Neubaugebiet Kattenhunder Weg





Da im Laufe der Zeit immer mehr Gärten in der Kleingartenanlage am Kattenhunder Weg ungenutzt waren, hat der Kleingartenverein Schleswig einen Teil des gepachteten Grundstückes an die Stadt zurückgegeben.
Seit dem 01. Januar 2005 sind 19800 qm Fläche von dem Westteil der Anlage Kattenhunder Weg aus dem Pachtvertrag mit der Stadt Schleswig entlassen.
Die Fläche ist für die Wohnbebauung mit 35 Grundstücken vorgesehen. Durchführen sollte dieses Projekt eine Baufirma aus Neumünster.



Seefliegerhorst Schleswig
Blick über das zukünftige Baugebiet.


In den Jahren 2005 bis 2008 wurden die vorhandenen Gartenlauben abgetragen, ansonsten lag das Gelände brach und wurde von der Natur zurückerobert.

Im Juni 2009 berichten die Schleswiger Nachrichten über die bevorstehende Bebauung des ungenutzten ehemaligen Kleingartengeländes. Bauträger und Projektentwickler ist nun die Firma Stoll-Haus GmbH aus Schuby, nachdem die neumünsteraner Baufirma aus dem Projekt ausgestiegen ist.

Die Firma Stoll-Haus wird das Areal mit 17 Einfamilien- und Doppelhäusern sowie 22 Reihenhäusern bebauen, Details sind dem Bebauungsplan (B-Plan Nr.85) zu entnehmen (PDF-Datei). Das Neubaugebiet hat den Namen "An den Gärten" erhalten.
Die Grundstückspreise werden mit 89 Euro pro Quadratmeter angegeben, der Baubeginn soll im Spätsommer 2009 erfolgen.


In der Sitzung des Bau- und Umweltauschusses am 25.05.2010 werden die Straßennamen für die beiden Stichstraßen des Neubaugebietes bekannt.
Die Arbeitsgruppe zur Findung der Straßennamen, bestehend aus Herrn Carl Andresen (CDU), Frau Inke Asmussen (SPD), Herrn Harry Heide (SSW) und Herrn Rüdiger Wenzel (FDP), hat am 22.04.2010 entschieden, dass die Stichstraße zur Erschließung der Wohngrundstücke vom Kattenhunder Weg aus (Planstraße A) den Namen Oscar-Behrens-Straße erhält und die Stichstraße von der Kösliner Straße aus (Planstraße B) Carl-Wehn-Straße benannt wird.


Personalien



Bürgermeister Dr. Oscar Behrens (1880-1969)

Sehr verdienstvoller und tatkräftiger Bürgermeister von Schleswig vom 16.01.1913 bis 12.10.1933, wohnte im Gebäude Gallberg 4, später in der Bürgermeistervilla Lutherstraße 8.
Er trug einen maßgeblichen Anteil an diesen Projekten :
- Wiederaufbau des Schloss Gottorf nach dem Brand von 1917,
- Schaffung der Schleswiger Neustadt (Bellmannstraße usw.),
- Bau der Lollfußtreppe,
- Kauf des Plessenhofs,
- Aufstellung mehrerer Denkmale (Diana, Nackter Jüngling, Befreiungsdenkmal im Lollfuß, Husarendenkmal),
- Kauf des Stadttheatergebäudes,
- Gründung des Nordmark-Landestheaters zusammen mit der Stadt Husum,
- Vereinigung von Elektrizitätswerk, Straßenbahn und Wasserwerk zu den Städtischen Betriebswerken und Übernahme durch die Stadt,
- Übernahme des Gaswerkes,
- Eröffnung des Haithabu-Museums in von Günderoth’s Hof,
- Errichtung des ersten Kindergartens für taubstumme Kinder,
- Grundsteinlegung zur späteren Bugenhagen- und Altstädter Volksschule und das Taubstummeninstitut,
- Ankauf des Luisenbades,
- Verlegung des Arbeitsamtes nach Schleswig.

Bürgermeister Behrens war durch die Nationalsozialisten gezwungen worden, am 10.08.1933 sein Pensionierungsgesuch zu stellen und musste durch den Druck der Nationalsozialisten seine Tätigkeit in Schleswig 1933 beenden. Er wurde anlässlich seines 80. Geburtstages am 20.05.1960 mit der Ehrenbürgerschaft in Anerkennung seiner verdienstvollen und selbstlosen Tätigkeit für die materiellen und geistigen Interessen der Stadt geehrt.


Dr. Carl A. E. Wehn (1908-1983)

Steuerberater, ehem. Neuwerkstraße 9, Schleswig

1948
Bürgervorsteher der Stadt Schleswig
Mitglied in folgenden Ausschüssen:
Ausschuss für Gewerbe und Verkehr, Finanzausschuss, Kleingartenausschuss, Kleinsiedlungsausschuss

1951
Bürgervorsteher

1956
Bürgervorsteher, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr

1959
Bürgervorsteher, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr

Kommunalwahl 1962
Bürgervorsteher, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr

Kommunalwahl 1966
Bürgervorsteher, Stadtrat, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr, Mitglied im Magistrat

Dr. Wehn gehörte zu den Personen, die 1957 nach Mantes gefahren sind, um die Städtepartnerschaft vorzubereiten, die dann offiziell zwischen Schleswig, Mantes und Hayes 1958 begründet worden ist. Er war wesentlicher Motor der Partnerschaftsgründung.
1962 wurde das Kuratorium für Städtefreundschaft gegründet, dem Dr. Wehn von Anfang an bis 1980 als Präsident vorstand.


Stand : 19.Februar 2011





Quellen: Protokoll über die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 20.01.2004,
Protokoll über die Sitzung des Kleingarten- sowie Finazausschusses am 10.03.2004
Protokoll über die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 25.05.2010 (Drucksache - VO/2010/060),
SN 23.06.09, 05.08.09