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Am Donnerstag, den 5.November 2015, hatten interessierte Bürger die Möglichkeit, innerhalb der CDU-Veranstaltungsreihe „Wir bewegen unsere Stadt“ einen Einblick in die Arbeit des Katastrophenschutzes in und um Schleswig zu bekommen.  Der Informationsabend startete an der Schleswiger DRK-Rettungswache, wo der Rettungsdienstleiter Wolfgang Rochlitz sowie der DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Kai Schmidt Auskunft über das Rettungswesen in der Stadt und im Kreis Schleswig-Flensburg gaben. Neben Schleswig betreibt das DRK auch Rettungswachen in Kappeln, Sörup, Eggebek, Medelby, Kropp, Norderstapel und Steinbergkirche.
Der Kreisverband hat 14 Fahrzeuge für den Rettungsdienst zur Verfügung, die eine Gesamtlaufleistung von rund 1,1 Millionen Kilometern  bei rund 26.000 Einsätzen jährlich erreichen. Darunter sind auch zwei Notarztfahrzeuge, einer ist in Schleswig, der zweite Wagen in Kappeln stationiert. Die Rettungswagen besteht genau genommen aus zwei Teilen, einem Kofferaufbau, der auf einem Triebkopf aufgebaut ist, ähnlich wie bei einem Wohnmobil. Nach einer gewissen Laufleistung wird lediglich der standardisierte Kofferaufbau getauscht um grundüberholt zu werden. Nach der Erneuerung wird dieser wieder auf einen anderen Triebkopf im Tausch aufgesetzt. Der Kaufpreis für einen RTW liegt bei ca. 180.000 €, wobei das Fahrzeug 120.ooo € und die Ausstattung 60.000 € kosten. Zur Besatzung eines RTW gehören immer zwei Personen – ein Rettungsassistent und ein Rettungssanitäter. Die Besatzung dürfte auch aus zwei Rettungsassistenen bestehen, jedoch muss ein Rettungssanitäter immer einen Rettungsassistenten dabei haben. Diese Berufsgruppen befinden sich derzeit in einer Umstrukturierung, denn bis 2023  müssen sich alle Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter weiterbilden.
Schmidt erklärte weiterhin, dass aufgrund der sinkenden Anzahl vorhandener Landärzte die Zahl der Einsätze steigt. Denn wenn die Patienten früher die Möglichkeit hatten, den Hausarzt im Dorf aufzusuchen, wird heute aufgrund aufgegebener Arztpraxen der RTW gerufen. Auch die derzeitige Flüchtlingsproblematik verursacht eine spürbare Mehrbelastung für die DRK-Mitarbeiter. Um genügend Personal für die Betreuung des Erstaufnahmelagers in Eggebek zu haben, musste der Kreisverband bisher ca. 40 Personen einstellen, wie z.B. Betreuer und Erzieher. Auch das neue Aufnahmelager für jugendliche Flüchtlinge in Idstedt verusacht weiteren Personalbedarf. Um durchreisende Flüchtlinge in Flensburg betreuen zu können, hat der Kreisverband SL-FL mit der Stadt Flensburg eine neue Betreuungsgesellschaft gegründet. Als Geschäftführer ist dort ebenfalls Kai Schmidt tätig.

Aber nicht nur die RTW´s sind in der Rettungswache an der St.-Jürgener Straße stationiert, sondern auch die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes. Tom Wierk, Katastrophenschutzbeauftragter des Kreisverbandes, erläuterte die Funktion und Ausstattung einiger Fahrzeuge. Im Mittelpunkt stand dabei der „Gerätewagen Sanität“ der  1.Sanitätsgruppe A des Katastrophenschutzes. In diesem Fahrzeug befindet das notwendige Material, um einen Behandlungsplatz für 25 Personen aufzubauen, einschließlich Feldbetten, Decken, usw. Die Johanniter verfügen ebenfalls über einen derartigen Gerätewagen, so dass im Einsatzfall 50 Personen versorgt werden können.

Der zweite Anlaufpunkt an diesem Abend war die Ortsgruppe Schleswig der Bundesanstalt Technisches Hilfwerk (THW) in des Agnes-Pockels-Straße.  Der Ortsgruppenleiter Peter Schmidt gab den Gästen einen kleinen Einblick in die Arbeit und die Strukturen des THW. In der Geschäftsstelle Schleswig sind acht Mitarbeiter beschäftigt, daneben gibt es eine Auszubildende für den Beruf der Verwaltungsfachangestellten. In der Ortsgruppe Schleswig sind 47 Personen aktiv, die Jugendgruppe besteht derzeit aus 26 Personen.
Ein großes Thema war auch beim THW die Versorgung von Flüchtlingen Das THW ist ebenfalls daran beteiligt, die Erstaufnahmelager in der Stapelholm-Kaserne in Seeth, Rendsburg, Eggebek und Neumünster auszustatten und herzurichten. Die gesamte Infrastruktur, dazu gehören die Strom- und Wasserversorgung, wird von den THW-Helfern aufgebaut. Schmidt wies darauf hin, dass es derzeit viele Mangelsituationen gebe, wie z.B. bei Zelten. Da diese Zelte bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, dauert die Produktion eine gewisse Zeit und die Wirtschaft kommt mit der Zeltherstellung momentan nicht hinterher. Aber auch wenn Flüchtlinge, die aus sicheren Drittstaaten kommen, abgeschoben werden sollen, wird das THW aktiv. Zur Unterstützung der Bundespolizei stellt die Bundesanstalt THW z.B. ihre Mannschaftstransportfahrzeuge zur Verfügung.

In Schleswig verfügt das THW über verschiedene Gruppen, wie z.B. die Tauch-, Spreng- und Räumgruppe. Jede Gruppe verfügt über eigene Fahrzeuge, die auf die speziellen Bedürfnisse ausgelegt und ausgestattet sind. Daneben verfügt das THW auch über Notstromaggregate, die im Krisenfall  die beiden BOS-Basisstationen (beim Klärwerk und beim Haferteich) mit Strom versorgen sollen. Die Ortsgruppe Schleswig bekommt pro Jahr ca. 10.000 € zugewiesen, von dieser Summe müssen alle Nebenkosten wie Strom und Telefon bezahlt werden sowie der Kraftstoff für die Fahrzeuge und ihre Reparaturen. Für Neuanschaffungen bleibt da nur wenig Spielraum, so Schmidt.

 

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