ehemalige Flakstellung Hüsbybrücke/Schleswig





Wenn man von Schleswig kommend in Richtung Hüsby fährt, sieht man einige Meter hinter der Autobahnbrücke auf der linken Seite auf einer Koppel eine kleine, halb in sich zusammengefallene Baracke aus Ziegelsteinen.
Die Baracke bestand aus mindestens zwei Räumen, von denen nur noch der erste Raum teilweise erhalten ist. Das Dach besteht aus Schalbrettern, die mit Bitumen überzogen ist. In ersten Raum sowie an der Wand zum zweitem Raum findet man jeweils einen kleinen Schornstein, an dem wohl kleine Öfen angeschlossen waren.
Diese Baracke ist der Rest von einer Flakstellung, die in den Kriegsjahren 1939-45 aus etwa 9 Gebäuden bestanden hat. Die Koppel stellt eine Anhöhe dar, von der man eine sehr gute Sicht über die gesamte Umgebung hat.
Diese Stellung war für die Errichtung von mindestens zwei Flak-Geschützen vorbereitet, die aber zu keinem Zeitpunkt des Krieges dort aufgestellt worden sind. Auch ist von dort niemals auch nur ein einziger Schuss abgefeuert worden. Aufgabe war wahrscheinlich die Verteidung des in der Nähe liegenden Fliegerhorstes Schleswig-Land in Jagel.


Ausserdem hat die Wehrmacht dort zeitweise eine Relaistation betrieben. Eingesetzt wurde das Dezimetergerät DMG-5K, Codename Michael. Diese Relaistationen wurden etwa alle 50 km aufgestellt, so dass eine Verbindung über eine sehr weite Distanz möglich wurde.


Nach dem Krieg wurden in den Baracken Flüchtlinge untergebracht. Ob die Flüchtlinge schon vor Kriegsende dort untergebracht wurden, oder erst danach, ist nicht mehr herauszubekommen. Aus einer Liste, die im Rahmen der Flüchtlingszählung 1949 erstellt wurde geht hervor, dass in Hüsby am 01. Juni 1949 insgesamt 245 Flüchtlinge untergebracht waren. Bis jetzt konnte ich nicht herausfinden, ob alle oder nur ein Teil von ihnen im Barackenlager gewohnt haben.

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Vorderansicht

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Rückseite

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Innenansicht.

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Der Schornstein.

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Fundamentreste.

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Seitenansicht

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Aussicht

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Lageplan

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Luftbild 1953