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Spatenstich Feuerwache Kattenhunder Weg

 

Wissen Sie eigentlich, woher die Faulstraße ihren Namen hat? Wenn Sie vermuten, daß dieser Name gewählt wurde, um die Bequemlichkeit ihrer Anwohner zu dokumentieren, dann „sind sie auf dem falschen Dampfer“. Der Name deutet – so erfährt man im „Plan der Stadt Schleswig“ von H. Phillipsen (1926) – auf ein frühes Sumpfgebiet hin, da „ful“ im niederdeutschen Sprachgebrauch gleichbedeutend ist mit „schmutzig“ oder „übelriechend“. Näheres über die Bedeutung dieses und anderer Straßennamen im unteren Text.

 

 

Alter Garten, angelegt 1912 und benannt nach dem von dem Herzog Friedrich III. von Holstein-Gottorf hier eingerichteten Lustgarten, der anfangs der „Neue Garten auf der Luseborg“ genannt wurde und, als später das „Neuwerk“ geschaffen war, den Namen „Alter Garten“ erhielt. Der um 1623 angelegte Garten ist 1746 eingegangen.

Am Flachsteich, angelegt 1911 und benannt nach einem hier befindlichen gewesenen kleinen Teich.

An der Schanze, angelegt gegen Ende des 19. Jahrhunderts und benannt nach einer alten Ortsbezeichnung, die vermutlich auf eine früher hier angelegt gewesene Landwehr hindeutet.

Angelner Straße, angelegt gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Arbeiterbauverein und benannt nach der nahen Landschaft Angeln.

Annettenhöherweg, ursprünglich ein alter Landweg, der in herzoglicher Zeit als Richtweg nach Westen angelegt sein wird. An deisem lag die herzogliche „Pulvermühle“. Die jetzige Benennung des Weges besteht seit 1922 und ist dem Adelssitz „Annettenhöhe“ entlehnt, einem früheren Gartenhaus des Landrates, Barons von Brockdorff, das 1868 durch den jetzigen Bau ersetzt wurde.

Apothekergang, ein alter Gang, der als Verbindungsweg zwischen dem Marktplatz und der Domkirche angelegt sein wird und seinen Namen nach der an ihm belegenen alten Hofapotheke, dem einstigen Knudsgildehaus, erhalten hat.

 

 

Bahnhofstraße, angelegt Ende der 60er Jahre des 19. Jahhunderts und benannt nach dem um diese Zeit erbauten Hauptbahnhof der Stadt.

Baumhof, Der Name „Baumhof“ rührt daher, dass früher dort Baumstämme ausgehöhlt bzw. gelagert wurden, die als Wasserleitungen dienten. Gleich nebenan ist auch das Schleswiger Wasserwerk, von wo aus noch heute das Trinkwasser in die Stadt geleitet wird.
(Diese Erklärung wurde mir von Herrn Falk Ritter zugesandt.)

Baumhofsgang, ein alter Gang, der die Verlängerung des „Kattsund“ nach Osten hin bildet. In älteren Schriftstücken wird der Gang „Klostergang“ genannt, da er einen Zugang zu dem, dem St. Johanniskloster gehörigen „Klosterholz“ und „Klosterfeld“ bildete.

Bellmannstraße, angelegt 1919 und benannt nach dem Kantor und Organisten Carl Gottlieb Bellmann (1722-1861), dessen Grabstätte sich auf dem Kirchhof des St. Johannisklosters befindet. Im Musikleben der Stadt während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Genannte einen führende Stelle ein und ist namentlich als Komponist des Schleswig-Holstein-Liedes weithin bekannt geworden.

Berlinerstraße, angelegt gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Arbeiterbauverein und benannt nach dem an der Schubystraße belegen gewesenen Wirtshause „Berlin“, der einstigen „Dragunerburg“.

Bismarckstraße. Der untere Teil dieser Straße bis zur Michaelisallle wurde 1866 angelegt und führte derzeit den Namen „Alleeberg“. Die Verlängerung der Straße bis zur Schubystraße, die über den einstigen „Michaelis-Baumhof“ führt, wurde 1896 vorgenommen. Mit dieser wurde der ganzen Straße der jetzige Name gegeben. Benannt ist diese nach dem Reichskanzler, Fürsten Otto von Bismarck.

