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Auf dieser Seite wird ein kleiner Einblick in die Anfangsjahre der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Hesterberg gegeben. Schwerpunkt ist die Darstellung der baulichen Entwicklung dieser Anstalt, soweit die recherchierten Quellen darüber Auskunft geben.Hinweise : Die Angaben auf diese Seit sind mit größter Sorgfalt zusammengestellt worden, allerdings kann die Richtigkeit sowie die Vollständigkeit nicht gewährleistet werden.
Die Seite wird von mir fortlaufend ergänzt und erweitert.

Gliederung

1. Die Anstalt des Dr.C.F.Hansen in Schleswig (1852-61)
2. Die Anstalt in Sonderburg (1862-70)
3. Hesterberg Schleswig wird neuer Standort (1872)
4. Die Provinzial-Anstalten (ab 1875)
5. Der Ausbau der Anstalt 1872-1912
6. Das 60-jährige Jubiläum und die Anstaltsschule
7. Das Reservelazarett 1914-1920
8. Der Aufbau der Landwirtschaft

A. Die Direktoren
B. Die verschiedenen Anstaltsnamen

 

1. Die Anstalt des Dr.C.F.Hansen in Schleswig (1852-61)

Ursprünglich hervorgegangen ist das Klinikum Hesterberg aus einer kleinen Privatanstalt des Dr.Christian Ferdinand Hansen. Dr.C.F.Hansen gründete 1852 eine eine „Heil- und Pflegeanstalt für böd- und schwachsinnige Kinder“. Die bereits im Jahr 1820 gegründete „Irrenanstalt bei Schleswig“, Stadtfeld“, war nur für die Behandlung Erwachsener vorgesehen.

Standort der Pflegeanstalt für Kinder sollte 1852 auf dem Gut Schnaap bei Eckernförde sein. Unglücklicherweise brannte das Gut ab, bevor Dr.Hansen es mit den Pfleglingen beziehen konnte. Hansen erlitt durch den Brand eine starken finanziellen Verlust, da er das Projekt mit privaten Mitteln finanziert hatte.

Hansen bezog mit seinen ersten 11 Patienten am 01.Oktober 1852 ein Haus am Kleinberg im Stadtteil Friedrichsberg. Bereits am 01.April 1853 zog Dr.Hansen mit seinen Pfleglingen in das Unterhaus und den rechten Flügel des Prinzenpalais um. Es gab bessere sanitäre Einrichtungen, zudem brachte ein Badekarren die Kinder an die Schlei, da der Arzt davon ausging, dass das Baden zur Gesundung der Kinder beitragen würde. Im Oktober 1854 waren 15 Kinder im Prinzenpalais untergebracht. Das Personal bestand aus Dr.Hansen als Vorsteher der Anstalt, seiner Frau, einem Lehrer sowie zwei Wärtern. Probleme bereitete Dr.Hansen die schlechte Finanzlage seiner Anstalt. Er beantragte 1854 bei dem Königlichen Ministerium für das Herzogtum Schleswig in Kopenhagen finanzielle Unterstützung, die auch gewährt wurde. Gleichzeitig gab das Ministerium am 06.September 1854 einer Erlaß heraus, nachdem die Kommunen die Kosten für die Unterbringung „schwachsinniger oder idiotischer“ Kinder in der „Heil- und Erziehungsanstalt“ des Dr.Hansen zu übernehmen hatten, wenn die Eltern mittellos waren.
Als Gegenleistung dieser Finanzhilfe wurde die Anstalt unter die Aufsicht des Königlichen Medizinalinspektorats für das Herzogtum Schleswig unterstellt.

In den kommenden Jahren blieb die finanzielle Situation der Anstalt weiterhin angespannt, das Ministerium stellte für die Zahlungen die Bedingung, dass die Anstalt in Ostsee-Nähe umziehen sollte, da das Medizinalinspektorat von einer heilenden Wirkung der Seebäder ausging. Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen stand Dr.Hansen den Seebädern mittlerweile kritisch gegenüber.

Im Oktober 1857 waren bereits 37 Kinder in der „Heil- und Erziehungsanstalt“ des Dr.Hansen untergebracht. Da es noch keine Einigung über einen neuen Standort gab, zog die Anstalt in den ehemaligen Günderothschen Hof schräg gegenüber dem Prinzenpalais um. Das Medizinalinspektorat hatte kurze Zeit später entschieden, die Anstalt nach Sonderburg zu verlegen, im Oktober 1861 stand fest, das der Umzug nach Sonderburg 1862 stattfinden sollte.

 

2. Die Anstalt in Sonderburg (1862-70)

Am 23.April 1861 starb Dr.Christian Ferdinand Hansen in Schleswig, seine Frau übernahm die Anstaltsleitung. Unterstützt wurde sie von dem Lehrer Friedrich Ludwig Stender, der seit September 1860 in der Anstalt tätig war und das volle Vertrauen des Dr.Hansen besaß. Im Oktober 1861 erwarb Stender die Anstalt käuflich und wurde damit offiziell Vorsteher der Anstalt. Damit wurde die Anstalt nicht mehr von einem Mediziner, sondern von einem Pädagogen geführt. Zu diesem Zeitpunkt waren im Günderothschen Hof etwa 50 Pfleglinge untergebracht.

