Auf der Freiheit


Ich bin auf der Suche nach weiterem Bildmaterial von der Freiheit, insbesondere suche ich Fotos, die die Kaserne vor Beginn der Abbrucharbeiten zeigen. Besitzt ein Besucher dieser Seite solche Fotos und möchte er sie mir zur Verfügung stellen, wäre ich sehr dankbar.


Gliederung


1. Der Abzug der Bundeswehr
2. Das Projekt vom "Team Vivendi"
3. Der Abriß der Kaserne
4. Der erste Neubau, eine "Twin-Villa"
5. Die Hamburger "Buss-Gruppe" beteiligt sich
6. Die Kosten der Therme
6a. Das Wirtschaftlichkeits-Gutachten
6b. Die Kristall Bäder Gruppe und weitere Interessenten
7. Die "Buss-Gruppe" zieht sich zurück
8. Der "neue" Investor
9. Energieversorgung und das erste Baufeld
10. Europaweites Thermen-Verfahren
11. Straßenneubau und Straßennamen


1. Der Abzug der Bundeswehr


Mit dem Appell vom 28.März 2003 vor dem Schloß Gottorf wurde das Pionierbataillon 620 von dem Oberst Henner Wehn, Kommandeur der Pionierbrigade 100, außer Dienst gestellt. Der endgültige Abzug des Bataillons und die damit verbundene Schließung der Kaserne "Auf der Freiheit" erfolgte am 30.09.2003.
Anfang 2001 hatte das Bundesverteidigungsministerium üer eine Verkleinerung des Standortes Schleswig nachgedacht, letztendlich führte diese Planung zu dem Beschluß, die Kaserne komplett zu schließen.
Dies hatte zur Folge, daß die Schleistadt mit dem Abzug der Soldaten 11,2% aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze verloren hat. Durch den Abbau von 1329 Dienstposten hat die Stadt eine Kaufkraft von 11 Millionen Euro verloren.


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Tankstellenbereich.
Foto: Thomas Grenz


Das etwa 60 Hektar große Kasernengelände ging in den Besitz der gebb (Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb) über, die das Gelände bundesweit zur Vermarktung angeboten hat.
Im September 2004 unterzeichnet die Stadt mit der gebb einen städtebaulichen Vertrag, der die Grundlage für die Vermarktung darstellt. Zu diesem Zeitpunkt haben bereits zehn Investoren Interesse an dem Kasernengelände. Von diesen Investoren kamen nur zwei in die nähere Auswahl. Zum einen die Tarper Investorengruppe "Team Vivendi", zum anderen ein Architekt aus dem südlichen Kreisgebiet.


2. Das Projekt vom "Team Vivendi"


Am 30. August 2005 wurde der Kaufvertrag zwischen dem "Team Vivendi" und der gebb unterzeichnet.
Das Team Vivendi unter dem Geschäftsführer Christian Seifert plant, etwa 140 Millionen Euro in den Aufbau des neuen Stadtviertels Freiheit zu investieren. Das gesamte Projekt basiert auf vier Grundpfeilern (2005):

1. Generationsübergreifendes Wohnen (komfortable Eigentumswohnungen und Mietobjekte)
2. Toskana-Therme (salzhaltige Warmwasser-Gesundheitstherme mit angeschlossenen 200 Betten-Hotel) aus Bad Sulza
3. Ferienpark mit 160 bis 200 kleineren Häusern (Landal-Ferienpark)
4. Verschiedene Sport und Wellnessangebote

Am 14.09.2005 fand die symbolische Schlüsselübergabe an das Team Vivendi statt, von da an ist Vivendi endgültig Eigentümer des ehemaligen Kasernengeländes. Das erste Konzept über die weitere Nutzung des Geländes wurde von dem Berliner Städteplaner Professor Hildebrand Machleidt erarbeitet.

Von dem Gelände werden 11 Hektar verkauft. Auf diesem Grundstück wird das neue dänische Gymnasium entstehen.


