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In der „Schriftenreihe aus dem Landeskrankenhaus Schleswig/Stadtfeld/Hesterberg“ erschien in der September-Ausgabe des Jahres 1959 ein kurzer Bericht über das in den Jahren 1958/59 errichtete Schwesternwohnheim des LKH Stadtfeld. Verfasst hat diesen Aufsatz der damalige ärztliche Direktor der Anstalt Reg.Med.Dir. Dr. Walter Hellermann.

 

Das neue Schwesternwohnheim des Landeskrankenhauses

Am 6.Mai 1959 wurde das Schwesternwohnheim seiner Bestimmung übergeben. Frau Sozialminister Dr. Ohnesorge und Innenminister Dr. Lemcke führten die lange Liste der Vertreter des Landtages, der Landesausschüsse, der Ministerien, von Kreis und Stadt Schleswig, der Kirchen, Krankenhäuser, Ärzte-, Schwestern- und Pflegerschaft, von Bundeswehr, Gewerkschaften, Wohnungsbauunternehmen, der Landestreuhandstelle der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen usw. an. Das Orchester des Landeskrankenhauses eröffnete die Feier mit der Ouvertüre „Orpheus in der Unterwelt“ von Jaques Offenbach.
In einer eindrucksvollen Feier wurde dargetan, was dieser Bau und die darin ausgedrückten sozialen Gedanken für Gegenwart und Zukunft bedeuten. Nach der Schlüsselübergabe sagte der Innenminister u.a.: „Es ist ein großartiges Werk geworden. Aus unserer Fürsorgepflicht heraus sind wir gehalten, die Ansprüche der Schwestern zu erfüllen. Ich bedaure, dass diese Erkenntnis erst allgemein anerkannt wurde, als der Schwesternberuf ein Mangelberuf wurde.“
In den weiteren, zahlreichen Ansprachen wurde immer wieder betont, dass bei der Schaffung dieses Werkes nicht nur die Vernunft, Kopf und Hand mitgewirkt haben, sondern auch die Herzen und das soziale Verantwortungsbewußtsein der leitenden und helfenden Kräfte.
Der ärztliche Direktor des Landeskrankenhauses (Reg.Med.Dir. Dr. Hellermann) schloß die Feier mit einer Festansprache, die mit dem Bekenntnis ausklang: „Wir wollen unseren Dank für das neue Schwesternwohnheim durch unseren Dienst an den Kranken abstatten.“

 

 

In dem Neubau sind in 7 bzw. 8 Geschossen 163 Bettenplätze (einschließlich Oberin) untergebracht, wofür 113 Wohn- und Schlafräume zur Verfügung stehen.
Die Schwesternzimmer sind in Flurgemeinschaften zusammengefasst, zu denen jeweils eine Teeküche, die Bad- und WC-Anlagen, ein Putzraum und eine Telefonzelle gehören.
Im eingeschossigen Nebengebäude (Pförtnerhaus) befinden sich die Pförtnerloge mit Botenmeisterei, das Dienstzimmer für den diensthabenden Arzt mit Warteraum und Krankenwagengarage, so dass Kranke notfalls im Wagen untersucht werden können, bevor sie der zuständigen Station überwiesen werden.
Außerdem befinden sich im Nebengebäude die Wohnung der Oberin mit zwei Zimmern, Küche und Bad, ein Oberinsprechzimmer und WC-Anlagen. Das Nebengebäude ist mit dem Hauptgebäude durch einen überdachten und verglasten Zwischengang verbunden.

 


Der Zugang zu den Fahrradkellern ist unmittelbar von außen möglich. Im Keller sind außer den notwendigen Installationsräumen Abstellräume, eine kleine Waschanlage mit Trockenraum und ein Raum für Gymnastik, Tischtennis usw. untergebracht.
Alle Wohnräume sind mit eingebauten Schränken für Kleider, Wäsche, Schuhe und Koffer ausgestattet. Jedes Wohnzimmer hat eine eigene Waschgelegenheit mit Kalt- und Warmwasserversorgung. Außerdem  befinden sich in jedem Raum eine Rufanlage und ein Anschluß an die Sammelantennenanlage für alle Wellenbereiche einschließlich Fernsehen. Ein Teil der Zimmer ist mit Balkonen ausgestattet.
Das Gebäude ist mit einem Aufzug und einer Müllschluckanlage ausgerüstet. In den Küchen befinden sich eingebaute Speiseschränke für die Tagesvorräte sowie ein Kühlschrank, ein Elektrovollherd, eine dreiteilige NIROSTA-Spüle sowie reichlich Abstellraum und Arbeitsplatten.
In jedem Geschoß ist außerdem ein Putzbalkon und – außer im 8.Geschoß – ein Tagesraum eingerichtet.

 

 

Gesamtkosten des Schwesternwohnheims einschl. Oberinwohg, ohne Pförtnerhaus: 1.080.600,– DM

davon entfallen auf
a) reine Baukosten: 798.200,– DM
b) Kosten der besonderen Gründungsmaßnahmen, der besonders zu berechnenden Bauteile, der besonderen Betriebseinrichtungen und der Einbaumöbel: 135.000,– DM
c) Kosten der Außenanlagen: 34.900,– DM
d) Baunebenkosten: 112.500,– DM

Erstellt wurde das Schwesternwohnheim von der Nordmark-Wohnungsbaugesellschaft, Kiel.

 

 

Stand: 21.09.2012

 

 

 

 

 

 

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