Der Umzug nach Sonderburg fand am 03.August 1862 mit 40 Pfleglingen statt, die Anstalt erhielt den Namen „Heilanstalt für schwachsinnige Kinder“. Das Personal bestand aus dem Vorsteher Friedrich Ludwig Stender, der Witwe Hansen, einem Lehrer, einer Wärterin und einem ihr assistierenden jüngeren Mädchen sowie aus einem Wärter. Die lokale Aufsicht über die Anstalt hatte ein Arzt, der gleichzeitig der Physikus in Sonderburg war.

 

 

Friedrich Ludwig Stender 1826-1902
 
Für große Turbulenzen sorgte das Kriegsjahr 1864. Während Dänemark gegen Preußen und Österreich kämpfte, wurden die Gebäude der Anstalt vom Militär beansprucht. Stender mußte mit den Pfleglingen und dem Personal vorrübergehend die Anstalt verlassen und fand in einem Dorf Unterkunft. Die Soldaten hatten das Inventar der Anstalt größtenteils zerstört, sodass nach Stenders Rückkehr die Gebäude zunächst instandgesetzt werden mußten. Ende 1864 konnte der Anststaltsbetrieb wieder aufgenommen werden. Durch die Niederlage der Dänen gegen die preußischen und österreichischen Truppen gehörten Schleswig und Holstein nicht mehr zum dänischen Gesamtstaat. Im Jahr 1866 kam es zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Preußen (Verwalter vom Herzogtum Schleswig und Sonderburg) und Österreich (Verwalter von Holstein). Österreich verlor den Konflikt und Schleswig-Holstein wurde am 12.Januar 1867 durch das „Besitzergreifungspatent“ König Wilhelm I. zur preußischen Provinz erklärt.

Die „Heilanstalt für schwachsinnige Kinder“ blieb von diesen politischen Ereignissen unberührt, der preußische Staat hatte die Aufgaben von dem dänischen Staat übernommen. Mit dem Ausbruch des Krieges gegen Frankreich wurden die Gebäude der Anstalt erneut vom Militär beschlagnahmt. Aus diesem Grunde bat Stender die preußische Regierung 1870 um Verlegung seiner Anstalt.

 

3. Hesterberg Schleswig wird neuer Standort (1872)

Die preußische Regierung genehmigte den Umzug und so wurde die Anstalt vorrübergehend in der Schleswiger Domschule untergebracht. Gleichzeitig äußerten die preußische Regierung und die Stadt Schleswig das Interesse, die Anstalt in Schleswig dauerhaft ansiedeln zu wollen. Daraufhin gab Stender die Gebäude in Sonderburg auf. Von der Regierung erhielt er eine Entschädigung, da die alte Anstalt in Sonderburg als Garnosonslazarett verwendet wurde.
Ende 1870 mußte Stender mit seiner Anstalt erneut umziehen, da die Domschule anderweitig verwendet werden sollte. Als vorrübergehende Unterkunft diente nun ein Privathaus in Schleswig.
Am 03.August 1871 erhielt der Vorsteher Stender vom Magistrat der Stadt Schleswig die Mitteilung, daß die städtischen Kollegien den Beschluß gefaßt hatten, zur Erbauung einer Anstalt ein Hypothekendarlehen von 24000 RM zu bewilligen, das nach einem angemessenen Tilgungsplan in 25 Jahren abzutragen war. Weiterhin erhielt Stender aus dem Pensionsfond der Irrenanstalt Stadtfeld ein Baudarlehen in Höhe von 1500 Reichsmark. Dadurch war Stender in der Lage, ein 1,2 ha großes Grundstück auf dem Hesterberg für 5400 RM zu erwerben. Die Pläne für den ersten Neubau, das Haus A, haben Stender und Dr.Rüpell, dem Direktor der Irrenanstalt Stadtfeld, sorgfältug ausgearbeitet.
Am 09.August 1871 wurde mit dem Bau von Haus A begonnen, bezogen wurde das Haus am 19.April 1872 zusammen mit dem Personal und 48 Pfleglingen. Die gesamte Anstalt einschließlich dem Bauplatz, Wasserleitung, Gartenanlagen usw. kostete rund 48000 Reichsmark.

 

 


Haus A (1871/72) im November 2010.
In diesem Gebäude ist die Tagesklinik Baumhaus eingerichtet.
 

Rückseite Haus A im November 2010
 

Die kleine Anstalt Hesterberg bestehend aus Haus A und
Nebengebäuden (Wäscherei, Trockenraum).
 
