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„Snuten un Poten“ ist nicht nur der Name eines traditionellen norddeutschen Gerichtes sondern auch der Namensgeber für eine stadtgeschichtliche Führung der Agentour Zeitensprung über das historische Schlachterwesen in der Schleswiger Altstadt. Am 19.März 2016 hat die „alte-schleihalle“ an dieser Veranstaltung teilgenommen, die am Rande der ehemaligen Bullenwiese, wo heute die Touristeninformation steht, ihren Anfang nahm.

Die Teilnehmer bekamen am Treffpunkt von dem Stadtführer Jens Nielsen gleich die Aufgabe, ein grobkörniges Lebensmittel durch Schmecken und Riechen zu erraten. Es handelte sich um Kandiszucker, mit dem vor rund 800 Jahren das Fleisch versüßt wurde, denn der süß-saure Geschmack war typisch für Schleswig-Holstein.

Der Rundgang durch die Altstadt führte zu verschiedenen markanten Orten, an denen Nielsen seine Teilnehmer interessante Informationen über das alte Schlachterwesen vermittelte. Nachdem er über den Schutzpatron der Schlachter und Kutter, St.Georg, berichtete, ging es unter musikalischer Begleitung von Kirsten Freienstein zu den nächsten Haltepunkten. Nach und nach vermittelte Nielsen die Bedeutung und Verwendung von Werkzeugen, die typisch für  die Schlachter waren, wie z.B.  die Hakensichel, der Borstenschaber, das Hacke- und das Fleischerbeil. Eine ganze Vielzahl von Schlachterutensilien befanden sich in dem mitgeführten Bollerwagen, der rumpelnd über das Kopfsteinpflaster der Altstadt gezogen wurde.

Der Ursprung von Redewendungen wie beispielswiese „Er gibt den Löffel ab“ oder „Trauern macht hungrig“ wurde ebenso anschaulich erklärt wie auch die Herkunft des Wortes „Schmierbauch“ und weiterer Begriffe.  Fleisch war damals eine richtige Kostbarkeit, so wurde auch das Fleisch, das nicht mehr frisch war oder von kranken Tieren stammte, keinesfalls weggeworfen – es wurde im Armenhaus verspeist. Zum Würzen dieses Fleisches wurde meistens Asant (Teufelsdreck) verwendet, um den unangenehmen Geruch zu überdecken.

Durch die Straße der Abdecker (Racker, Achter de Rackerstall) ging die Führung weiter zum Mühlenbach, der heute fast klares Wasser führt. In grauer Vorzeit war das anders – der Mühlenbach diente den Schlachtern als Abwasserkanal, in ihm wurden Blut, Schlachtabfälle und anderer Unrat gekippt. Direkt am Mühlenbach, in Nachbarschaft zur Alten Stadtmühle, stand auch das Ratschlachthaus, über dessen Bedeutung die Teilnehmer dieser Führung aufgeklärt wurden. Durch die Schlachterstraße zog die Gruppe weiter zum Kälberteich, zwei Straßen, die noch heute auf die Bedeutung der Schlachter in der Altstadt hinweisen.

Wie ich es von anderen Veranstaltungen der Agentour Zeitensprung gewohnt bin, war auch diese Stadtführung nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam.

 

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