor wenigen Tagen eine Kaltwasserleitung in den sogenannten Krankenbau gelegt worden war. Vorher hatte man das Wasser zum Trinken und Waschen von außerhalb holen müssen. Er verfügte auch über fünf kleine Zinkwannen, die nicht nur den Bedürfnissen der Kranken dienten, sondern auch zu Waschen für das ganze Lager da waren.
Viele der Gefangenen hatten eine gespenstisch gelbe Haut und geschwollene Beine un Arme aufgrund einer von Unterernährung herrührenden Krankheit. Etliche waren am Verhungern und ihre Haut hatte sich straff um ihre Knochen gelegt, andere litten an Anämie und sahen aus, als ob sie überhaupt kein Blut mehr in sich hätten.

Der Air Commodore und ein Dolmetscher begaben sich sofort zur Leitung des Stalag XA. Der (deutsche) Kommandant war nicht aufzufinden, aber nach einiger Zeit tauchte sein Stellvertreter auf. Ihm wurde befohlen, die Russen sofort in ein deutsches Krankenhaus zu bringen und ihnen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Das ganze müsse innerhalb von 48 Stunden erledigt werden. Danach solle der Stalag-Kommandant dem Air Commodore den Vollzug melden und ihm erklären, warum er die Bestimmungen der Genfer Konventionen so flagrant verletzt habe.

Alex Herz, Schleswig Stunde Null

Ähnlich schlecht waren die Russen in der alten Ziegelei in Borgwedel untergebracht. Bei Ankunft der britischen Soldaten am 10. Mai 1945 trugen die deutschen Wachsoldaten noch ihre Waffen, aber die Gefangenen konnten das Lager unbehelligt verlassen. Sie waren in einem alten Ziegeleischuppen ohne Wände untergeracht und arbeiteten in der Landwirtschaft.

Auch Johannes Lorenzen erinnerte sich an den erbärmlichen Zustand der Russen, die zum Kriegsende in seiner Baracke in der Husumer Straße 2 eintrafen:

„Mit dem Kriegsende begann das traurigste Kapitel für mich als Barackenbesitzer. Aus verschiedenen Gefangenenlagern kamen die Todeskandidaten in meine Baracke. Bis zum Skelett abgemagert und krank kamen sie an und nur wenige sind nach Hause gekommen. Die meisten von ihnen liegen auf dem Militärfriedhof an der Husumer Straße, schräg gegenüber von unserem Betrieb. Noch heute gehe ich manchmal über den jetzt neu angelegten Friedhof und denke beim Lesen der russischen Namen an die armen Geschöpfe, die damals meine Baracke beherbergte.

Mein Leben mit dem Automobil, Johannes Lorenzen


Galerie Russen in Jagel

Diese Bilder stammen vom Stab des Landesschützenbataillon 660 und dokumentieren den Besuch der Soldaten in einem Lager in Jagel.





Anhang

A.Resevelazarett III

Das vorläufige Ende der Landesanstalt Hesterberg stellte sich mit der Einrichtung des Reservelazaretts III Anfang 1942 auf dem verbliebenen Anstalts-Areal ein.