Die „Heilanstalt für schwachsinnige Kinder“ hatte nun einen endgültigen Standort gefunden, seit 1867 unterstand die Anstalt der preußischen Regierung. Von ihr erhielt die Anstalt Dr.Stender weiterhin finanzielle Mittel. Nach einer Erhebung lebten in der Provinz Schleswig-Holstein im Jahr 1874 etwa 310 „idiotisch- und schwachsinnige Kinder“ in der Provinz, von denen nur 64 in Anstalten untergebracht waren.

 

4. Die Provinzialanstalten (ab 1875)

Nach der Reichsgründung 1871 erfolgte im Jahr 1875 eine Umstrukturierung der Provinzialverwaltungen, mit dem „Dotationsgesetz“ wurden den Provinzen Aufgaben übertragen, die vorher von der preußischen Verwaltung ausgeführt wurden. Zu diesem Bereich gehörte u.a. auch die Unterstüzung der „Idioten- und anderen Anstalten“.
Damit wurde die Provinzialverwaltung der Provinz Schleswig-Holstein verwaltungstechnisch zuständig für die Anstalt auf dem Hesterberg. Die Anstalt erhielt von nun an jährliche Subventionen von der Provinzialverwaltung in Höhe von bis zu 7000 RM, zudem gewährte die Provinzialverwaltung Beihilfen bis zur Hälfte des Pflegegeldes zur Unterstützung von „idiotischen, epileptischen und nicht vollsinnigen“ Kindern, die zu Ausbildungszwecken in die Anstalt eingewiesen wurden.

Bereits im Jahr 1875 wurde die Irrenanastalt Stadtfeld der Provinzialverwaltung unterstellt, der Name der Anstalt wurde in „Provinzial-Irrenanstalt“ geändert. Erst 25 Jahre später wurde die kleine Anstalt auf dem Hesterberg Teil des Provinzialverbandes, der Anstaltsname „Heilanstalt für schwachsinnige Kinder“ wurde in „Provinzial-Idiotenanstalt“ geändert. Gleichzeitig wurde die Anstalt des Johann Meyer in Kiel aufgelöst und in die Schleswiger Antstalt intergriert.

Um das Jahr 1885 waren in der Hesterberger Anstalt mittlerweile etwa 70 Kinder untergebracht. Aus gesundheitlichen gründen ging Friedrich Ludwig Stender 1895 in den Ruhestand, sein Sohn, der Mediziner Dr.August Stender, übernahm am 01.Oktober 1895 die Anstalt.

 

 

Briefkopf Idiotenanstalt Dr.A.Stender 1897.
 

5. Der Ausbau der Anstalt 1872-1912

In diesen Jahren stieg die Zahl der eingewiesenen und untergebrachten „Pfleglinge“, wie die geistig behinderten und psychisch kranken Kinder bezeichnet wurden, weiter an. Zudem wurden nun auch schwererziehbare Kinder in der Anstalt Hesterberg untergebracht, so dass eine bauliche Erweiterung der Anstalt notwendig wurde. Bereits zwei Jahre nach der Übernahme der Anstalt ließ Dr.Stender einen ersten Erweiterungsbau, das Haus B, östlich von Haus A errichten.

 

 


Lageplan September 1897.
A-Hauptgebäude Haus A, B-Nebengebäude, C-projektierter Neubau Haus B, D-Röhrenbrunnen, E-Sammelgrube
Im Westen verläuft die Chaussee (links,Flensburger Straße),
im Osten die Landstraße (rechts, Hesterberg).
 

Die Häuser A und B sowie die alten Nebengebäude (1955).
 
Im Erdgeschoß von Haus B befanden sich u.a. ein großer Tageraum, ein Schlafzimmer sowie ein Raum für störende Kinder. Im ersten Stockwerk waren drei Schlafzimmer und ein Krankenzimmer untergebracht.

Mit dem Übergang in den Provinzialverband am 01.Oktober 1900 wurde Dr.Stender als Beamter in den Provinzialdienst übernommen. Für die Erledigung der wirtschaftlichen und rechnungsmäßigen Arbeiten war nun der bisherige Oberaufseher der Provinzial-Irrenanstalt Stadtfeld, der Inspektor Seidel, zuständig.
Für die Leitung der Anstaltsschule wurde der Lehrer Thiesen eingestellt, der bisherige Lehrer Klinker blieb ebenfalls in der Schule tätig.

Die Zahl der Pfleglinge wuchs weiter an, sodass 1897 östlich von Haus A ein weiterer Neubau, Haus B, errichtet wurde.
Nach der Fertigstellung von Haus B waren auf dem Hesterberg etwa 130 Pfleglinge untergebracht, somit hatte sich die Anzahl der untergebrachten Kinder seit 1885 annähernd verdoppelt.
Für den Übergang in den Provinzialverband erhielt Stender für die Gebäude der Anstalt, die aus den Häusern A und B, sowie dem nördlich davon gelegenen Wirtschaftsgebäude mit Wäscherei bestand, eine Summe von 113500 RM. Weitere 8023 RM wurden für die EInrichtungsgegenstände gezahlt.

