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22. Juni 2020
Abbruch Heim Neufelder Weg 4

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22. Juni 2020
Baufortschritt Kloster auf der Freiheit

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13. Mai 2020
Abbruch Schleistraße 18a

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5. Mai 2020
Klensbyer Straße 13 - Neubau Zweifamilienhäuser

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4. Mai 2020
Neubau Gallberg 7, 9, 11

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4. Mai 2020
Neubau Eigentumswohnungen Lindenweg

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27. März 2020
Kurzfilm: Schneekatastrophe 1979 in Schleswig/Friedrichsberg

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24. März 2020
Abbruch Hallen Carl Söhrn, Neubau Edeka-Markt

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20. März 2020
Lagebericht von Bürgermeister Stephan Dose

Das alte Lutherhaus im Hornbrunnen 11, in dem u.a. die Friedrichsberger Kindertagesstätte ihr Zuhause hat, wird abgebrochen. Der bauliche Zustand des Lutherhauses aus dem Jahr 1910, in dem die älteste Kinderbetreuungsstätte Schleswig-Holsteins untergebracht ist, entsprach nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit, die Bausubstanz war abgängig.

An gleicher Stelle wird unter der Trägerschaft des Ev.-Luth. Kindertagesstättenwerkes in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk des Ev.-Luth. Kirchenkreises Schleswig-Flensburg der Neubau einer 7 gruppigen Kindertagesstätte entstehen. Das Projekt befindet sich derzeit im Bauantrags- und Genehmigungsverfahren mit dem Kreis Schleswig-Flensburg und der Stadt Schleswig.

Die Kindertagesstätte am Hornbrunnen hat einen besonderen geschichtlichen Status, sie gilt als die älteste Kinderbetreuungsstätte Schleswig-Holsteins. Ihre Geschichte geht auf das soziale Engagement des Generalsuperintendenten Christian Friedrich Callisen (1777-1861) zurück. Callisen war ein evangelisch-lutherischer Theologe und stammte aus einer schleswig-holsteinischen Pastorenfamilie. Während seiner Amtszeit im Friedrichsberg erkannte er wohl die vorherrschende soziale Not und gab Anregungen, um die Situation zu verbessern. Seine Ideen nahm der Friedrichsberger Frauenverein auf und schuf hilfreiche Institutionen. So wurde im Jahr 1853 die Einrichtung einer Warteschule (Kinderbetreuung) beschlossen. Callisen´s Anliegen war es, dass die Kinder in der Warteschule zum „Heiland“ geführt werden.
Der erste Standort auf dem Schulberg wurde schnell zu klein, denn schon 1855 zählte die Warteschule 44 Kinder. Die Betreuung fand ganztags unter der Leitung des Friedrichsberger Frauenvereins statt. Nach der Fertigstellung des sogenannten Lutherhauses im Hornbrunnen 11 im Jahr 1910 fand die Warteschule dort ihre neue Bleibe – bis in die Gegenwart. Die wirtschaftlich schwierigen Jahre nach dem ersten Weltkrieg beeinträchtigten die Kinderbetreuung:

„1922 wurde der Kindergarten wegen Ruhrerkrankungen in Schleswig und der Einquartierung Hamburger Ruhrkinder in Schleswig geschlossen. Als 1928 die Kindergartenarbeit wieder begann, hatte die Inflation alle Mittel aufgezehrt.
Dennoch versiegte die Unterstützung aus privater Hand nicht.
Die Bestrebung der Nazis nach Vereinnahmung aller Institutionen wurde bezüglich unseres Kindergartens vereitelt.“

Dreifaltigkeitskirche – 350 Jahre Friedrichsberg Schleswig

Vielen älteren Schleswigerinnen und Schleswigern ist sicherlich noch die warmherzige und liebevolle Kita-Leiterin Hermine Bünsen in Erinnerung geblieben. Sie nahm 1938 ihre Arbeit in der Kinderbetreuung am Hornbrunnen auf und führte die Einrichtung sicher durch die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit. Während ihrer fast vierzigjährigen Dienstzeit prägte sie maßgeblich die Arbeit der Kita, ihr Werk wurde von ihren Nachfolgerinnen Renate Kallweit und Elke Jensen-Reutelsterz weitergeführt.

Kita Hornbrunnen mit den Tanten Anneliese, Hermine und Frauke
Juli 1967, Privataufnahme
Kita Hornbrunnen
Juli 1967, Privataufnahme
Kita Hornbrunnen
Juli 1967, Privataufnahme


Gegenwärtig findet die Kinderbetreuung in drei Gruppen statt: eine Regelgruppe für 20 Kinder, eine Outdoor-Gruppe für 18 Regelkinder sowie eine Integrationsgruppe für 11 Regelkinder und 4 Integrationskinder. Während der Baumaßnahme ist die Kita im Kolonnenweg 4 untergebracht.