„Am 23. Februar war der ganze Bestand des Landesjugendheimes mit 343 Köpfen und der des Pflegeheims mit 254 Köpfen nach der Landesheilanstalt Stadtfeld übergesiedelt. Waschanstalt, Küche, Schlosserei mit Machinen- und Kesselhaus, Tischlerei, Mauererwerkstatt mit dem dazugehörigen Personal hatte die Militärverwaltung mit übernommen, ferner einen großen Teil des Garten- und Gemüselandes. Die Dienstwohnungen blieben von der Beschlagnahmungbefreit, ebenso die Gärtnerei, die auf die Anstalt Stadtfeld überging. Das nicht zum Landesjugendheim gehörige Personal musste gleichfalls die Landesheilanstalt Stadtfeld übernehmen. Dem Landesoberinspektor Saul fiel die Aufgabe zu, die Anstaltseinrichtungen und alles sonstige Provinzialeigentum dem Reservelazarett III zu übergeben, die berechnungsmäßige Überleitung an die Landesheilanstalt Stadtfeld zu veranlassen und die sonstigen Abschlußarbeiten verantwortlich auszuführen.
Das Landesjugendheim siedelte nach der sogenannten Nebenanstalt am Neufelderweg über, richtete büromäßig eine eigene Verwaltung ein, jedoch nur für kurze Zeit, da es im Laufe einiger Monate in kleinerer Heime (Selent, Oldesloe, Friedrichsfeld) aufgestellt wurde.
Nur das Mütter- und Säuglingsheim mit Kinderstation auf dem Paulihof und das Landwirtschaftliche Burschenumschulungsheim Ziegelei blieben „Landesjugendheim“ unter einer neueingerichteten Verwaltung an dem früheren Direktorenhaus in der Adolf-Hitler-Straße (Anm. heute: Flensburger Straße) bestehen. Das Landespflegeheim dagegen bildete einen Bestandteil der Landesheilanstalt Stadtfeld.“

Denkschrift über die Landesanstalt, Lehnert

Durch eingeschränkte Hygiene, Unterernährung und die begrenzte medizinische Versogung im Lager traten bei den Gefangenen vermehrt Infektionskrankheiten wie offene Tuberkulose, Magen- und Darminfektionen sowie auch Fleckfieber auf.
Darum wurde aus der Infektionsstation des Stadtkrankehauses, die sich in der Lollfußer Mädchenschule befand, das Reservelazarett III, für das ab 1942 das verbliebene Gelände der Anstalt Hesterberg beschlagnahmt wurde.
Die Lage in der Infektionsabteilung blieb angespannt, es fehlten Betten. Die Situation spitze sich mit dem Ausbruch einer Paratyphus- und Fleckfieberepidemie in Schleswig-Holstein 1942 zu.

Leitender Arzt der Resevelazarette II (Stadtfeld) und III (Hesterberg) wurde 1940 als Stabs-, bzw. Oberstabsarzt der Frauenarzt Dr. Abrahamsen.
Für die infektiösen Fremdarbeiter errichtete das Arbeitsamt im Oktober 1942 eine Holzbaracke mit 30 Plätzen nördlich des Stadtkrankenhauses. Sie sollte zur Behandlung von haputsächlich russischen Fremdarbeitern genutzt werden. Nach Fertigstellung ging sie in den Besitz des Stadtkrankenhauses über. Die Baracke konnte erst im Januar 1943 bezogen werden, da sich der Innenausbau solange hinzog. Bis dahin waren die Fremdarbeiter in einer Baracke des Roten Kreuzes untergebracht.

Galerie Reservelazarett III


B. Das Stalag-Gelände in der Gegenwart

Heute deutet nichts mehr auf die einstige Existenz des Stalag XA auf dem Hesterberger Geländer der Kinder- und Jugendpsychiatrie hin. Die Baracken sind bereits kurz nach Kriegsende demontiert worden, Hinweisschilder oder ein Mahnmal zur Erinnerung an das Kriegsgefangenenlager fehlen gänzlich auf dem Gelände.

Von den alten Bestandsgebäuden sind derzeit noch die Schule, in der die Kommandantur des Lagers untergebracht war, sowie der Krankenhausbau Haus H, das als Unterkunft für Kriegsgefangene diente, erhalten.

Die ebenfalls für das Stalag XA verwendeten Häuser F und G sind in den vergangenen Jahren abgebrochen worden. Auf dem Grund von Haus F steht heute der Neubau der Zentralklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Einige Relikte des Stalags kamen während der Tiefbauarbeiten für den Neubau des Famila-Marktes in der Friedrich-Ebert-Straße im Sommer 2013 ans Tageslicht. Der Parkplatz des Marktes befindet sich an der Stelle der Kriegsgefangenen-Baracken, die nach dem Lageplan von 1942 die Nummern 20 bis 25 trugen. Hier beförderten die Bagger zahlreiche Glasflaschen, Metallstücke wie Gürtelschnallen und Kleidungsreste ans Tageslicht.