Die Provinz kaufte weiterhin das „Moerlin´sche Gewese“ an der Flensburger Straße als Dienstwohnung für den Inspektor sowie benachbarte Ländereien auf dem Hesterberg, um für Gärtner und Wärter Doppelwohnhäuser zu errichten.

Es bestand in der Provinz Schleswig-Holstein weiterhin Bedarf an zusätzlichen Plätzen in der Schleswiger Anstalt, ein Ende der Expansion war noch nicht abzusehen. Zwei Jahre nach dem Bau von Haus B wurde 1899 mit der Planung von Haus C, in dem 66 Kinder untergebracht werden sollten, begonnen.

 


Ost-Ansicht Haus C für 66 Kinder (1899), Baukosten ca. 113000 RM.
 

Schlafräume im Obergeschoß.
Links ein Schlafraum für vier Kinder und eine Wärterin,
rechts ein Schlafraum für 11 Kinder und eine Wärterin.
 
Das Haus C wurde in den Jahren 1900/1901 erbaut.
Das Untergeschoß enthielt die Kochküche mit Speisekammer, Vorratsraum, Spülküche und Speisensausgabe, der Heizungsraum mit Lagerraum für Brennmaterialien und ein Baderaum mit drei Badewannen.
Im Erdgeschoß standen diese Räume zur Verfügung : zwei große Tageräume für je 22 Kinder, ein Tageraum für 14 Kinder und ein Tageraum für 8 Kinder. Ferner ein Raum für die Warterinnen, ein Schulzimmer mit einer Lehrmittelkammer.
Im Obergeschoß waren die Schlafräume für die Kinder untergebracht. Insgesamt gab es fünf Schlafräume : drei Schlafräume für je 17 Kinder, ein Schlafraum für 11 Kinder und ein Schlafraum für vier Kinder. In jedem Schlafraum hat auch eine Wärterin übernachtet. Zudem gab es zwei Wäschekammern im Obergeschoß.
Im Dachgeschoß befanden sich die Wohnung der Oberwärterin, Kleiderkammern und Nähstube sowie Kammern für das Personal.

Unmittelbar nach der Fertigstellung von Haus C wurde im Mai 1902 bereits an den Plänen für Haus D gearbeitet. Haus D wurden in den Jahren 1902/03 erbaut für die Unterbringung von etwa 80 Kindern. Die Baukosten beliefen sich auf 119000 RM.
Haus D war nicht nur ein Unterkunftsgebäude sondern sollte die Anstalt auch mit Wasser versorgen, aus diesem Grunde erhielt dieses Haus einen Wasserturm auf der Nordseite. Im Keller befand sich ein etwa 15 m tiefer Brunnen, von dem das Wasser in den Turm gepumpt wurde. Der Turm hat dafür gesorgt, dass im Wassernetz der Anstalt ein angemessener Wasserruck vorhanden war.

 


Nordansicht Haus D mit Wasserturm, Bauzeichnung Mai 1902.
 
 

Nordansicht Haus D im November 2010.
Der Wasserturm ist nicht mehr vorhanden.
 
Die Räumlichkeiten Haus D
Kellergeschoß :
– Beschäftigungsräume
– Auskleideraum
– Bad, Closet, Pissoir
– Heizung und Kohlen
– verfügbare Räume

Erdgeschoß :
– 2 Tageräume
– Schulzimmer
– Raum für Gebrechliche
– Teeküche
– Wärterraum
– Duschen und Closets

Obergeschoß :
– 5 Schlafräume
– 2 Waschräume mit Closets

Dachgeschoß :
– Krankenstation
– Wäschekammern
– Bad und Closets
– Tageraum für Wärter
– verfügbare Räume

Im Jahr 1904 kaufte die Provinzialverwaltung von dem Domänenfiskus für 28450 RM einige östlich des Hesterberges gelegene Koppeln in einer Gesamtgröße von 31,84 Hektar.

Am 24.Mai 1905 erlag der Direktor Dr.Stender 42-jährig einem Herz- und Nierenleiden. Die ärztliche Leitung übernahm zunächst der damalige Oberarzt der Proveinzial-Irrenanstalt Stadtfeld Dr.Repkewitz, bis am 01.Oktober 1905 der bisherige Oberarzt Dr.Zappe von der Anstalt Neustadt als Direktor an die Provinzial-Idiotenanstalt versetzt wurde.

Als letzter großer Neubau auf dem Gelände westlich der Straße Hesterberg wurde 1905/06 das Haus E für 106 Kinder errichtet. Die Baukosten für Haus E betrugen etwa 108000 RM.

 


Nordostansicht Haus E im November 2010.
 
