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13. Januar 2019
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Am 07. April 1967 sprach der Bundeskanzler Kiesinger bei einer Wahlkundgebung der CDU auf dem Jahnplatz vor über 1000 Menschen. Er war bereits in früheren Jahren als Bundestagsabgeordneter in Schleswig, doch jetzt zum ersten Mal als Bundeskanzler. Er war gegen 14 Uhr, von Flensburg kommend, in Schleswig eingetroffen. An den Straßen die er passierte, standen zahlreiche Menschen. Nach dem Mittagessen in „Ravens Hotel“ ging es zum Jahnplatz, wo auch der Friedrichsberger Musikzug ein Platzkonzert gab. Zahlreiche Kinder baten um ein Autogramm von Bundeskanzler, die er bereitwillig gab.



„Schon immer“, so sagte er auf dem Jahnplatz, „habe ich Schleswig-Holstein als eines der am vorbildlichsten und am modernsten regierenden Länder empfunden.“ In seiner kurzen Ansprache nahm er zur allgemeinen Lage Stellung.

Kiesinger sprach über den nachlassenen „Schwung unserer Wirtschaft“ und über die Notwendigkeit den Gürtel enger zu schnallen. Weiterhin strebe die Regierung ein freundschaftliches Verhältnis zu allen Nachbarstaaten an. Kiesinger stellte jedoch klar, dass „Wir niemandens Satellit aber auch keine Supermacht sind.“ Er warnte vor nationalistischen Emotionen und Geschrei weil dies in einen Rückfall enden würde, den wir schon einmal hatten. Der Bundesforschungsminister Dr. Stoltenberg erinnerte an die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung, die Schleswig-Holstein seit 1950 über CDU-Führung genommen habe. Aus den „Armenhaus“ sei ein Land geworden, das den Anschluß an die allgemeine Entwicklung gefunden habe.



Gegen 15.45 Uhr fuhr der Bundeskanzler mit seiner Begleitung, die aus Bundesminister Dr. Stoltenberg, Ministerpräsident Dr. Lemke und u.a. auch Bundespressechef von Haase befand, weiter nach Eckernförde.



Schleswiger Nachrichen, 06.04.1967, 08.04.1967
Fotos: Torsten Hansen – herzlichen Dank!