Galerie ehemaliges Stalag XA-Gelände



C. Mahnmal und Friedhof

Das Mahnmal befindet sich im Rosengarten an der Fehrstraße, nördlich des Ehrenmals für die Opfer des 2. Weltkrieges. Schüler der Dannewerk-Realschule erhielten von der Stadt 2007 den Auftrag, ein Mahnmal zu erschaffen. Im Rahmen des Kunst-Wahlpflichtkurses entstanden 40 Modelle. Der Entwurf von Melanie und Annika Ahrens gewann diesen Wettbewerb.
Die Bronzeskulptur fertigte die Bildgießerei „Wittkamp“ in Ratzeburg an. Da die Kosten höher ausfielen, als die Zuwendungen der Stadt, konnte das Mahnmal nur mit Hilfe privater Sponsoren fertiggestellt werden.


Mahnmal für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter

Das Mahnmal erinnert an die vielen hundert ausländischen Arbeitskräfte und Kriegsgefangenen, die sich während des vom nationalsozialistischen Detschland entfesselten Zweiten Weltkrieges (1939-1945) in der Stadt Schleswig aufgehalten haben.

Die meisten dieser Menschen kamen nicht freiwillig. Als Zivil-, Fremd- und Ostarbeiter oder Militärinternierte lebten sie isoliert von der einheimischen Bevölkerung in Lagern und Massenunterkünften. Sie arbeiteten überwiegend unter Zwang, ohne jeglichen Rechtsanspruch und wurden je nach Qualifikation bzw. „Volkstumzugehörigkeit“ vor allem in der Landwirtschaft, in der Rüstungsindustrie, aber auch im Handwerk eingesetzt. Schon bei geringsten Verstößen mussten sie um ihr Leben fürchten.

Von den schätzungsweise 225.000 auf ganz Schleswig-Holstein verteilten Männern und Frauen sind für die Stadt Schleswig 834 Namen bekannt. Vermutlich aber waren es mehr. Die Menschen kamen aus Polen, der Sowjetunion (Ostarbeiter) und weiteren europäischen Ländern, aus Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden. Sie arbeiteten für Schleswiger Unternehmen, in öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten.

In einem abgetrennten Bereich des nahe gelegenen „Hesterbergs“, seinerzeit „Landesaufnahme- und Erziehungsheim für Geistesschwache“ und heute Teil der „HELIOS Kliniken“, befand sich seit Mitte 1940 das Kriegsgefangenen-Stammlager XA (STALAG). Es war zuständig für Schleswig-Holstein und Hamburg und bestand aus einer Vielzahl unterschiedlich großer, im Lande verteilter Lager und Kommandos. Von den 18 im Stadtgebiet nachgewiesenen Ausländerlagern waren fünf für Kriegsgefangene bestimmt.

Das Mahnmal haben Schülerinnen und Schüler der Dannewerk-Realschule in Schleswig entworfen. Die Kugel in den Händen des trauernden Mädchens verweist auf diejenigen Menschen, deren Anwesenheit oder Herkunft in keiner Akte oder Statistik überliefert ist. Die auf dem Boden ruhenden Kugekn symbolisieren die namentlich in Schleswig-Holstein festgestellten Nationen.

Die Stadt Schleswig und weitere Sponsoren haben die Umsetzung des zum Volkstrauertag 2007 eingeweihten Mahnmals finanziell unterstützt.

Hinweisschild Mahnmal


Galerie Mahnmal



Auf dem neuen Militärfriedhof von 1876 an der Husumer Straße sind, wie Johannes Lorenzen in seinen Erinnerungen bereits erwähnte, einige der russischen Kriegsgefangenen begraben.