Die Räumlichkeiten Haus E
Kellergeschoß :
– Kohlen- und Heizungsraum
– Geräteraum
– Raum für einen Spielplatz
– ein Spielsaal
– Raum für Spielsachen
– Aborte

Erd- und Obergeschoß :
– Schlafräume
– Bad und Aborte
– jeweils ein Wärterzimmer

Dachgeschoß :
– Wohnung der Oberin
– Personalräume
– Wäschekammer
– Raum der Garderoben-Wärterin
– Nähstube und Kammer

Wie auf dem Lageplan von 1905 zu sehen ist, standen nun fünf große Gebäude auf einem relativ kleinen Gelände. Später stellte sich heraus, dass diese dichte Bebauung störend für den Anstaltsbetrieb war.

 

 


Lageplan 1905.
 
 

Bereich West mit den Häusern A, B, C, D und E (1955).
 
 
Zudem war das Entwässerungssystem der Anstalt nicht in der Lage, auch noch die Abwässer von Haus E aufzunehmen. Aus diesem Grunde stand das Gebäude leer bis zur Fertigstellung der Vollkanalisation der Flensburger Straße im Winter 1907/08, an die die Anstalt angeschlossen wurde. Damit fiel auch die gegenüber dem Garnisonsfriedhof gelegene Anstalts-Klärgrube weg, die zweimal wöchentlich geleert wurde und eine Geruchsbelästigung für die Anwohner darstellte.

Eine weitere Expansion der Anstalt fand in den Jahren 1906/07 auf dem östlichen Gelände, das 1904 erworben wurde, statt. Auf diesem Gebiet wurden ein Kesselhaus mit einem 25m hohen Schornstein, , eine Dampfwaschanstalt sowie eine Dampfkochküche mit Verwaltungsgebäude errichtet. Alle drei Wirtschaftsgebäude kosteten zusammen 269000 Reichsmark.

In dem Keselhaus wurde zunächst ein Dampfkessel installiert, der im Jahr 1889 von der Carlshütte bei Rendsburg hergestellt wurde. Der Kessel mit der Fabriknummer 655 arbeitete mit einem Überdruck von 6 Atmosphären. Die Speisevorrichtungen bestanden in einer 4-fachwirkenden Duplex-Dampfpumpe mit einem Patent-Präzisions-Injektor. Die Abnahmeuntersuchung des Dampfkessel fand am 12.Juni 1907 statt.
Der Kohlenschuppen wurde östlich an das Kasselhaus angebaut, im Jahr 1911 erfolgte dr Anbau eines Desinfektionsraumes an den Kohlenschuppen. Im Laufe der folgenden Jahre wurde das Kesselhaus erweitert und an die Expansion der Anstalt angepaßt, sodass im Jahr 1929 bereits vier Kessel in Betrieb waren (Kessel Nr.655, 656, 3254 und 3782).

Mit dem Bau der Dampfwaschküche wurde ebenfalls im Jahr 1906 begonnen. Sie wurde östlich des Kesselhauses errichtet, fünf Jahre später wurde ein Werkstattgebäude (Tischlerei, Schlosserei) sowie ein Vorwaschraum an die Waschanstalt angebaut.

 


Lageplan Wirtschaftsgebäude April 1906.
 
 

Das Foto zeigt das Kesselhaus, die Waschküche und die Kochküche
mit dem Verwaltungsgebäude (1955).
 
 
Westlich des Kesselhauses wurde im Frühjahr 1906 mit dem Bau einer Dampfkochküche begonnen, an dessen Südende ein Verwaltungsgebäude errichtet wurde. In dem Küchentrakt waren neben der großen Kochküche noch weitere Räumlichkeiten vorhanden : ein Aufwaschraum, ein Anrichteraum, Gemüseputzraum, Speise-Ausgaberaum, Personalraum sowie Magazin und Sepisekammer.
In dem Verwaltungstrakt befanden sich im Erdgeschoß ein Büro, ein Raum für den Inspektor und das Kassenzimmer. Im Dachgeschoß wurden Schlafräume für Mädchen eingerichtet.

 

 


Nur das Verwaltungsgebäude ist von der Dampfkochküche
im Jahr 2010 noch vorhanden.
 
Im Jahr 1908 wurde auch die Direktorenwohnung, die sich bis dahin in Haus A befand, ausgegliedert. Für den Direktor wurde an der Flensburger Straße ein neues Wohnhaus errichtet, das am 01.Oktober 1908 bezogen wurde. Die frei gewordenen Räumlichkeiten in Haus A wurden nun von der ärztlichen Verwaltung und als Diensträume verwendet. Auf einem Umbauplan von 1910 sind diese Räumlichkeiten verzeichnet : Erdgeschoß – Weberäume, Wartezimmer, Direktorzimmer, Konferenzzimmer, Laboratorium. Der gesamte nördliche Bereich diente als Schuhmacher-Arbeitsraum.
Obergeschoß – eine Arztwohnung, Wohn- und Schlafräume für Offizianten. Auch im Obergeschoß befand sich im nördlichen Bereich eine Schuhmacherwerkstatt.

