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27. März 2020
Kurzfilm: Schneekatastrophe 1979 in Schleswig/Friedrichsberg

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24. März 2020
Abbruch Hallen Carl Söhrn, Neubau Edeka-Markt

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20. März 2020
Lagebericht von Bürgermeister Stephan Dose

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11. März 2020
Aus der Fotokiste - Kornmarkt 5, 1980

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10. März 2020
Baufortschritt Kloster auf der Freiheit

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8. März 2020
Baufortschritt Pionierhafen Schleswig

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8. März 2020
Abbruch Halle 53  auf der Freiheit

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6. März 2020
Aus der Fotokiste - Blick auf die Wikinghalbinsel

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3. März 2020
"Beat der Nationen" im Ballhaus Hohenzollern 1965

Dieser Artikel gibt den aktuellen Planungsstand wieder, soweit er von den Akteuren kommuniziert wurde. Kurzfristige Änderungen in der Entwicklung sind durchaus möglich.

Nach über vier Jahren Planungszeit und vielen politischen Diskussionen sind die Arbeiten an dem neuen Interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Busdorf angelaufen. Auf dem Grundstück des Baustoffhandels Carl Söhrn GmbH & Co. KG, entsteht in einem Gemeinschaftsprojekt von Lutz Schoppmeier-Söhrn, der Stadt Schleswig und der Gemeinde Busdorf ein neues Interkommunales Gewerbegebiet (IKG Schleswig-Busdorf) mit einem Nahversorger.

Das Betriebsgeländes der Firma Söhrn, das zur Bebauung vorgesehen ist, gehört zur Gemeinde Busdorf. Das bebaute Areal, das direkt an der Busdorfer Straße liegt, gehört zum Schleswiger Stadtgebiet. Von daher mussten sich beide Körperschaften gemeinsam um die Verwirklichung dieses Bauprojektes einbringen. Somit profitieren sowohl Busdorf, als auch die Stadt von den zukünftigen Einnahmen durch die Grundsteuer, als auch der Gewerbesteuer, von denen beide Akteure jeweils die Hälfte erhalten. Aber auch die möglichen Ausgaben, wie die Gewerbesteuerrückzahlung, wird geteilt.

Gelände Carl Söhrn, IKG Schleswig-Busdorf – 18. Februar 2020


Gut 30.000 qm stehen auf dem Grundstück zur Verfügung, der Nahversorger entsteht auf knapp einem Drittel dieser Fläche. Nachdem die Politik eine grundsätzliche Einigung erzielt hat, ob an dieser Stelle überhaupt ein weiterer Nahversorger erwünscht ist, wurde anschließend über die Größe der Verkaufsfläche gestritten. Diese ist nun für den eigentlichen Nahversorger auf höchstens 1640 qm begrenzt. Davon sind 1570 qm als Verkaufsfläche für den eigentlichen Edeka-Markt vorgesehen und 70 qm für die Vorkassenzone, die von kleineren Läden (Lotto/Toto-Annahme, Backshop, Gastronomie, Blumenshop, Friseur o.ä.) genutzt werden darf. Weiterhin sind für die Nebenräume des Edeka-Marktes 450 qm und für das Leergutlager 93 qm Fläche eingeplant. Der Kundeparkplatz ist für 121 Stellplätze ausgelegt.

In der ersten Planungen sollte die Verkaufsfläche mit etwas 1250 qm kleiner ausfallen, dafür war in einem 300 qm großen Nebengebäude eine Bäckerei mit Imbiss geplant. Dieser Nebenbau fällt weg, die Gastronomie wird in das Hauptgebäude integriert.

Bereits im Jahr 2016 ließ die Edeka Handelsgesellschaft Nord verlautbaren, dass sie ein Interesse hat, den Standort auf dem Söhrn-Gelände zu nutzen, da der Edeka-Markt in Busdorf keine Erweiterungsmöglichkeiten hat. Weiterhin soll der Edeka-Markt in der Friedrichstraße mittelfristig geschlossen werden.

Edeka-Markt Fick, BusdorfEdeka-Markt Jensen, Friedrichstraße

Damit erfolgt in der Summe eine Reduzierung der Edeka-Verkaufsflächen, denn gegenwärtig beträgt diese 1800 qm (Edeka Fick Busdorf: 800 qm, Edeka Jensen Friedrichstraße: 1000 qm). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbieter beider Edeka-Märkte erhalten in dem neuen Markt eine Weiterbeschäftigung.Mit dem Abbruch der alten Lagerhallen der Firma Carl Söhrn wurde im Februar 2020 begonnen.

Zur Geschichte: Gegründet wurde das Unternehmen nicht von Carl Söhrn, sondern von dem ehemaligen Stadtrat H. W. Röschmann im Jahre 1860 als reine Holzhandlung. Erst ein halbes Jahrhundert später übernahm Carl Söhrn den Betrieb. Carl Söhrn genoss eine sehr gute Reputation unter den Schleswiger Bürgern und war einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner in seiner Branche.
Unter seiner kaufmännischen Führung wurde das Geschäft auf den Handel mit Baustoffen, Eisen und den Großhandel mit Kohlen ausgedehnt. Im Jahre 1935 kam auch ein eigenes Sägewerk zum Betrieb dazu. So entstand in der Busdorfer Straße ein weitläufiger Gebäudekomplex mit Produktions- und Lagerhallen. Tragischerweise kam der Geschäftsmann 1947 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Seine Nachfolger führten den Betrieb erfolgreich bis in die Gegenwart weiter.