3. Der Abriß der Kaserne


Im Juli 2006 laufen die Abrißarbeiten auf hochtouren. Bis auf wenige Ausnahmen sollen alle Bauten aus den 30´er Jahren abgebrochen werden. Laut Christian Seifert bleiben folgende Gebäude auf jeden Fall erhalten (2006) : ehem. Ragattagebäude (Block 46), das alte Offizierskasino (Block 45), das "Flugzeuggebäude" (Block 33) und das ehem. Soldatenheim. Das Soldatenheim soll zu einem Veranstaltungsort ausgebaut werden, es enthält einen Saal für ca. 700 Personen. Die Pläne für den neuen Stadtteil sollen laut Seifert bis zum Jahr 2012 realisiert worden sein.
Zu den vier bereits genannten Säulen kommen noch zwei weitere dazu :

1. Heilkunde-Institut
2. Marina-Yachthafen


4. Der erste Neubau, eine "Twin-Villa"


Im Dezember 2007 erfolgte der Spatenstich für die Errichtung eines Musterhauses (Twin-Villa). Das Haus soll bis zur Landesgartenschau im Frühjahr 2008 fertiggestellt sein (Planung 2007). Errichtet wird das Gebäude von dem Schleswiger Bauunternehmer Robert Davids (Zimmermeister, Obermeister der Bauinnung Stadt Schleswig und Umgebung, Mitglied im Aufsichtsrat der "team-AG", Firmeninhaber und Geschäftsführer der Lorenzen Bauunternehmen GmbH, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Stadelmann).

Nach der Fertigstellung sollen weitere 84 Bauplätze ausgewiesen werden.
Am 11.März 2008 fand das Richtfest für das Musterhaus unter Auschluß der öffentlichkeit statt. Mit der Fertigstellung wird im Mai 08 gerechnet. Vivendi-Gesellschafterin Susanne Schöning wird als erste in dem neuen Haus Probewohnen dürfen.


5. Die Hamburger "Buss-Gruppe" beteiligt sich


Im Januar 2008 wird ein neuer Groß-Investor von dem Team Vivendi genannt. Die Hamburger Buss-Gruppe wird 150 Millionen Euro in den neuen Stadtteil investieren.
Von der Buss-Gruppe soll auf 10,5 ha nicht nur die geplante Therme errichtet werden, sondern auch eine Marina mit 250 Bootsliegeplätzen sowie ein Wohnpark.
Nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters der Buss-Gruppe, Renko Schmidt, soll das Wohnen am Wasser zu einem Erlebnis werden für jene, die auf der Suche nach einem attraktiven und hochwertigen Erst-oder Zweitwohnsitz sind.
Als Kontrast zu diesem Luxusprojekt sollen nach Aussage von Christian Seifert kleine "Fischerhäuser" entstehen, deren Quadratmeterpreis mit 1800 Euro angegeben wird.
In dem neuen Stadtviertel werden sich - nach Seifert - etwa 90% Neubürger und 10% der Schleswiger ansiedeln.



6. Die Kosten der Therme


Im Juni 2008 berichten die Schleswiger Nachrichten über einen möglichen "Kostenschock" beim Bau der Therme mit angeschlossener Gastronomie sowie einem Parkhaus.
Während im Herbst 2006 die Kosten für dieses Projekt mit etwa 18 Millionen Euro angeben wurde, wurden im Oktober 2007 bereits 23 Millionen Euro veranschlagt. Nach dem Zwischenbericht eines aktuellen Gutachtens 2008 werden sich die Kosten auf etwa 30 Millionen Euro summieren.

Die Kosten teilen sich wie folgt auf :
- Therme 19 Millionen Euro
- Tiefenbohrung und Leitungsbau 3 Millionen Euro
- Schwimmhalle bis 5 Millionen Euro
- Parkhaus 3 Millionen Euro

Damit die Therme einen Kontakt mit einer Salzsole hat, ist eine Tiefenbohrung im Bereich zwischen Fahrdorf und Fleckeby notwendig. Um diese Salzsole zur Therme transportieren zu können, würde der Bau einer Pipeline durch die Schlei notwendig werden.