Mit der Inbetriebnahme der Wäscherei und Kochküche stieg der Wasserverbrauch so stark an, dass das Wasserwerk der Anstalt, welches in Haus D untergebracht war, seine Leistungsgrenze erreichte. Es wurde nun eine tägliche Wassermenge von etwa 60 cbm benötigt. Ein weiteres Problem war, das die Pumpen unter Zugsand, Eisen und Ton zu leiden hatten.
Da die Belegungszahl weiterhin anstieg (1908 waren fast 300 Kinder untergebracht), wurde die Anstalt 1910 an das städtische Wassernetz angeschlossen. Der Abnahmepreis betrug die Hälfte des Kleinstabnehmerpreises.

Die Anstalt benötigte weitere Räumlichkeiten für die Unterbringung der Kinder, aus diesem Grunde wurde im Frühjahr 1909 mit dem Bau von Haus F südlich der Kochküche begonnen.

 


Haus F, gebaut 1909 als Haus für 100 Kinder.
 
Die Räumlichkeiten Haus F :

Kellergeschoß :
– das Gebäude war größtenteils nicht unterkellert, es gab lediglich drei kleine Kellerräume

Ergeschoß :
– 8 Tageräume
– 2 Waschräume mit Closett
– 2 Teeküchen

Obergeschoß :
– 10 Schlafräume (9 – 11 Betten pro Raum)
– 2 Waschräume mit Closetts und je 4 Badewannen
– 1 Zimmer (Wärter ?)

Dachgeschoß :
– 8 Kammern und 7 Zimmer, die nicht näher bezeichnet sind

Das Haus F konnte erst nach der Sicherstellung der Wasserversorgung im Jahr 1910 bezogen werden.

Im 1911 konnte der neu eingestellte Oberarzt der Anstalt, Dr.Lütgerath, sein neue errichtetes Arztwohnhaus an der Flensburger Straße beziehen. Bis dahin wohnte der Oberarzt in einer Mietwohnung im Stadtgebiet.

 

 


Blick von Haus A nach Westen, 2010 ist das Anstaltsgelände
hier zu Ende.
Links das Arztwohnhaus von 1910/11,
rechts das Direktorwohnhaus von 1908.
 

6. Das 60-jährige Jubiläum und die Anstaltsschule

Im Oktober 1912 konnte die Anstalt auf eine 60-jährige Geschichte seit ihrer Gründung als Privatanstalt zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde am 24.Oktober 1912 in einer schlichten, aber recht stimmungsvollen Veranstaltung in Form einer Schulfeier begangen. Es nahmen u.a. Vertreter der Schulabteilung der Regierung,der höheren und Volksschulen der Stadt Schleswig und mehrer andere Freunde der Anstalt an dieser Festlichkeit teil.
Als wichtigste Einrichtung der Anstalt wird die Schule genannt. Seit der Gründung der Anstalt 1852 waren immer Schuleinrichtungen vorhanden gewesen. Nach einer kurzgefassten Darstellung Anstaltsgeschichte folgte eine Ansprache des Oberlehrers Otto Thiessen, in der er das Schulwesen der Anstalt erläuterte.
Eine Schuleinrichtung hat es in der Anstalt schon seit dem Gründungsjahr gegeben. Bei der Übernahme der Anstalt durch die Provinz Schleswig-Holstein im Jahr 1900 wurde die Anstaltsschule zweiklassig gemacht und es wurden zwei Lehrer eingestellt. Da Zahl der Zöglinge im Laufe der Jahre zugenommen hat, wurden weitere Lehrer eingestellt und die Klassenzahl der Schule erweitert.
Im Jahr 1912 haben 93 Zöglinge die Schule besucht. Sie werden in 4 Schulklassen (aufsteigende) und 2 Vorschulklassen von 2 Lehrern, 1 Lehrerin und 2 Kindergärtnerinnen unterrichtet. Außerdem erteilen 2 Handarbeitslehrerinnen einen gesonderten Handarbeitsunterricht, Unterricht im Weben und in weiblichen Handarbeiten.
Ein Großteil der Anstaltszöglinge können aufgrund ihres „geistigen Tiefstandes“ nicht am Schulunterricht teilnehmen, sie waren Gegenstand einer sorgfältigen Pflege. Etwa ein Drittel der Zöglinge konnten die Anstaltsschule besuchen.
Es wurden auch Kinder unterrichtet, die nach einem 2-jährigen Besuch der Volksschule das Ziel der Aufnahmeklasse nicht erreicht haben, sowie Kinder, die in der Volks-, bzw. Hilfsschule erfolglos unterrichtet worden sind.
Insgesamt 8 Jahre lang werden die Zöglinge in der Anstaltsschule unterrichtet. Zwei Jahre entfalllen auf die Vorklassen, in denen die Kinder auf den eigentlichen Schulunterricht vorbereitet werden. Die weiteren 6 Jahre verteilen sich auf 4 Klassen, die in Unter-, Mittel- und Oberstufe unterteilt sind. Die 3. und 4. Klasse umfassen 1 Jahr, die 5. und 6. Klasse sind 2-jährig.