Bleichergang, neubenannter Nebenweg im Friedrichsberg zwischen Husumerbaum und Fritz-Reuter-Straße, der frühere besondere Betriebseinrichtungen vermuten lässt.

Bötelstieg, ein Fußstieg am Busdorfer Teich zwischen „Husumerbaum“ und „Kapaunenberg“. Da unter „Bötel“ ein verschnittener Schafbock verstanden wird, ist hier eine Anlehnung an eine einstige Schafweide zu vermuten, zumal das Ufergelände des benannten Teiches an dieser Stelle lange unbestellt gewesen ist.

 

 

Chemnitzstraße, angelegt 1919 und benannt nach dem Dichter des Schleswig-Holstein-Liedes Matthäus Friedrich Chemnitz (1815-1870).

 

 

Domziegelhof, ein zum einistigen Domkapitel gehöriges Quartier, das 1737 dem Stadtgebiet zugeteilt wurde, nachdem der Ziegeleibetrieb bereits 1670 eingestellt und Grund und Boden für Häuserbauten ausgelegt war.

 

 

Ebräergang, ein älterer aufgetreppter Gang von Lollfuß bis zum erhöht liegenden Hesterberg, auch „Hexensteig“ genannt. Der Name des Ganges ist um so weniger zu erklären, als das Judentum in Schleswig nie Bedeutung gehabt hat. Ihn auf „Ehebrechergang“ herzuleiten, fehlt es an ausreichenden Unterlagen.

Erdbeerenberg, eine neuerdings zur Straße ausgebaute Häusergruppe, benannt nach einem Flurnamen, dem „Erdbeerenberg“, der durch die hier zu Anfang des 19. Jahrhunderts von dem Etatsrat Dr. Peter Jochims (1762-1844) eingerichtete und 1853 eingegangene Baumschule weithin bekannt war.

 

 

Faulstraße, eine alte Straße der einstigen „Nyghenstat“, die sich vermutlich erst entwickelt hat, nachdem die einstigen Befestigungsanlagen der Stadt niederglegt waren. Ihr Name deutet auf frühes Sumpfgebiet biet bei ihrer Anlage hin, da „ful“ im niederdeutschen Sprachgebrauch gleichbedeutend ist mit „schmutzig“ oder „übelriechend“ und ful in diesem Sinne auch in dem Namen der „fulen Twiete“ hervortritt, einer älteren Gasse in der Altstadt, die von dem oberen Teil der heutigen „Töpferstraße“ bis an die Schlei führte, aber schon im 17. Jahrhundert eingegangen ist. Die „Faulstraße“ hat zeitweilig auch den Namen „Kleine Michaelisstraße“ geführt, der sich auf die Dauer nicht eingebürgert hat.

Fehrsstraße, angelegt 1919 und benannt nach dem Heimatdichter Johann Hinrich Fehrs. (1838-1916)

Feldstraße, ein alter Verbindungsweg zwischen Schubystraße und Stadtfeld, der ursprünglich den Namen „Schneidergang“ hatte und 1888 zur heutigen Straße ausgebaut worden ist. Der Name „Feldstraße“ ist vermutlich mit Rücksicht auf die Ausmündung der Straße in das Stadtfeld gewählt worden.

Fischbrückstraße, eine alte Verbindungsstraße zwischen der Altstadt und dem Holm. Sie führte im Mittelalter in ihrem oberen Teil den Namen: „Heilige-Geist-Osterstraße“, da sie den Kirchhof des „Heiligen-Geist- Hospitals“ an seinem Ostende abgrenzte. An ihrem unteren Ende lag das „Steintor“. Hier wurde noch bis ins 18. Jahrhundert der Fischmarkt abgehalten, nach dem von der Stadtseite her die „Fischbrücke“ führte, die ihren Namen wieder der Straße gegeben hat.

Flensburgerstraße. Die Straße ist im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts als Richtweg nach der auf Flensburg und dem weiteren Norden zugeführten Hauptlandstraße angelegt. Bis dahin ging der Verkehr von Süden her über den seiner Steigung wegen sehr beschwerlichen „Hesterberg“. Die Straße hat sich erst in den letzten Jahrzehnten zu seiner heutigen Vollendung entwickelt und führt seit 1888 seinen jetzigen Namen.

