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8. Juli 2018
Abbruch und Neubau Stadtweg 47 

 

Am Freitag, 11.Oktober 2013,  präsentierten die Mitarbeiter des Archäologischen Landeamtes die Ausgrabungsstätte des wiederentdeckten Tores, durch das der Ochsenweg durch das  Danewerk führte.  Zahlreiche Besucher, darunter auch viele Dänen, ließen sich von den Archäologen die Ausgrabungsarbeiten und Funde erklären.

Hintergrund:
In seiner Gesamtheit war das Danewerk über Jahrhunderte die südliche Grenzbefestigung des dänischen Reiches. Es bestand aus Wällen, Gräben und Mauern und riegelte seit dem späten 7. Jh. n. Chr. den Weg von Süden nach Norden ab. Im Laufe der Zeit wurde das Danewerk mehrmals ausgebaut und erweitert. Ein besonders aufwendiger Ausbau erfolgte im 8. Jh. in Form einer Feldsteinmauer im Hauptwall, Diese aus geschätzt etwa 20 Millionen Feldsteinen bestehende Mauer war etwa 3 m hoch, ebenso breit und wahrscheinlich über 5 km lang. In der Mauer stehen in regelmäßigen Abständen mächtige senkrechte Eichenbohlen, deren Reste dendrochronologisch datiert worden sind – die Ergebnisse belegen den Bau der Mauer in der Zeit um 737 n. Chr.
Im späten 12. Jh. erfolgte schließlich der letzte mittelalterliche Ausbau im Hauptwall des Danewerks. König Waldemar d. Große veranlasste die Errichtung einer Ziegelmauer, die ursprünglich mehr als 5 m hoch und nahezu 5 km lang war.

 

Bis 2008 war das Gelände zwischen Museum und Danewerk mit den Gebäuden des Café Truberg bebaut. Nach dem Abriss des Anwesens unternahm das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) im Frühsommer 2009 eine Voruntersuchung. Im Verlauf dieser Arbeiten, bei denen unter anderem die Krone der Feldsteinmauer des 8. Jh. freigelegt wurde, schien diese an einer Stelle überraschenderweise abrupt zu enden. Ausgrabungen in den Jahren 2010 und 2011 konnten klären, dass es sich dabei aus das aus den Schriftquellen bekannte „einzige Tor“ im Verteidigungswall handelte. Gleichzeitig wurde ein durch das Tor führender Weg und ein im Süden vorgelagertes Grabenwerk entdeckt.
Auch das östliche Ende der Waldemarsmauer konnte nachgewiesen werden. Die Ziegelmauer beginnt wenige Meter westlich des Tores und erstreckt sich von hier etwa 5 km nach Westen.

 

Von Mai – Oktober 2013 werden das ALSH und das Museum Sønderjylland – Arkæologi i Haderslev zusammenarbeiten, um die Untersuchungen im Torbereich abzuschliessen und noch offene Fragen zu klären. Ermöglicht wird dies durch eine großzügige Bewilligung durch den dänischen Fond A.P. Møller og hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond til almene Formaal, die beide Institutionen zur Durchführung eines gemeinsamen deutsch-dänischen Ausgrabungs- und Forschungsprojektes am Tor des Danevirke erhalten haben.
(Textquelle: Infotafel Ausgrabungsstätte, ALSH)

 

 

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