Im Jahr 1912 wurden weiterhin 2 Abteilungen für vereinigten Sprech-, Sach- und Werkunterricht für die Kinder eingerichtet, bei denen sich in den Vorklassen die schulunfähigkeit herausgestellt hat. Diese Kinder erhielten eine allgemeine geistige Förderung durch Fröbelarbeiten, im Erlernen der Bezeichnungen von Sachen oder Gegenständen sowie Spiele mit Gesang. Geh- und andere körperliche Übungen wurden im Freien oder in den Abteilungen abgehalten.

Nach der Beendigung der Jubiläumsfeier wurden die Krankenhäuser sowie die Küche und die Waschanstalt unter fachkundiger Führung besichtigt.

 

 

7. Das Reservelazarett 1914-1920

Im Jahr 1913 wurde der Bau eines weiteren Krankenhauses notwendig. Für etwa 162000 RM wurde das Haus G für 130 Kinder im südlichen Bereich der Anstalt errichtet. Kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes wurde es vom 01.Oktober 1914 an für das Sanitätsamt des IX.Armeekorps als Reservelazarett zur Verfügung gestellt.
Weitere Räumlichkeiten für das Schleswiger Reservelazarett befanden sich über das Stadtgebiet verteilt in folgenden Gebäuden : im Stadttheater, im Hotel Hohenzollern, im Stadtkrankenhaus (2 Zimmer, Nr.24 und Nr.28), in der Wilhelminenschule, der Stampfmühle, dem Bahnhofshotel und in dem Hotel Friedrichsberg. Das Lazarett Hesterberg war verwaltungstechnisch dem Hauptlazarett im Tiergarten unterstellt.

 


Lageplan 1912. Links die Wirtschaftsgebäude, in der Mitte ein Teich.
Der Neubau Haus G ist rot eingezeichnet.
 
Zusätzlich wurden die Häuser Hesterberg Nr.18, 34 und 61 zur Unterbringung von Mannschaften des Ers.Btl.Inf.Reg.84 verwendet.

Am 30.November 1914 trafen mit einem größeren Transport von der Ostfront die ersten Verwundeteten in Haus G ein.
Für Unterkunft, Beköstigung, Waschen der Wäsche (erforderlichenfalls Desinfektion oder Entlausung), Heizung, Beleuchtung, Lieferung der Reinigungsmaterialien und Unterhaltung des Inventars zahlte die Militärverwaltung pro Kopf und Tag 1,50 RM. Bedingt durch die Inflation stiegen die Sätze bis zum Jahr 1920 auf 4,10 RM.

Am 23.Mai 1917 besuchte die Protektorin des Roten Kreuzes, die Kaiserin Auguste Victoria, in Begleitung der Prinzessin Heinrich, das Reservelazarett Hesterberg. Durchschnittlich war das Lazarett Hesterberg mit 100 – 120 Militärpersonen belegt, im Jahr 1915 waren sogar 145 Personen untergebracht. Als letztes Reservelazarett im Bereich des IX.Armeekorps wurde es am 01.September 1920 aufgelöst. Nach einer gründlichen Überholung konnte es im Frühjahr 1921 mit Anstaltspfleglingen belegt werden.

 


Die Häuser F (Vordergrund) und G (1955).
 
Während des Krieges war der Anstaltsbetrieb stark eingeschränkt. Bereits am ersten Mobilmachungstag wurden der Oberarzt, der Hilfsarzt, die beiden Lehrer, der Oberaufseher, 2 Schlosser und mehrere Wärter zum Krigesdienst einberufen. Zusätzlich traten erhebliche Ernährungsschwierigkeiten auf; dem sogenannten Steckrübenwinter 1917/18 folgte eine starke Grippe im Herbst 1918, an der rund 50 Pfleglinge starben.

Während der Kriegsjahre gab es keine bauliche Weiterentwicklung der Anstalt. Die Provinzialverwaltung hat jedoch im November 1916 weitere Ländereien östlich des Anstaltsgeländes erworben.

 

 

8. Der Aufbau der Landwirtschaft

Nach dem Krieg hatte die Anstalt Schwierigkeiten mit der Unterbringung von schulpflichtigen Fürsorgezöglingen. Diese wurden im März 1918 im Haus B untergebracht. Eigentlich sollte diese Unterbringung nur vorrübergehend sein, aber aufgrund der Inflation wohnten die Fürsorgezöglinge dort bis 1928.

Die Auswirkung der Inflation spiegelt sich in folgenden Zahlen wieder. Anfang 1922 betrug das von den Landes- und Bezirksfürsorgeverbänden an die Anstalt gezahlte Pflegegeld 36 Mark pro Kopf und Tag. Ende 1922 stieg der Betrag auf 4400 M, am 01.Dezember 1923 betrug das Pflegegeld 2 Billionen Mark.

1924 wurden die bereits 1916 erworbenen Ländereien der Anstaltsgärtnerei zugewiesen um es für einen nutzbringenden, feldmäßigen Gemüseanbau zu verwenden.