Freiheit, ein wenig bebauter Platz in der Nähe des St. Johannisklosters, der von altersher zu Volksbelustigungen und anderweitigen öffentlichen Veranstaltungen benutzt ist. Sein Name hänge vermutlich mit dem einstigen Asylrecht des nahen Klosters, eines einstigen Nonnenklosters zusammen.

Friedrichstraße, die Hauptstraße des „Friedrichsberg“ seit der Entstehung dieses Stadtteiles. Die Straße führt seit 1888 ihren heutigen Namen, der auf den Herzog Friedrich III. von Holstein-Gottorf (1616-1659) hinweist, dem der Friedrichsberg seine besondere Entwicklung verdankt.

Fitz-Reuterstraße, angelgt 1920 und benannt nach dem bekannten deutschen Schriftsteller und Dichter Fritz Reuter.

Fußamholm, eine alte Nebenstraße auf dem „Holm“, für die in früheren Zeiten die Namen „Fusenhof“, „Fusenhale“, auch „Fusenhol“ vorkommen, die sich anscheind von einem Eigennamen herleiten.

 

 

Gallberg. Der heutige „Gallberg“ besteht aus dem früheren „Pferdemarkt“ und der „Angelbostraße“. Der erste Name umfaße den jetzigen freien Platz, der schon in der einstigen „Nyghenstat“ als Marktplatz gedient und für den Verkehr mit der Landschaft Angeln von besonderer Wichtigkeit gewesen sein wird, während die „Angelbostraße“ dort begann, wo sich der „Pferdemarkt“ verengt und in eine auf St. Jürgen zuführende Landstraße ausläuft. Den Namen „Gallberg“ einwandfrei zu deuten, ist bisher nicht gelungen, ihn mit „Galgenberg“ in Verbindung zu bringen, ist verfehlt, da hier nie ein Hochgericht gestanden hat.

Gartenstraßeangelegt 1908 und vermutlich benannt nach hier vorhandenen Kleingärten.

Gasstraße, zunächst Zugangsweg zu der im Jahre 1856 erbauten Gasanstalt, später in eine Straße umgewandelt und seit 1888 mit dem jetzigen Namen belegt.

Georg-Pfingstenweg, angelegt um 1825 und neuerdings benannt nach dem Professor Georg Wilhelm Pfingsten, dem ersten Leiter des im Jahre 1810 von Kiel nach Schleswig verlegten Taubstummen-Insituts, dem er bis 1825 vorstand. Der ursprüngliche Name des Weges war „Oerweg“, so benannt nach dem nahen Uferland „Oer“.

Gottorfstraße, die Hauptzugangsstraße zum Schlosse Gottorf von Süden her und schon in herzoglicher Zeit vorhanden, führt aber erst seit 1888 ihren heutigen Namen.

Großer Baumhofsgang, vermutlich ein alter Zugangsweg zu einem der mitterlalterlichen Kirchhöfe, wahrscheinlich zu dem Kirchhofe der Laurentiuskirche.

Gutenbergstraße, seit 1902 angelegt und nach dem Erfinder der Buchdruckerkunst Johann Gutenberg benannt. Anlaß zur Benennung der Straße hat vermutlich die Bedeutung der Stadt Schleswig für den einheimischen Buchdruck im 17. Jahrhundert gegeben, die den derzeitigen Buchdruckern Jacob zur Glocken und Joh. Holwein zuzuschreiben ist.

 

 

Hafengang, eine Nebenstraße in der Altstadt von höherem Alter, die ursprünglich den Namen: „Um de Rackerstall“ führte, der jetzt nur noch für den unbebauten Teil des Ganges fortbesteht und an die unter Aufsicht des Scharfrichters stehende, neben dem Rathausgarten belegen gewesene Abdeckerei erinntert. Der Name „Hafengang“ ist seit 1888 in Gebrauch gekommen.

Hafenstraße, seit 1888 so benannt. Die auf den Hafen zuführende Straße führte bis dahin den Namen : „Schiffbrückstraße“.