Wenn die Baukosten auf 25 Millionen Euro gesenkt werden könnten, würde das Land bis zu 70% der Kosten übernehmen. Die Restsumme würde die Stadt Schleswig oder ein privater Investor finanzieren.



6a. Das Wirtschaftlichkeits-Gutachten


Im Januar 2009 veröffentlichen die SN einige Zahlen und Fakten aus dem Entwurf des Wirtschaftlichkeitsgutachtens, das bisher von der Stadt unter Verschluß gehalten wurde. Dieses Gutachten hat die Stadt nun an alle Ratsmitglieder verschickt.
Laut diesem Gutachten, das von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erstellt wurde, werden sowohl die Baukosten als auch die jährlichen Betriebskosten deutlich höher ausfallen, als wie in der Machbarkeitsstudie von 2006 angegeben. Zudem geht aus dem Gutachten hervor, das einige Eckdaten der Machbarkeitsstudie falsch waren.
Nach dem Gutachten wäre die Therme nur dann wirtschaftlich, wenn das bestehende Hallenbad geschlossen würde. Der Gesundheitstherme würde dann ein neues Hallenbad angeschlossen sein. Über die Schließung des Hallenbades wird aber, laut Beschluß der Ratsversammlung vom September 2007, in einem Bürgerentscheid entschieden.

Der kumulierte Gesamtzuschußbedarf an Steuermittel liegt laut KPMG zwischen 68,4 Millionen und 73,1 Millionen Euro, abhängig, ob eine weitere Firma sich an den Kosten beteiligt. Auf die Stadt Schleswig würde ein jährlicher Mindestzuschuß von etwa 1,34 Millionen Euro zukommen. Für die Berechnung des Zuschußes wurde eine Betriebslaufzeit der Therme von 30 Jahren zu Grunde gelegt.
Bereits am 23.April 2007 hatte die Ratsversammlung beschlossen, grundsätzlich eine Trägerschaft für die Therme zu übernehmen. Die Trägerschaft sollte im Rahmen einer Öffentliche-Privat-Partnerschaft (ÖPP) erfolgen, die Stadt würde jedoch nur ein jährliches Nutzungsentgelt von 500 000 Euro übernehmen. Diese Trägerschaft setze eine Schließung des bisherigen Hallenbades in der Friedrich-Ebert-Straße voraus.
Die wesentlichen Zahlen habe ich in folgender Tabelle zusammengefaßt :

  Machbarkeitsstudie
2006
Gutachten
2009
Baukosten 18 Mill 31,3 Mill
Personalkosten p.a. 1,02 Mill 1,32 Mill
Betriebskosten p.a. 470 T 937 T
Besucherzahlen p.a. 260 T 260 T ?


Nach Ansicht des Team Vivendi sind die Baukosten in dem Gutachten zu hoch angesetzt. Das Gutachten sei sehr mangelhaft und müsse nachgebessert werden fordert das Team Vivendi.

Weiterhin gab das Wirtschaftsministerium bekannt, daß der vom Land vorgesehene Zuschuß in Höhe von 9,8 Mill. Euro nur dann bewilligt wird, wenn die Stadt nachgewiesen hat, wie sie die Folgekosten der Therme finanzieren wird.



6b. Die Kristall Bäder Gruppe und weitere Interessenten


Im März 2009 hatte der Schleswiger CDU-Ratsherr Heinrich Bömer die Idee zur Kontaktaufnahme mit einem Thermenbetreiber in Bad Wilsnack.
Die Kristall Bäder AG betreibt seit etwa 8 Jahren in der 4000 Einwohner zählenden Gemeinde eine Therme, die Kristall - Kur- und Gradiertherme. Diese Anlage wird ebenfalls, wie die in Schleswig geplante Gesundheitstherme, von einer Sole gespeist. Die Thermalsole stammt aus einer eigenen, erbohrten Thermalwasserquelle in 1070 m Tiefe.
Die Baukosten der Kristall-Therme beliefen sich auf 18 Millionen Euro, von denen 10 Millionen mit öffentlichen Mitteln finanziert wurden. Mittlerweile arbeitet die Therme kostendeckend.
Interessant ist auch die Entwicklung der Besucherzahlen in Bad Wilsnack. Bei der Planung der dortigen Therme wurde eine Besucherzahl von 250 Ts angesetzt. Mittlerweile besuchen etwa 390 Ts Besucher die Therme jährlich.
Über einen möglichen Einstieg der Kristall Bäder AG in das Schleswiger Gesundheitsthermen-Projekt wird in weiteren Gesprächen diskutiert.
Bundesweit betreibt die Kristall-Gruppe 12 Erholungs- und Wellnessanlagen, die von insgesamt 4,5 Millionen Gästen p.a. besucht werden.

