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Ende des Jahres 1924 verfasste der 1.Vorsitzende, Dr. Jähkel,  der etwa 60 Mitglieder umfassenden „Tennisvereinigung Schleswig“ einen Brief an den Magistrat der Stadt Schleswig, in dem er auf die Notwendigkeit eines neuen Tennisplatzes hinwies.  Dr. Jähkel beschrieb den damaligen Zustand der Vereinsplätze wie folgt:

„Bis heute musste die Tennisvereinigung Schleswig sich aber mit 2 Plätzen begnügen, die den sportlichen Ansprüchen in keiner Weise genügen. Der eine Platz an der Michaelisallee ist infolge seiner Ausmaße und des Untergrundzustandes überhaupt nur für Anfänger zu Übungszwecken verwendbar.
Der zweite Platz im Regierungsgarten, der von der Vereinigung selbst im Vorjahre mit naturgemäß geringen Mitteln angelegt wurde, müsste, um als Turnierplatz verwendet werden zu können, von Grund auf erneuert und anders angelegt werden. Selbst wenn das mit den beiden Plätzen gelänge, würde für gründliche Ausübung des Sports, geschweige für Turniere, die Gelegenheit durchaus fehlen.“

 

Die Tennisvereinigung schlug der Stadt zwei Standorte für das Anlegen einer neuen Tennisanlage vor, zum einen die ehemalige Kiesgrube in der Michaelisallee (Jahnplatz), zum anderen den Stadttheatergarten. Da die Stadt zu jenem Zeitpunkt die Errichtung einer Badeanstalt in der ehemaligen Kiesgrube plante, blieb nur der Stadttheatergarten, in dem sich damals noch ein Teich befand, als möglicher Standort über.

Der Magistrat schlug der Tennisvereinigung daraufhin vor, die Spielkoppel II, das war der Platz beim Chemnitz-Bellmann-Denkmal, von der Stadt zu pachten und die Tennisplätze eigenständig anzulegen.
Dieser Vorschlag wurde von der Tennisvereinigung jedoch abgelehnt, das das Gelände hoch gelegen sei und die damit verbundenen Windverhältnisse ein vernünftiges Spielen nicht zulassen würden. Zudem wäre es nicht möglich, in einer Trockenperiode den Rasen zu bewässern, da dort keine Wasseranschluß vorhanden war.

 

Im März 1925 genehmigte die Stadt Schleswig das Anlegen von Tennisplätzen im Theatergarten. Allerdings gab es keine öffentlichen Zuschüsse und die Tennisvereinigung musste ihre Anlage mit eigenen Mitteln errichten. Dafür musste sich die nun als Tennisgesellschaft Schleswig bezeichnete Vereinigung mit einem Kredit in Höhe von 5000,- Mark verschulden.

Der kleine Teich im ehemaligen Theatergarten wurde im Jahr 1926 mit Unrat zugeschüttet. Am 22.Juli 1926 wurde diese Information in den Schleswiger Nachrichten veröffentlicht:

„Als Schuttabladeplätze sind folgende Stellen zugelassen:
– am Husumer Baum vor dem Kreisbahnübergang
– Hühnerhäuserteich
– an der Wiesenstraße, neben dem Platz von Bauunternehmer Landsmann
bis auf weiteres
– Stadttheatergrundstück (Teichauffüllung)“

 

Der Tennisplatz an der Schleistraße bestand bis 1967, in jenem Jahr wurden die Tennisplätze an die Husumer Straße verlegt. Der Grund war die Planung der Stadt, entsprechend dem Verkehrsgutachten aus dem Jahr 1964 von Dr.-Ing. Schubert, Hannover, den Straßenzug Königstraße – Domziegelhof – Schleistraße als Südtangente der Stadttteile Lollfuß und Altstadt vierspurig auszubauen. Aus diesem Grund kaufte die Stadt ein Jahr später auch die Schleihalle an und ließ sie abbrechen.

 

Galerie Tennisplätze Schleistraße

 

 

22.Juli 2014

 

 

 

 

 

 

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