Herrenstall, um 1773 angelegt nach Abbruch des herzoglichen Reuterstalles, gewöhnlich „der lange Stall“ genannt, in dem die Trabanten-Pferde des Gottorfer Schlosses untergebracht waren.

Hesterberg, eine alter Verkehrsstraße für den Durchgangsverkehr von Süden nach Norden, der mit der Erbauung des Gottorfer Dammes durch den Herzog Adolf von Holstein-Gottorf im 16. Jahrhundert entstanden sein wird, ihre Bedeutung aber mit der Anlegung der „Flensburger Straße“ (s. diese) verlor. Ihren Namen hat die Straße dem nahen „Hesterberg“ entlehnt, der in herzoglicher Zeit den Pferden aus dem Gottorfer Marstall als Weide diente.

Hornbrunnen, eine vermutlich im 17. Jahrhundert bei Erbauung von Soldaten-Wohnungen entstandene, Nebenstraße im Friedrichsberg, die ihren Namen dem nahen „Hornbrunnen“ entlehnte, einer angeblichen Heilquelle, aus der die herzogliche Tafel ihr „Teewasser“ bezog und daher unter landesherrlicher Verwaltung stand.

Hühnerhäuser, ursprünglich eine Häusergruppe für Arbeiter und Bedienstete der Gottorfer Hofhaltung, denen die Pflicht oblag, für die herzogliche Küche Hühner zu züchten und aufzuziehen. Die „Hühnerhäuser“ gehörte schon vor 1712 zum Stadtgebiet. Ihr Name besteht jetzt nur noch als Quartiersbezeichnung, die früher damit belgten Häuser sind der „Schubystraße“ zugewiesen.

Hunnenstraße, eine der ältesten Straßen der Altstadt, die den Verkehr mit dem „Großen Markt“, jetzt „Rathausmarkt“, vermittelt. Ihr richtiger Name ist „Hundestraße“, der einem im Mittelalter hier belegen gewesenen fürstlichen Hundeparkt entlehnt sein soll; die Verdrehnung in „Hunnenstraße“ ist unberechtigt.

 

 

Kattenhunder Weg, alter Landweg mit Richtung auf die einstige Hauptheerstraße des Landes, den sog. Ochsenweg. Die zum Dorfe Berend gehörigen Ausbauerstellen, denen vermutlich nach alten, „Katt“ und „Hund“ benannten Befestigungsanlagen der Name „Kattenhund“ beigelegt worden ist, haben dem Wege seinen heutigen Namen gegeben. Über die Bedeutung von „Katt“ oder „Katze“ s. „Kattsund“.

Kattsund, eine alte, auf den „Gallberg“ zuführende Nebenstraße, deren Name an die einstigen Befestigungsanlage der Stadt, hier die Benennung „Angelbowirki“ führte, erinnert. Da vorwerkartige Anlagen in alter Zeit als „Katze“ bezeichnet wurden, besteht die Vermutung, daß von einer derartigen Wallanlage der Name der Straße herzuleiten ist.

Kirchstraße, eine kurze Nebenstraße an der Südseite der Domkirche.

Klaus-Groth-Straße, angelegt 1919 und benannt nach dem bekannten Heimatdichter Klaus Groth (1819-1899).

Kleiner Baumhofsgang, ein alter Zugangsweg zu einem der mitteralterlichen Kirchhöfe, vermutlich dem Kirchhof der bereits im 15. Jahrhundert verschwundenen St. Olavskirche.

Kleinberg , eine Nebenstraße in Friedrichsberg, ursprünglich Uferland der Schlei, des frühestens im 17. Jahrhundert zu Wohnplätzen eingerichtet wurde. Der Name ist aus „Klyenberg“ entstanden, da hier früher Klei- oder Lehmgruben gelegen haben werden. Noch in der stätischen Kämmerei-Rechnung von 1685 wird die Uferstelle so benannt.

Kleinziegelhof, eine Nebenstraße zum Lollfuß gehörig, angelegt von dem Kammerrat und Zollinspektor Striecker um 1710, nach Niederlegung der hier bestandenen, gegen 1633 eingerichteten herzoglichen Ziegelei.

Königstraße, angelegt Ende der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts und benannt nach den Königswiesen, die durch die Straße für den öffentlichen Verkehr erschlossen wurde. Bis in die 80er Jahre des vorherigen Jahrhunderts führte die Straße den Namen: „Neuer Weg“ und war ungepflastert.