Neben der Kristall Bäder AG stehen im April 2009 noch weitere mögliche Investoren im Gespräch, u.a. die von Anfang an genannte Toskanaworld-Gruppe aus Bad Sulza, der Holländer John Teunissen (niederländische Cone Group, plant das "Barrierefreie Sport- und Freizeitzentrum" in der ehem. Marinewaffenschule Ellenberg/Kappeln) sowie drei weitere mögliche Investoren, die namentlich nicht genannt werden.


7. Die "Buss-Gruppe" zieht sich zurück


Im November 2008 beendet die Hamburger "Buss-Gruppe" ihre Beteiligung am Projekt Freiheit. Somit steht die geplante Investitionssumme von 150 Millionen Euro nicht mehr zur Verfügung.
Zu diesem drastischen Schritt führten Differenzen mit dem A.P.-Möller Fonds. Der Streitpunkt war die geplante Ansiedlung von Hausbooten durch die Buss-Gruppe. Das naheliegende Ufergrundstück gehört jedoch dem A.P.-Möller-Fonds, der diesen Bereich der Schlei den Schüler der A.P-Möller-Skole für den Wassersport zur Verfügung stellen möchte.
Trotz mehrfacher Gespräche und Alternativ-Vorschlägen der Dänischen Eigentümer konnte keine Einigung mit der Buss Gruppe erzielt werden.

Nach Angaben des Team Vivendi laufen aber Gespräche mit zwei neuen Investoren. Bereits im Februar 2009 soll mit dem Bau der ersten 80 Wohneinheiten begonnen werden.


8. Der "neue" Investor


Im Januar 2009 wird vom Team Vivendi ein "neuer" Investor bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um den bis dahin geschäftsführenden Gesellschafter der Buss-Gruppe Renko Schmidt. Schmidt wechselt von der Buss-Gruppe zum Team Vivendi, um die ehemaligen Pläne der Buss-Gruppe zu realisieren. Sein Aufgabenbereich umfasst beim Team Vivendi die Bereiche Investment, Finanzplanung und Controlling.
Die Buss-Gruppe hat für die Planungen des neuen Stadtteils auf der Freiheit bereits eine halbe Million Euro investiert. Auf Grundlage dieser Planungen wird das Team Vivendi mit seinem neuen Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsführung Renko Schmidt weiter arbeiten und auch an der Ansiedlung von 14 Hausbooten im Bereich der Marina festhalten.


9. Energieversorgung und das erste Baufeld


Das Team Vivendi schließt mit den Schleswiger Stadtwerken einen Erschließungsvertrag für die Energieversorgung auf der Freiheit ab. Die Stadtwerke werden etwa 2 Millionen Euro für Versorgung der neuen Grundstücke auf der Freiheit mit Strom, Wärme und Wasser investieren. Die Wärmeversorgung erfolgt durch das Biogaskraftwerk des Schleswiger Klärwerkes, in dem jährlich 15000 Tonnen Biomasse in Energie umgewandelt werden. Für den Anschluß der Freiheit an die Biogasanlage wurden 2,5 Km Fernwärmeleitungen verlegt.


kaserne auf der freiheit fernwärme
Verlegung der Fernwärmeleitungen im November 2008.


