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Im Juni 2016 wurde mit den Bauarbeiten für die Seniorenresidenz am Schloß auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Stadt Hamburg begonnen. Für die Vitacare-Gesellschaft baut die Orpea Deutschland eine Pflegeeinrichtung bestehend aus zwei Gebäuden, die mittels einer Spange miteinander verbunden werden. Insgesamt wird Platz für 108 stationäre Betten in Einzelzimmern mit einem eigenen Bad geschaffen, wobei jedes Zimmer eine Größe von 18 m2 haben wird. Neben diesen Standardzimmern werden auch 12 Komforzimmer angeboten, die mit 22 m2 Fläche ihren Bewohnern mehr Platz bieten. Die acht zusätzlichen Wohnungen sind bereits vermietet und richten sich an Bewohner, die weitere Versorgungspakete wie z.B. die Reinigung oder die Essensversorgung in Anspruch nehmen werden.
Die im Vordergrund stehende stationäre Pflege teilt sich in verschiedene Bereiche auf, entsprechend dem Gesundheitszustand der Bewohner. Es werden dort neben Personen, die noch recht eigenständig sind, auch Senioren mit einem hohen Pflegebedarf, bzw. Senioren, die bereits demenziell verändert sind, in der Pflegeeinrichtung aufgenommen.
Die Fertigstellung des 10 Millionen Euro umfassenden Bauprojektes  ist zum Jahresende 2017 geplant, es werden zwischen 80 und 86 Vollzeitarbeitsplätze entstehen, von denen etwa 40 für einfach qualifizierte Arbeitnehmer geeignet sind.

Der offizielle Spatenstich fand am Mittwoch, dem 20.Juli 2016 statt. Andreas Anspach, Geschäftsführer Vitacare Stampfmühle, betonte in seiner Ansprache, dass Vitacare in Schleswig-Holstein und Hamburg expandiere, die Geschäftsführung aber in Schleswig in der Stampfmühle verbleiben werde. Er sagte, dass Vitacare mit diesem Neubau auch für die nächsten 20 Jahre gut gerüstet sein wird, auch wenn die Pflege von alten Menschen sich zukünftig verändern wird. Anspach lobte alle an der Planung beteiligten Organe mittels derer nun ein Weg gefunden worden ist, um den Interessen aller Beteiligten gerecht zu werden.

Auch Bürgermeister Dr. Christiansen hob die konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure hervor, auch wenn nicht immer alles so einfach war. Er blickte zurück auf die Zeit, als die Dachziegeln vom maroden Hotel auf den Bürgersteig gefallen waren und war froh, als Herr Anspach die Pläne für den Neubau der Seniorenresidenz vorlegte.

Als Vertreter des Bauträgers, der Orpea Deutschland, ging Stephan Mertes, Geschäftsführer Real Estate, auf einige Datails des Neubaus ein. Die Gebäude werden auf insgesamt 215 Pfählen stehen, von denen bereits 145 in den Untergrund eingebracht wurden. Die Pfahllänge variiert zwischen 17 m und 24 m.  Das Heizsystem der Neubauten ist auf die Nutzung von Erdwärme ausgelegt, das reduziert die Energiekosten der Pflegeeinrichtung. Das gesamte Gelände wurde um etwa 2 m aufgeschüttet, dafür waren ca. 13000 m3 Auffüllmaterial notwendig. Zum Parkplatz des Zollhauses hin fällt das Gelände ab, von dort aus wird der lang erwartete Verbindungsweg zwischen Lollfuß und dem Schloß zu erreichen sein.

 

Galerie

 

 

Die Grundsteinlegung
Am Donnerstag, 17.November 2016, fand bei sonnigem Wetter die Grundsteinlegung für die Seniorenresidenz statt. Nach der Begrüßung erläuterte Vitacare-Geschäftsführer Andreas Anspach kurz den aktuellen Stand des Baufortschrittes. Er findet es selber spannend, dass nun langsam zu erkennen ist, wo in ca.15 Monaten die ersten Senioren einziehen werden. Nicht nur die zukünftigen Bewohner, sondern auch die rund 85 Mitarbeiter werden das Haus zum Leben erwecken, wobei jeder natürlich seine eigene Lebenserfahrung mitbringen und dadurch für den besonderen Charme des Hauses sorgen wird. Anspach wünscht sich für die Zukunft des Hauses Glück, Zuversicht und Erfolg und ging kurz auf die Seniorenresidenz Stampfmühle ein, die vor ein paar Tagen ihr zehnjähriges Jubiläum feierte.
Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen betonte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten Institutionen, die zum Genehmigungsverfahren beigetragen haben. Er sprach seinen Dank und seine Anerkennung aus und freut sich über die Realisierung des Bauprojektes an dieser exponierten Lage nahe dem Schloss Gottorf. Die Realisierung eines solchen Projektes schafft neue Arbeitsplätze und trägt zu der Belebung der Kreisstadt Schleswig bei, so Christiansen.
Der Architekt Jens Kruse ging auf die Gestaltung der Baukörper ein. Orientiert habe man sich natürlich am Schloss, aber auch an die Bestandsgebäude in der Nachbarschaft. Aus diesem Grunde wird der Neubau verklinkert und erhält ein Satteldach. Die Fassade wird nicht nur aus glatten Flächen bestehen, sondern erhält auch einige stilgebende Elemente. Dass möglichst viel Tageslicht in die Baukörper gelangt, war bei der Planung genauso wichtig wie das bodentiefe Einsetzen der Fenster, damit gerade die bettlägerigen Senioren aus dem Bett heraus aus dem Fenster schauen können. Übergreifend galt bei der Planung des Hauses das Prinzip der Offenheit, darum werden die Bewohner z.B. die Möglichkeit haben, durch eine Glaswand in die Küche zu schauen (Schau-Küche). Die Senioren sollen keinesfalls nur in ihren Zimmern verbleiben, sondern sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Haus bewegen. Auch Kruse betonte, dass die Baugenehmigung sehr schnell erteilt wurde, das Verfahren würde normalerweise längere Zeit in Anspruch nehmen.
Anspach und Christiansen befüllten anschließend die Schatulle mit einer Tageszeitung, Architektenplänen, einem Vitacare-Prospekt, einer 20€ Gedenkmünze (175 Jahre Deutschlandlied), einem Zollstock und einem Fläschchen Drachenfeuer (Rum).
Anschließend segnete Pastorin Antje Hanselmann die Schatulle. Diese wird nicht einfach eingemauert, sondern wird nach dem Einbringen in den Fussboden mittels einer begehbaren Glasplatte sichtbar bleiben und beleuchtet werden.

 

 

 

 

Baufortschritt