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Neubaugebiet „An den Wichelkoppeln“

Auf dem Areal des ehemaligen Kleingartengeländes am Kattenhunder Weg entsteht nicht nur die zweite neue Feuerwache der Stadt Schleswig, sondern auch ein weiteres Wohngebiet. Gut 60 Grundstücke sollen hier erschlossen werden, geplant ist eine Mischung aus Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern. Der Kleingartenverein Schleswig nutzte das Gelände bis zum Jahr 2016. Da im Laufe der Jahre zunehmend mehr Kleingartenparzellen unverpachtet blieben, gab der Verein das Grundstück an die Stadt zurück.
Die Natur breitete sich bis zur Räumung der Parzellen ungehindert aus, einige Kleingartenlauben verschwanden fast gänzlich unter Rankgewächsen und Sträuchern.

Planzeichnung „An den Wichelkoppeln“

Mit der Ausweisung des neuen Wohngebietes wird weiterer Wohnraum insbesondere für junge Familien mit Kindern geschaffen. Ein geplanter Fußweg soll den Kattenhunder Weg mit dem Schulwald verbinden.
Die benachbarte Feuerwache sowie das angrenzende Gewerbegebiet im Norden sollen entsprechend der lärmtechnischen Untersuchung keine negativen Auswirkungen auf das Wohngebiet haben. Ein Teilbereich der Feuerwache wird mit einem Lärmschutzwall umgeben. Zwischen dem Baugebiet und dem Gewerbegebiet „Am Ratsteich“ im Norden ist die Errichtung einer Lärmschutzwand notwendig. Weiterhin wird eine Reihenhausbebauung an dem Kattenhunder Weg empfohlen, um das dahinterliegende Baugebiet vor Verkehrslärm zu schützen.

Erd-Eiswärme

Das Baugebiet „An den Wichelkoppeln“ soll, nach dem derzeitigen Planungsstand, von den Schleswiger Stadtwerken mit kalter Nahwärme/Erdwärme energetisch versorgt werden. Diese neue, innovative und klimafreundliche Energieversorgung wenden die Stadtwerke bereits erfolgreich im 2. und 3. Bauabschnitt des Neubaugebietes Berender Redder an.

Prinzip kalte Nahwärme


Auch die neue Feuerwache am Kattenhunder Weg soll an diese umweltfreundliche und preiswerte Technik angeschlossen werden. Kern dieser neuen Technologie ist ein Erdeispeicher, der als Wärme-, bzw. Kältequelle dient. Über ein „kaltes Nahwärmenetz“ werden die Häuser an das System angeschlossen und können die Wärme zu Heizen und die Kälte für Wärmetauscher, wie beispielsweise Klimaanlagen, nutzen.

Altlasten

Obwohl das Gelände über viele Jahrzehnte als Kleingartenanlage diente, wurden auf einigen Teilflächen des zukünftigen Baugebietes erhöhte PCB- und PAK-Werte festgestellt.
So heißt es in dem Bericht über die „Nachuntersuchung der Oberböden auf den bei vorherigen Untersuchungen auffälligen Flächen im Bereich der ehemaligenKleingartenanlage Kattenhunder Weg, Schleswig/Wichelkoppeln“, erstellt von dem Ingenieurgeologischen Büro Alko GmbH:

PCB wurden auf der Teilfläche S8 mit einem Gehalt über dem Vorsorgewert und über dem in Schleswig-Holstein in entsprechenden Böden angenommen Hintergrundgehalt bei der Bodenuntersuchung 2018 nachgewiesen.

PCBs (Polychlorierte Biphenyle) sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen. Die Nachuntersuchung im Jahr 2019 ergab jedoch keine Auffälligkeiten von PCB-Werten.

Untersuchungsgebiet Wichelkoppeln
Im Nordwesten und Südosten wurden
erhöhte PAK-Werte festgestellt

PAK waren auf den drei Teilflächen S6, S11 und S16 wegen Vergleichswertüberschreitungen des Einzelsubstanzgehaltes für Benzo(a)pyren für Wohngebiete auffällig.Merkliche Gehalte von aliphatischen Kohlenwasserstoffen wurden einer natürlichen Entstehung zugeschrieben. Die zu untersuchenden Pflanzenschutzmittel waren nicht nachweisbar.

PAKs (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) sind ebenfalls giftig und können sich in Organismen einlagern. Für Teilflächen kommt das Gutachten zu diesem Ergebnis:

Der in der derzeit brachliegenden Teilfläche 11.2 beprobte Oberboden wird im Falle der geplanten Bebauung durch Einfamilienhäuser nicht dem zukünftigen Oberboden entsprechen. Erfolgen im Rahmen der Erschließung bzw. Bebauung der Austausch oder die Überdeckung des belasteten Oberbodens in ausreichender Mächtigkeit (35 cm),kann eine Gefährdung des Schutzgutes Mensch ebenfalls ausgeschlossen werden. Alternativ kann auch eine Sanierung durch Bodenaustausch erfolgen. Bei der erforderlichen Austauschtiefevon 0,3m sind auf der ca. 670m² betragenden Viertelfläche 11.2 rund 200 m³ auszutauschen bzw. zu entsorgen.

Mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten ist noch in diesem Jahr zu rechnen.