Königsalle, eine bereits zur Zeit der Gottorfer Herzöge angelegte Allee im „Neuwerk“. Diesem in späterer Zeit von dem auf Gottorf einkehrenden Fürstlichkeiten, namentlich der dänischen Königsfamilie viel benutzten Wege ist 1914 der heutige Name beigelegt worden.

Kornmarkt, alter Marktplatz und wirtschaftlicher Mittelpunkt der „Nyghenstat“, der in frühen Zeiten „Sweinsmarkt“ und darauf „Korn- und Rockenmarkt“ ganannt wurde.

Kurze Straße, die als Zugangsstraße zur mitteralterlichen St. Clemenskirche gedient haben wird und auch als Anfahrtsstraße für die Alte Stadtmühle benutzt wurde. Ihr Name leitet sich aus ihrer geringen Länge her.

 

 

Lange Straße , zu Beginn dieses Jahrhunderts eine der ältesten und vernehmsten Straßen der Altstadt mit lebhaftem Durchgangsverkehr.

Lollfuß, der lange als Verbindungsweg zwischen der Altstadt und dem Schlosse Gottorf bestand und erst nach der Vereinigung der verschiedenen Stadtteile zu einer Stadtgemeinde (1712) gepflastert wurde. Der Name „Lollfuß“ stammt vermutlich aus katholischer Zeit und wird auf den heiligen Lullus oder Lul zurückgeführt, dessen Fuß in einer Kapelle am Hesterberg als Reliquie verehrt sein soll, zu der die heutige Straße als Wallfahrtsweg benutzt wurde.

Lornsenplatz, durch Trockenlegung des „Kälberteiches“ im Jahre 1896 entstanden und nach dem bekannten Landvogt und schleswig-holsteinischen Patrioten Uwe Jens Lornsen (1793-1837) benannt.

Lutherstraße. Die gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegte und ursprünglich „Alleestraße“ benannte Straße führt seit der Lutherfeier im Jahre 1917 ihren jetzigen Namen.

 

 

Mansteinstraße, angelegt 1906 und benannt nach dem Korpskommandeur und General der Infrantrie Albrecht Ehrenreich Gustav von Manstein (1805-1877), dem Chef des mit zwei Bataillonen in Schleswig stationierten Infanterie-Regiments von Manstein Nr 84.

Margarethenwallstraße, angelegt 1923 und benannt nach dem in ihrer Nähe belegenen Danewerk, von dem ein Teil im Volksmunde den Namen „Margarethenwall“ führt.

Marktstraße, eine alter Verkehrsstraße der Altstadt, die bis 1888 den Namen „Torfstraße“ führte, in dem eine Herleitung aus dem dänischen Wort „torv“ (Markt) vermutet wird.

Michaelisallee. Sie ist 1825 unter Beihilfe freiwilliger Spenden aus der Bürgerschaft auf dem Michaelisfelde, dem einstigen „Munkenland“, als Promenadenweg angelegt und endete anfalgs bei der Lollfußer Schützenkoppel mit dem sogenannten Schneckenberge.

Michaelisstraße, eine alte und belebte Verkehrsstraße in der frühen „Nyghenstat“, die ihren Namen zweifellos von dem einstigen Michaeliskloster oder der Michaeliskirche herleitet, an deren Standort sie vorüberführt.

Mittelstraße, angelegt Ende des 19. Jahrhunderts durch den Arbeiterbauverein und benannt nach ihrer Bestimmung als Vermittlerin des Verkehrs zwischen Anglerstraße und Feldstraße.

Moltkestraße, angelegt zu Anfang der 90er Jahre des vorherigen Jahrhunderts und benannt nach dem General-Feldmarschall Hellmuth von Moltke, dessen Eltern längere Zeit in Schleswig wohnten, wo auch die Mutter des Marschalls, deren Grabstätte sich auf dem Friedhof Schubystraße befindet, am 19. Mai 1837 verstorben ist.

