>>> Aktuelle Themen <<<
  

13. Mai 2019
Aus der Fotokiste - Das Ringelnatz 1983

>>> Aktuelle Themen <<<
  

05. Mai 2019
Aus der Fotokiste - Schleihallen-Schnappschuss

>>> Aktuelle Themen <<<
  

01. Mai 2019
Aus der Fotokiste - Kreisbahnhof 1964

>>> Aktuelle Themen <<<
  

22. April 2019
Aus der Fotokiste - Spielwaren-Sprecher Stadtweg 1

>>> Aktuelle Themen <<<
  

19. April 2019
 Aus der Fotokiste - Obst- und Gemüse Kornmarkt 1

>>> Aktuelle Themen <<<
  

17. April 2019
Aus der Fotokiste - Das Blumenboot im Stadtweg

Er ist grün, kugelförmig, 18m hoch und speichert bis zu 16 000 qm Gas. Die Rede ist vom Hochdruck-Kugelgasbehälter am Georg-Pfingsten-Weg.
Am 30. August 1967 um 11 Uhr übergab Bürgermeister Dr. Kugler den Hochdruck-Kugelgasbehälter sowie die Gasübernahme-, Regler- und Kompensationsanlage im Rahmen einer kleinen Feierstunde ihrer Bestimmung.
Auf schwierigem Untergrund begannen 1966 die Arbeiten an seinem Fundament. Die Fundamentplatte liegt auf mehreren Metern in die Tiefe eingebrachten Betonpfählen. Im September 1966 nahmen die Schweißer der Herstellerfirma MAN ihre Arbeit auf. Aus vielen einzelnen, leicht gebogenen Platten schweißten sie den Kugelbehälter zusammen. Nach dem Verschweißen von jeweils vier Platten erfolgte die Überprüfung der Schweißnähte mit einem Röntgenapparat. Waren alle Schweißnähte in Ordnung, nahm der Technische Überwachungsverein das Teilstück ab. Bis zum Abschluss der Arbeiten entstanden so gut 15 000 Röntgenaufnahmen.

Hochdruck-Kugelgasbehälter

Nach der Fertigstellung der Gaskugel begann der Bau der Übernahmestation. In ihr verdichteten Kompressoren das Gas, die von 140 PS starken Motoren angetrieben wurden. Neben den Reglereinrichtungen zur Gasübernahme sind auch Werkstatt- und Sozialräume in der Übernahmestation untergebracht. Witterungsbedingt konnte das Betriebsgebäude jedoch nicht termingerecht fertiggestellt werden und somit blieb auch der neue Hochdruck-Kugelgasbehälter noch ohne Funktion.
Das hatte einen Engpass in der Gasversorgung über die Weihnachtsfeiertage 1966 zur Folge. Der Gasverbrauch im Stadtgebiet stieg deutlich an und konnte von dem bis dahin noch in Betrieb befindlichen Niederdruckbehälter des alten Gaswerkes, der lediglich 3800 qm fasste, nicht abgefangen werden. Da der Liefervertrag mit der Stadt Kiel Mehrkosten in Höhe von 60 000 DM für die Abnahme weiterer Gasmengen, die über der vereinbarten Höchstmenge lagen, zur Folge gehabt hätte, senkten die Schleswiger Stadtwerke vorübergehend den Gasdruck im Versorgungsnetz. Daraufhin beschloss die Ratsversammlung am 31. Januar 1966 die „große Gaswerkslösung“ – den Bau eines Hochdruck-Kugelgasbehälters und einer neuen Übernahmestation am Georg-Pfingsten-Weg. Damit wurde das alte Gaswerk endgültig überflüssig.

Im Juni 1967 nahm die Gasübernahmestation, nach einigen technischen Problemen, ihren Probebetrieb auf. Der neue Kugelgasbehälter wurde mit zunächst 12 000 qm Gas gefüllt. Zeitgleich öffneten Arbeiter den alten Niederdruckbehälter auf der Gashalbinsel zum Auslüften, damit er demontiert werden konnte.

Hochdruck-Kugelgasbehälter

Die Frage, ob die Stadt Schleswig weiterhin selbst Gas herstellte, oder Gas von auswärts beziehen sollte, wurde viele Jahre lang kommunalpolitisch diskutiert. 1931 übernahm die Stadt das Gaswerk von der Gas-Kompanie und seit 1940 bemühte sich die Stadt Kiel, Schleswig mit Gas zu versorgen.

Das altersschwache Gaswerk, das die Gas-Kompanie 1857 in Betrieb nahm, konnte den wachsenden Gasverbrauch der Stadt nicht mehr decken. Nach der politischen Entscheidung zugunsten einer Fernversorgung, öffnete Bürgermeister Bruno Lorenzen am 18. Dezember 1953 das Ventil der neuen Ferngasleitung aus Kiel.