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Am 27. und 28.November 2015 wurde in der Heimat – Raum für Unterhaltung die große Magic Burlesque Wintershow aufgeführt. Die „alte-schleihalle“ durfte diese Show fotografisch begleiten und ich muss zugeben, dass mir der Begriff „Burlesque“ bis dahin unbekannt war. Zum Glück weiß das Internet alles 🙂
Nach der musikalischen Eröffnung der Show durch Terrél Woodbury musste zunächst einmal der Moderator und Extremkünstler Konrad Stöckel geboren werden – natürlich live auf der Bühne. Die Geburt war ebenso unterhaltsam wie unkompliziert und die Mutter, eine blonde „Frau“ mit Vollbart namens Paolo Pussy hat alles gut überstanden.
An die Darbietungen, die nun folgten, werde ich mich noch lange erinnern. Nachdem Konrad Stöckel sich mittels einer Gabel ein Auge ausgestochen hat, ist er wohl auf Geschmack gekommen und hämmerte sich in einem nächsten Akt einen Nagel in die Nase. Eine Besucherin der Heimat hatte anschließend die Ehre, diesen Nagel wieder ziehen zu dürfen. Zusammen mit dem Close Up Zauberer Danny Daniels aus New York sprühte es nur so von Gags und Comedy von der Bühne, auch wenn die erotische Tänzerin Killing IRA bei einem Zaubertrick nicht auf einem Eisenpfahl schwebte, sondern aufgespießt wurde, holte Stöckel eine Handvoll Konfetti aus der Tasche, warf es laut „Stimmung“ rufend in die Luft und das Mißgeschick war vergessen.

Zwischendurch wurde das Publikum immer mal wieder in die Show mit eingebunden, nicht nur bei Gesangseinlagen von Terrél Woodbury, sondern auch von dem Moderator. Dieser erkannte die ernste Erkrankung einer jungen Dame im Publikum, die er anschließend auf der Bühne erfolgreich operierte und als geheilt entlassen konnte.
Das Highlight des Abends war für mich persönlich  die erotischen Einlagen der beiden Burlesque-Tänzerinnen Killing IRA und Julietta la Dol. Während Killing IRA u.a. in einem Stahlkorsett mit Hilfe einer Flex die Funken sprühen ließ, ging es bei den Auftritten von Julietta la Dol eher weicher und sanfter zu.

Dieser Abend wird unvergessen bleiben und ich behaupte, dass diese Burlesque-Show auch hervorragend in die legendäre Schleihalle oder in das Moulin Rouge im Großen Baumhof  gepasst hätte. Dort gab es nicht nur Striptease-Shows bis 4 Uhr morgens, sondern auch sich im Schaumbad räkelnde Schönheiten oder Auftritte von Go-Go-Girls. Aber auch Kabarett, Varieté, Marionetten-Theater sowie die ganze Bandbreite der Kleinkunst hat die Schleihalle ihren Gästen geboten.  Mit der Heimat hat Mario Hoff diese Art der Kunst wieder zurück in das ansonsten noch immer so konservative und biedere Schleswig geholt und damit auch einen Hauch der alten Schleihalle. Ich freue mich jedenfalls auf weitere unterhaltsame Abende in der Heimat.

 



 

 

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