Mönchenbrückstraße, eine der ältesten Straßen der einstigen „Nyghenstat“, die ihren Namen nach der früheren „Monnekenbrücke“, auch „Minriksbrücke“ genannt, erhalten hat. Sie war einst an ihrem unteren Ende durch ein Brücken-Tor, „dat üterste Dor“ geschützt, wo heute sich der Abfluß des Polierteiches befindet. Über den Namen der Straße führt der Chronist Ulrich Petersen folgendes an: „Nach der Zeit – d. h. nach Anlegung der Brücke – hat Hinrich Minrik, Bürger, nachgehends Ratmann, zuletzt Bürgermeister, nahe an diesem Bach eine Scheune oder Stall samt einem Hofraum gehabt, von dessen Namen diese Brücke de brügge by Mynricks Schüne, by Minricks Have schon Anno 1449 genennet worden. Diesen Namen Minricks-Brügge hat diese Brücke noch bis Anno 1631 geführet. – Die alten Register meldeten außerdem, daß Anno 1581 un folgende Jahre der alte Name Minricks- brügge von dem gemeinen Mann in Minsbrügge kurzt zusammengezogen und aus dem Worten Minsbrügge endlich die Münchsbrügge und gar die Mönkenbrücke verwandelt worden.“ Sach behauptet dagegen, daß der Name „Monikenbrygge“ der ursprüngliche gewesen sei, der auf das einstige, von Benediktiner-Mönchen gegründete Michaeliskloster hinweist.

Mühlenredder, einstiger Mühlenweg zur alten „grauklösterlichen“ Wassermühle in St. Jürgen.

 

 

Neuwerkstraße, angelegt 1866 nach Erschließung des „Foetjenberges“ durch eine Allee und später verlängert. Ihren heutigen Namen führt die Straße seit 1888 nach dem Herzog Friedrich III. von Holstein-Gottorf im Jahre 1640 eingerichteten Lustgarten, dem seiner Einrichtung und Ausstattung wegen vielgerühmten „Neuwerk“.

Norderdomstraße, eine alte Straße, vorwiegend auf einstigen Grund des Domkapitels, aber erst seit 1888 mit dem jetzigen Namen belegt. An ihr lag die Kurie des Bishofs, der „Bischofshof“.

Norderholmstraße, eine alte Straße auf dem Holm, die aber erst sei 1888 ihren jetzigen Namen führt.

Noorstraße, eine Nebenstraße der Langen Straße von höherem Alter. Sie führte früher abwechselnd die Bezeichnungen „Gang hinter der Mühle“ und „Norderstraße“. Seit 1888 hat sie ihren heutigen Namen erhalten.

 

 

Pastorenstraße, ein alter. auf einstigem Grunde des Domkapitels belegener Gang, an dem in katholischer Zeit mehrere Domherren-Kurien lagen.

Plessenstraße, benannt nach dem am 7. Januar 1904 in Schleswig verstorbenen Landrat, Baron Hugo von Plessen, einem bekannten Wohltäter der Stadt, der Jahrzehnte hindurch Eigentümer des „Plessenhofes“ war.

Polierteich , eine zum „Stadtfeld“ führendes ältere Straße, die ihren Namen von dem nahen „Polierteich“ erhalten hat, den dem im Mittelalter eine Metall-Poliermühle lag und betrieben wurde.

Poststraße, angelegt 1901 und benannt nach dem an ihr belegenen Post-Gebäude.

 

 

Rathausmarkt, von alterher der Haupt-Marktplatz der Stadt und als „Großer Markt“ (Grot-Markt) bezeichnet. Seit 1888 führt er seinen jetzigen Namen.

Reiferbahn (Reeperbahn), eine Nebenstraße auf dem Stadtfeöd. derem erste Anlage in das 17. Jahrhundert zurückreichen und ihren Namen nach einer hier früher betriebenen, der Stadt häuerpflichtigen Reiferbahn erhalten haben wird.

Rudolfsberg, eine vermutlich im 17. Jahrhundert bei Erbauung von Wohnungen für ausgediente Soldaten entstandene Nebenstraße im Friedrichsberg, die ihren Namen nach einem dort ansässig gewesenen Grundeigentümer, vermutlich dem Brauer und Mälzer Rudolf Walker erhalten haben wird.

 

 

Schlachterstraße, eine der ältesten Nebenstraßen der Altstadt am einsitgen Stadtgraben, in der vorwiegend Schlachter wohnten und auch das Ratschlachterhaus belegen war, das noch 1773 als solches im Stadtkataster geführt wird.