Im Juni 1925 hatte die Anstaltsdirektion die Möglichkeit, das Gewese Paulihof (heute Paulihof Nr.1) aus der Wilhelm´schen Konkursmasse für einen günstigen Preis in Höhe von 44250 RM zu erwerben. Mit diesem Anwesen konnte die Anstalt nun ihre eigene Landwirtschaft aufbauen. Zunächst wurde das geräumige Wohnhaus umgebaut, sodass dort eine Kolonie von 27 Pfleglingen untergebracht werden konnte. Im Wirtschaftsgebäude wurden Ställe für Pferde, Kühe und Schweine eingerichtet.

 


Das Anwesen Paulihof 1.
 
Zum Anwesen Paulihof 1 gehörten rund 12 ha landwirtschaftlich nutzbares Gelände, dazu kamen 7,5 ha Land auf dem Hesterberger Gelände sowie rund 2 ha städtisches Pachtland.
Nach und nach wurden 15 junge Angeliter Herdbuchtiere, 2 Schleswiger Zuchtstuten, einige Zuchtsauen sowie die notwendigen Ackerwagen und sonstiges landwirtschaftliches Gerät erworben.
Die Pfleglinge erlernten unter der fachkundigen Anleitung eines landwirtschaftlichen Vorarbeiters das Melken der Kühe, den Umgang mit Tieren sowie andere landwirtschaftliche Arbeiten. Bald darauf waren die ausgebildeten Pfleglinge bei den Bauern aus der Umgebung begehrte Arbeitskräfte, sie wurden als Knechte und Hilfsarbeiter eingestellt.

Im Frühjahr 1927 hatte die Anstalt die Möglichkeit, den landwirtschaftlichen Betrieb deutlich zu erweitern. Die Provinz kaufte die ehemalige Gaststätte „Zur Ziegelei“ einschließlich der dazugehörenden 13,5 ha Land in der Nähe der Försterei Hüsbygaard für 35000 RM. Das Haupthaus mit einem Tanzsaal wurde zur Unterbringung von 44 männlichen Pfleglingen umgebaut. Im Wirtschaftsgebäude hatten 10 Milchkühe, 2 Pferde und mehrere Schweine Platz. Einige Jahre später kamen noch 9 ha Pachtland dazu, sodass die Landwirtschaft der Anstalt über insgesamt 43,5 ha Land verfügten.

 


Die Gaststätte „Zur Ziegelei“ auf einer alten Ansichtskarte.
 
 

Die ehem. Gaststätte „Zur Ziegelei“ im Januar 2011.
Heute befindet sich dort die Hundepension und -Schule Marxen u. Janas.
 
 
 

Die weitläufigen Ländereien der Anstalt, eingetragen auf einer Karte von 1950.
A – Anstaltsgelände Hesterberg
B – Landwirtschaft Paulihof
C – Landwirtschaft Ziegelei
 

Anhang

 

A. Die Direktoren

 

 

Name Zeitraum
Dr.Christian Ferdinand Hansen 1852 – 1861
Friedrich Ludwig Stender 1861 – 1895
Dr.August Stender 01.10.1895 – 24.05.1905
Dr.Repkewitz (Oberarzt Irrrenanstalt) kommissarisch Mai 1905 – Ende September 1905
Sanitätsrat Dr.Zappe 01.10.1905 – 01.12.1932
Dr.Mack 01.01.1934 – 15.03.1938

 

B. Die verschiedenen Anstaltsnamen

 

 

Zeitraum Name der Anstalt
ab 01.10.1852 Heil- und Erziehungsanstalt für blöd- und schwachsinnige Kinder
August 1862 Heilanstalt für schwachsinnige Kinder
ab 01.10.1900 Provinzial-Idiotenanstalt
ab 01.04.1913 Provinzial Heil- und Pflegeanstalt für Geistesschwache
ab 01.01.1926 Landesheil- und Pflegeanstalt für Jugendliche Schleswig-Hesterberg

 

Wird fortgesetzt…
Stand : 30.12.2010

Quelle : Der Hesterberg, 125 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie und Heilpädagogik in Schleswig / Selbstverlag Landesarchiv Schleswig-Holstein,
LAS Abt.64.1, Nr.1107, Lehnert, Conrad, Denkschrift 1852-1942
GA Abt.09, Nr.0929, Abt.120
Schleswiger Nachrichten 31.10.1912
privates Bildarchiv
private Recherche

 



Bauprojekte

Neubau Wohneinrichtungen

 

Lagepläne

September 1897
April 1899
Projektierter Ausbau 1900
Juni 1902
Juli 1905
Februar 1909
Gesamtplan 1928
Das Klinikum 2007

Luftaufnahmen

Luftbild 1955
Luftbild 1955

 

Fotos

Dezember 2010, Bereich West
Dezember 2010, Bereich Ost

 

Links

Helios Klinikum
Schule Hesterberg

Gallery

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