Im März 2009 wurde mit den Arbeiten auf dem ersten Baufeld begonnen, auf dem 84 Wohneinheiten bis zum Jahr 2010 errichtet werden sollen.
Im Frühjahr 09 sind deutliche Fortschritte beim Bau des ersten Strandhauses erkennbar, mit dem Bau des ersten Fischerhauses auf diesem Baufeld wurde Ende Juli 09 begonnen.
Im Februar 09 sind bereits die Hälfte der Wohnungen verkauft, eine Wohnung ist ab einem Preis von 140000 Euro zu erwerben. Der Mindestpreis für ein Haus auf diesem Baufeld wird mit 220000 Euro angegeben.
Während die Neubauten auf dem ersten Baufeld im Herbst 09 langsam Gestalt annehmen, besteht weiterhin im Stadtrat eine Uneinigkeit über den Bau der Therme.



10. Europaweites Thermen-Verfahren


In der Ratsversammlung am 27.04.09 soll eigentlich darüber abgestimmt werden, ob sich die Stadt grundsätzlich an der Therme beteiligen wird. Die Ratsmitglieder waren jedoch nicht in der Lage, eine eindeutige Entscheidung für oder gegen die Thermen-Beteiligung zu fällen. Selbst ein von der CDU vorgeschlagenes Markterkundungsverfahren, das noch einmal Klarheit über die Projektrealisierung hätte bringen können, wurde von der Ratsversammlung abgelehnt. Die Kosten für dieses Erkundungsverfahren wurden von Bürgermeister Dahl auf 140 000 Euro beziffert. Die Ratsversammlung ist in der Thermen-Problematik gespalten - während die SPD eine öffentliche Beteiligung an diesem Projekt als zu risikoreich betrachtet, versucht die CDU die Thermen-Kosten als realisierbar herunter zu rechnen.

Im Mai entscheidet sich die SPD-Fraktion eindeutig gegen das Thermen-Projekt. Die Partei möchte lieber das bestehende Schleswiger Hallenbad sanieren lassen. Für den weiteren Betrieb des maroden Schwimmbades würden laut einem Gutachten Kosten von etwa 3,2 Millionen Euro entstehen, zusätzliche Modernisierungsmaßnahmen würden weitere 3 Millionen Euro kosten.

Neue Bewegung in die festgefahrene Situation kam in der Ratsversammlung vom Montag, 21.09.09. Bereits am Samstag fand ein Treffen der Ratsversammlung mit Vertretern des Team Vivendi statt. Das Team Vivendi stellte einen Grundstücksvertrag vor, in dem die Investoren der Stadt das Grundstück für eine möglichen Therme kostenlos zur Verfügung stellen.
In der Ratsversammlung am 21.09. wurde der Beschluß gefaßt, nun doch ein 50 000 Euro umfassendes Thermen-Verfahren europaweit auszuschreiben. Das Verfahren soll dazu dienen, einen privaten Investor für die Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Gesundheitstherme mit einem angeschlossenen Sportbad zu finden. Weiterhin soll eine Wirtschaftlichkeitsprognose erstellt werden (Projektierungsphase). Für den Fall, das die Wirtschaftlichkeitsprognose positiv für den Thermenbau ausfällt, soll in einem Bürgerentscheid über die Schließung des bestehenden Hallenbades zugunsten eines neuen Sportbades auf der Freiheit abgestimmt werden (Grundsatzentscheidungsphase).
Sollten sich die Schleswiger Bürger für das neue Sportbad entscheiden, würde die Vergabephase eingeleitet werden. In dieser Phase wird die Stadtverwaltung ein europaweites Vergabeverfahren einleiten, die Schleswiger Stadtwerken werden dabei als Auftraggeber auftreten. Bis zu fünf Investoren können Vorschläge für den Bau und Betrieb der Therme einreichen. In der folgenden Beschluss- und Realisierungsphase wird der Stadtrat einen geeigneten Investor aussuchen und ihm mit dem Bau und Betrieb der Therme beauftragen.

Im Oktober 09 stehen die vom Land Schleswig-Holstein für den Thermen-Bau benötigten Zuschüsse in Höhe von 9,8 Millionen Euro auf der Kippe. Die Zuschüsse werden nur unter den Bedingungen gewährt, wenn der Schleswiger Therme ein Hotel angeschlossen und ein Ferienpark errichtet werden. Zudem darf die Therme keine direkte Konkurrenz für die Therme in Glücksburg darstellen. Dieser Sachverhalt soll nun von der neuen Landesregierung ersteinmal überprüft werden.