Nach Ende des deutsch-dän. Krieges von 1864 wurde die Stadt Schleswig – zentral gelegen in der zukünftigen preußischen Provinz Schleswig – Holstein – mit Aufstellung des Husaren-Regiments Nr.16 und des Infanterie-Regimentes Nr.84 zu einem großen Garnisonstandort.

In dem Zusammenhang entstand – obwohl der Garnisonfriedhof an der nahegelegenen Flensburger Straße noch nicht voll belegt war – diese neue Anlage.

Heute liegen hier in 607 Gräbern deutsche Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges, die in hiesigen Lazaretten verstorben sind, sowie Kriegsgefangene/Zwangsarbeiter aus Jugoslawien, Lettland, Polen und Russland begraben. Für die hier beigesetzten Toten gilt ein ewiges Ruherecht.

Die ursprünglich auch bestatteten Engländer, Franzosen und Amerikaner wurden nach dem 2. Weltkrieg auf andere Sammelfriedhöfe – z.B. in Kiel – umgebettet oder in ihre Heimat überführt.

Die Grabanlagen befinden sich in sieben gekennzeichneten Blöcken rechts und links des Hauptweges. Eine Gräberliste kann bei der Friedhofsverwaltung des gegenüber liegenden Michaelisfriedhofs eingesehen werden.

Die Grabsteine rechts vom Haupteingang sind Teil des früheren sogenannten „Beamtenfriedhofs“.

Nach Übernahme durch die Stadt Schleswig erfolgte von 2016 bis 2018 eine Grundinstandsetzung durch die Schleswiger Stadtwerke, denen seitdem auch der laufende Unterhalt und die Pflege obliegen.

Hinweisschild am Friedhofseingang


Galerie neuer Militärfriedhof





D. Anmerkung

Auf viele Kinder- und Jugendliche, die aufgrund der Beschlagnahmung der Hesterberger Anstalt zur Einrichtung des Stalag XA und des Reservelazaretts III in die Anstalt Stadtfeld umgesiedelt wurden, wartete ein schreckliches Schicksal. In der dortigen, extra eingerichteten „Kinderfachabteilung“ fanden viele Kinder- und Jugendliche den Tod, bzw. wurden im Rahmen der T4-Transporte in Vernichtungslager gebracht.

Dieser Artikel beschäftigt sich jedoch hauptsächlich mit dem Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager XA, darum sei das Schicksal dieser Kinder hier nur kurz erwähnt.



E. Quellen

Denkschrift über die Landesanstalt für Jugendliche in Schleswig 1852-1942, Lehnert

Mein Leben mit dem Automobil, Johannes Lorenzen

Weiter ist uns nichts geschehen hier in Schleswig: Chroniken und Verwaltungsberichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs, Dr. Matthias Schartl

Verschleppt zur Sklavenarbeit. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein, Rolf Schwarz, Gerhard Hoch

Kriegschronik der Stadt Schleswig 1939-1948, Ernst Petersen

Lager, Ausländerunterkünfte und Kriegsgefangenenkommandos in Schleswig-Holstein 1939-1945, Nils Köhler / Sebastian Lehmann

„Fremdarbeiter“oder Zwangsarbeiter? Dänen in Schleswig-Holstein1940-1945, Nils Köhler

Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941-1945, Rolf Keller und Silke Petry

Wehrmacht, Gestapo und sojetische Kriegsgefangene im deutschen Reichsgebiet 1941/42, Reinhard Otto

Schleswig-Stunde Null, Die ersten fünf Tage danach, Alex Herz (Übersetzung und Redaktion)

www.lexikon-der-wehrmacht.de

www.zwangsarbeiter-s-h.de/

www.icrc.org

GA SLFL 17-1253

GA SLFL 17-1201

GA SLFL 17-710

SN 19.11.2007

Fotos: Wenn keine anderen Quellen angegeben sind, stammen die Fotos aus meinem Bildarchiv.

Dezember 2019