Schleistraße, angelegt 1888 in Anlaß des derzeit nach den Königswiesen, verlegten Güterbahnhofes.

Schloßallee, sie bildet die Fortsetzung der Gottorpstraße in Richtung auf das Hauptportal des Schlosses.

Schubystraße, eine alte Verkehrsstraße, für die Verbindung, der Stadt mit der einstigen Hauptheerstraße des Landes, dem sog. Ochsenwege. Für Schleswig hatte das an diesem Wege belegene Dorf Schuby eine größere Bedeutung, die in dem Namen der Straße zum Ausdruck kommt.

Schulberg, eine vermutlich im 17. Jahrhundert bei Erbauung von Wohnungen für ausgediente, Soldaten entstandene Nebenstraße in Friedrichsberg. die in ihrem Namen auf alte Schuleinrichtungen hindeutet, über die aber nichts mehr zu ermitteln ist.

Stadtfeld, ursprünglich ein Teil der Stadt gehörigen gemeinsamen Ländereien, der bereits 1655 mit Häusern bestanden war und wiederholte umfangreiche Feuerbrünste erlitten hat.

Stadtweg, ursprünglich ein Richtweg für den Verkehr mit dem Schlosse Gottorf mit dessen Hebung der Weg an Bedeutung gewann. Seine älteste Benennung war daher „Gottorfer Weg“; der spätere Name „Stadtweg“ scheint die Zugehörigkeit der Straße zum Stadtgebiet die landesheerlich vielfach außer acht gelassen wurde, besonders betonen zu wollen. Der „Stadtweg“ ist zu Anfang des 18. Jahrhunderts zusammen mit dem „Lollfuß“ reguliert worden.

Süderdomstraße, eine auf einstigem Domkapitals-Grund belegene Straße, die in katholischer Zeit den Namen „Papenstraße“ führte und den Zugang zu mehren Domherren-Kurien und Domkapitels-Gebäuden bildete. Ihren heutigen Namen führt die Straße seit 1888.

 

 

Theodor-Storm-Straße, angelegt 1919 und benannt nach dem als Dichter und Schriftsteller bekannten Husumer Amtsrichter Theodor Storm (1817-1888)

Thiessensweg, angelegt 1809 und benannt nach seinem Erbauer, dem im Jahre 1913 verstorbenen Rentier W. Thiessen in Schleswig, der mit diesem Wege die sog. Weinteichkoppel für Bauzwecke erschloß.

Töpferstraße, eine alte Straße der Altstadt, die dem Kirchhof des „Heiligen-Geist-Hospital“ nach Süden abgrenzte und daher ursprünglich den Namen „Heiligen-Geist-Süderstraße“ führte. Wann und aus welchem Grunde ihr der heutige Name „Töpferstraße“ (Pottmakergade) beigelegt ist, ist genau nicht mehr festzustellen. Eine nähere Beziehung zu dem städtischen Töpfergewerbe des in Schleswig nie große Bedeutung gehabt hat und deren jeweilige Handwerksmeister stets über das ganze Stadtgebiet verteilt gewesen sind, hat nie bestanden, sofern man nicht annehmen will, daß hier einst Lehmgruben lagen oder von seinem Mitgliedern benutzt wurden.

 

 

Waldmühle, ursprünglich eine Walk-, Stampf- und Lohmühle, die 1770 angelegt wurde und nach verschiedenen Veränderungen zuletzt als Sägemühle in Benutzung gewesen ist. Seit Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts zu einer Gastwirtschaft eingerichtet, führt sie von da ab den Namen „Waldmühle“.

Wiesenstraße, angelegt 1903 und benannt nach den „Königswiesen“ über die sie führt.

Wildemannsgang, ein älterer, auf das Stadtfeld zuführender Gang, vermutlich benannt nach der durch mehrere Geschlechtsfolgen in Schleswig ansässig gewesenen Bürgerfamilie Willemann.

Windalllee, angelegt als Verbindungsweg zwischen dem Schlosse Gottorf und dem Kleinziegelhof nach Beseitigung der Nordbastion, die in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts vorgenommen wurde.

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