11. Straßenneubau und Straßennamen


Anfang November 2009 haben die Arbeiten an dem neuen Straßennetz in dem Bereich der Zufahrt Holmer Noor und dem ersten Bauabschnitt begonnen. Gleichzeitig werden auch neue Abwasser- und Anschlußleitungen verlegt. Entsprechend den gegenwärtigen Planungen wird diese Baumaßnahme etwa ein Jahr dauern, wobei die Hauptzufahrtstraße für vier Monate voll gesperrt sein wird.
Die Hälfte der Kosten in Höhe von ca. 3 Millionen Euro übernehmen das Team Vivendi, die andere Hälfte werden vom Bund, dem Land sowie der Stadt Schleswig getragen.


kaserne auf der freiheit fernwärme
Arbeiten an der Hauptzufahrtstraße.
04.Dezember 2009


Im Zuge der Straßenbauarbeiten erhält der neue Stadtteil auf der Freiheit auch den Anschluß an das Schleswiger Glasfasernetz. Damit erhalten die künftigen Bewohner der Freiheit die Möglichkeit, Breitband-DSL sowie Fernsehen in HD-Qualität zu nutzen. Die ersten 90 Wohneinheiten sollen bis zum Frühjahr 2010 fertiggestellt sein, die Investoren planen, bis zum Jahr 2014 insgesamt 270 Wohneinheiten zu bauen.

Im Dezember 2009 stehen auch die Namen für das neue Straßennetz auf der Freiheit fest. Insgesamt wurden zunächst für acht Straßen Namen vergeben. Die Hauptzufahrt vorbei am ehemaligen Wachgebäude 36 erhält den Namen "Auf der Freiheit". Von dieser Straße führen sechs Stichstraßen durch die Baufelder in Richtung Schlei.


kaserne auf der freiheit fernwärme
Die Planstraßen.
Sat-Bild:Google-Maps


Die Planstraßen erhalten folgende Namen :

A - Auf der Freiheit
D - Zum Netzetrockenplatz
E - Kleine Breite
F - Am Fabrikhof
G - Schleibogen
H - Zur Alten Fähre



kaserne auf der freiheit fernwärme
Die Planstraßen
Sat-Bild:Google-Maps


Im Bereich der Dänischen Schule stehen folgende Straßennamen fest :

A - Auf der Freiheit
B - Alte Kreisbahn
X - Fjordallee
Y - Werkstraße

An dem Straßennamen-Wettbewerb beteiligten sich 130 Bürger, die Jury bestand aus dem Bauamtsleiter Peter Hopfe, Susanne Schöning und Volker Schlüschen vom Team Vivendi, jeweils einem Mitglied jeder Ratsfraktion sowie dem Leiter der dänischen Schule, Jørgen Kühl.
Weitere fünf Straßennamen für den zweiten Bauabschnitt sollen im Jahr 2010 festgelegt werden.


Diese Darstellung wurde zuletzt im Dezember 2009 bearbeitet und gibt nicht den aktuellen Stand der Entwicklung wieder. Eine Ergänzung wird aber möglichst bald folgen.






Dies ist nur eine kurze Beschreibung des Projektes.
Die Angaben habe ich nach bestem Wissen gemacht und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Quellen : Schleswiger Nachrichten 28.03.03, 31.03.03, 01.09.05, 14.09.05, 15.09.05, 05.04.06, 11.07.06, 14.12.06, 12.03.08, 19.01.08, 14.06.08, 25.11.08, 13.01.2009, 22.01.09, 30.01.09, 21.03.09, 15.04.09, 28.04.09, 29.04.09, 20.05.09, 23.09.09, 23.10.09, 03.11.09, 04.12.09
Kieler Nachrichten 14.02.09
"Moin Moin" 26.11.08, 28.01.09


Stand : 04.12.09

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